Universität Wien FIND

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090109 UE Zurück in die Archäologische Sammlung: Forschung, Vermittlung und Öffentlichkeitsarbeit (2021W)

4.00 ECTS (2.00 SWS), SPL 9 - Altertumswissenschaften
Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung
VOR-ORT

An/Abmeldung

Hinweis: Ihr Anmeldezeitpunkt innerhalb der Frist hat keine Auswirkungen auf die Platzvergabe (kein "first come, first served").

Details

max. 20 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch

Lehrende

Termine

UPDATE 24.11.2021: Die LV findet bis auf Weiteres virtuell über Zoom statt.

FR 14:00-17:00, Abgusssammlung d. Inst. f. Klassische Archäologie Franz-Klein-Gasse/Philippovichgasse, 1190 Wien;
Die UE findet zu den folgenden Terminen statt:
08.10.2021: digital,
22.10.2021: Seminarraum des Instituts,
05.11.2021: Seminarraum des Instituts,
03.12.2021: digital,
10.12.2021: digital,
17.12.2021: digital,
21.01.2022: wird noch bekannt gegeben,
28.01.2022: wird noch bekannt gegeben;


Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Akademische Abgusssammlungen sind traditionsreiche Institutionen. Dennoch ist es eine fortlaufende Herausforderung, den Status und Stellenwert einer solchen Sammlung für ein Institut, eine Universität und breitere Öffentlichkeiten zu bestimmen. Konkret: Soll eine Sammlung vornehmlich Studium und Lehre dienen oder ihre Tore öffnen und, wenn letzteres, für welches Publikum und mit welchen Zugangs- und Partizipationsmöglichkeiten? Wie steht eine Sammlung zu ihrer Geschichte, welches Bild der Antike entwirft sie und wie passt beides zu einer transnationalen, transkulturellen Gegenwart? Und: Welche Rolle können Gipse in einer virtuellen Welt spielen?

Diesen Fragen wollen wir uns stellen, indem wir uns mit der Wiener Sammlung befassen. Im theoretisch gehaltenen ersten Teil des Kurses werden wir uns mit Konzepten und Strategien der Museumskommunikation beschäftigen. Wir werden die Online-Auftritte großer Museen und vor allem jene deutschsprachiger und internationaler Abgusssammlungen vergleichen, uns mit deren Datenbanken und Social-Media-Aktivitäten befassen, nach dem Umgang mit der Geschichte der Sammlung und deren Selbstverständnis in der Gegenwart fragen und uns von den jeweiligen Veranstaltungsformaten inspirieren lassen. Ziel dieses Blicks in die Museumslandschaft ist es, gute Konzepte der Vermittlung und Öffentlichkeitsarbeit für die Wiener Sammlung zu entwickeln. Im praktisch angelegten zweiten Teil des Kurses werden wir in die Archäologische Sammlung unseres Instituts wechseln und mit deren Beständen arbeiten. Wir wollen gemeinsam Texte zu ausgewählten Objekten verfassen, nämlich Inventar- bzw. Katalogtexte sowie transferorientierte Texte für eine breitere Öffentlichkeit. Zudem werden wir versuchen, eigene Vermittlungsformate zu konzipieren und zumindest in ersten Schritten umzusetzen, etwa Social-Media-Formate, themenspezifische Veranstaltungen und zielgruppenbezogene Führungen. Mit leicht verändertem Konzept für den zweiten Teil lässt sich die Übung auf einen virtuellen Modus umstellen.

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Es handelt sich um eine prüfungsimmanente Lehrveranstaltung:

– Regelmäßige Teilnahme und aktive Mitarbeit
– Zwei Objektportfolios
– Arbeit an Textformaten der Museumskommunikation bzw. Konzipierung einer Museumsaktivität

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

– 40 % zwei Objektportfolios
– 30 % Konzeptpapier für ein Textformat oder eine Museumsaktivität
– 30 % rechtzeitige Vorbereitung der gestellten Aufgaben, aktive Teilnahme an der Lehrveranstaltung und Beteiligung in Gruppenarbeiten

Zur erfolgreichen Absolvierung müssen alle Teilleistungen positiv ausfallen. Zwei Fehlstunden sind gestattet; bei dreimaligem Fehlen muss eine schriftliche Zusatzleistung erbracht werden.

Prüfungsstoff

Siehe oben.

Literatur

– J. Bauer, Gipsabgußsammlungen an deutschsprachigen Universitäten. Eine Skizze ihrer Geschichte und Bedeutung, Jahrbuch für Universitätsgeschichte 5, 2002, 117–132
– K. Drotner u. a. (Hrsg.), The Routledge Handbook of Museums, Media and Communication (London 2019)
– K. Drotner – K. Ch. Schrøder (Hrsg.), Museum Communication and Social Media. The Connected Museum, Routledge Research in Museum Studies 6 (New York 2013)
– R. Franken-Wendelstorf u. a. (Hrsg.), Das erweiterte Museum. Medien, Technologien und Internet (Berlin 2019)
– M. Helfrich – Ch. Haak (Hrsg.), Casting. Ein analoger Weg ins Zeitalter der Digitalisierung? Ein Symposium zur Gipsformerei der Staatlichen Museen zu Berlin (Heidelberg 2020)
– M. Mangold – P. Weibel – J. Woletz (Hrsg.), Vom Betrachten zum Gestalten. Digitale Medien in Museen – Strategien, Beispiele und Perspektiven für die Bildung ²(Baden-Baden 2020)
– F. M. Müller (Hrsg.), Archäologische Universitätsmuseen und -sammlungen im Spannungsfeld von Forschung, Lehre und Öffentlichkeit, Archäologie. Forschung und Wissenschaft 4 = Spectanda – Schriften des Archäologischen Museums Innsbruck 3 (Wien 2013)
– G. Schörner – J. Kopf (Hrsg.), 1869–2019. 150 Jahre Klassische Archäologie an der Universität Wien (Wien 2021)
– H. Schörner, Die Archäologische Sammlung der Universität Wien. Ihre Geschichte, Entwicklung und Bedeutung von der Gründung 1869 bis zur Mitte des 20. Jhs. auf Basis der Schriftquellen, Mitteilungen der Österreichischen Gesellschaft für Wissenschaftsgeschichte 32, 2016, 167–189
– C. Weber – K. Mauersberger (Hrsg.), Universitätsmuseen und -sammlungen im Hochschulalltag. Aufgaben · Konzepte · Perspektiven. Beiträge zum Symposium des Hermann von Helmholtz-Zentrums für Kulturtechnik in Zusammenarbeit mit dem Berliner Medizinhistorischen Museum der Charité, 18.–20. Februar 2010, Humboldt-Universität zu Berlin (Berlin 2010)

Bei der Suche nach themenspezifischer Literatur werden die Studierenden unterstützt.

Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

Anrechenbar: im Fachbereich Grabung, Denkmalpflege, usw.:
im BA M7, M13;
im BA alt: PM Grabung, kl. Vertiefung;
im MA: PM2, PM3;
im MA alt: APM EX/LG;
im EC 597;

Letzte Änderung: Mi 24.11.2021 10:08