Universität Wien FIND

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100015 VO Neuere deutsche Literatur: Tisch und Stuhl. Epistemische Möbel im Laboratorium des Schreibens (2016S)

4.00 ECTS (2.00 SWS), SPL 10 - Deutsche Philologie

Details

max. 999 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch

Prüfungstermine

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

Die Vorlesung findet wöchentlich statt.

Donnerstag 10.03. 11:30 - 13:00 Hörsaal 7 Hauptgebäude, Hochparterre, Stiege 7
Donnerstag 17.03. 11:30 - 13:00 Hörsaal 7 Hauptgebäude, Hochparterre, Stiege 7
Donnerstag 07.04. 11:30 - 13:00 Hörsaal 7 Hauptgebäude, Hochparterre, Stiege 7
Donnerstag 14.04. 11:30 - 13:00 Hörsaal 7 Hauptgebäude, Hochparterre, Stiege 7
Donnerstag 21.04. 11:30 - 13:00 Hörsaal 7 Hauptgebäude, Hochparterre, Stiege 7
Donnerstag 28.04. 11:30 - 13:00 Hörsaal 7 Hauptgebäude, Hochparterre, Stiege 7
Donnerstag 12.05. 11:30 - 13:00 Hörsaal 7 Hauptgebäude, Hochparterre, Stiege 7
Donnerstag 19.05. 11:30 - 13:00 Hörsaal 7 Hauptgebäude, Hochparterre, Stiege 7
Donnerstag 02.06. 11:30 - 13:00 Hörsaal 7 Hauptgebäude, Hochparterre, Stiege 7
Donnerstag 09.06. 11:30 - 13:00 Hörsaal 7 Hauptgebäude, Hochparterre, Stiege 7
Donnerstag 16.06. 11:30 - 13:00 Hörsaal 7 Hauptgebäude, Hochparterre, Stiege 7
Donnerstag 23.06. 11:30 - 13:00 Hörsaal 7 Hauptgebäude, Hochparterre, Stiege 7

Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Walter Benjamin fordert angesichts von Goethes Weimarer Arbeitszimmer, dass die Erneuerung der Philologie an Tisch und Stuhl ihren Anfang nehmen solle. Für Peter Handke sieht im Schreibtisch den gesuchten, noch nicht überschriebenen Freiraum für die Ansiedlung von Entwurfsgeschichten. Rilke beschreibt seinen Tisch als große fruchtbare Ebene Valéry als Landschaft, Benn als Mittelpunkt, Krechel als Einfallschneise, Flusser als noch nicht durchblicktes Chaos, Kamper als Schneefeld, für Werner Kofler ist der Schreibtisch ein Ort von Ohnmachtserfahrungen, Abstürzen und Niederlagen und Kafka mahnt, ein Schriftsteller dürfe sich nicht allzu weit von seinem Tisch entfernen, sein Dasein sei davon abhängig.

In dieser Vorlesung werden die Tische, an denen sich die Autoren der Moderne so gerne zeigen und die (bisweilen) leeren Stühle, die An- und Abwesenheit signalisieren, mit der Frage konfrontiert, welche Einsichten sich aus der literarischen Beschreibung der unmittelbar lokalen Umstände des Schreibens gewinnen lassen.

Indem die Autoren ihre Arbeitsplätze erforschen, erproben sie die Bedingungen möglicher Theoriebildung und setzen ihr Wissen über Schreibvorgänge in Szene. Bei aller Konstanz verändert sich die Szene und ihre Instrumentation mit der Zeit. Gegenstand der Vorlesung sind Texte des 18. bis 21. Jahrhundert sowie ein Exkurs in die Geschichte des Museums und des frühneuzeitlichen Studiolo.

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Klausur

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Für interessierte Studierende gibt es die Möglichkeit, sich mit vorbereiteten kleinen Aktivitäten (Responses, kleinen Lektüreaufgaben, Diskussionsbeiträgen) in die Vorlesung einzuschalten.

Prüfungsstoff

Der Prüfungsstoff geht aus den einzelnen Vorlesungen hervor.

Literatur

Basistexte werden auf Moodle bereitgestellt.

Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

(I 1242, I 2240, I 2900)
Teilnahmevoraussetzung im UF Deutsch Diplom
StEOP (I 1114 + StEOP LehrerInnenbildung)
Zur Äquivalenzliste geht es hier: http://spl-germanistik.univie.ac.at/uploads/media/Aequivalenzliste_LA_UF_Deutsch.pdf

Letzte Änderung: Mo 07.09.2020 15:31