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100019 VO NdL Ringvorlesung: Psychoanalytische Begriffe als "travelling concepts" in der Literaturwissenschaft (2017W)

4.00 ECTS (2.00 SWS), SPL 10 - Deutsche Philologie

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Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Sigmund Freuds vielfältiges Werk ist von unterschiedlichen Disziplinen und Theorien rezipiert worden, insbesondere in den Geistes- und Kulturwissenschaften ist der Einfluss der Psychoanalyse maßgeblich. Die Verknüpfungen zwischen Psychoanalyse und Literaturwissenschaft sind inhaltlicher und struktureller Art: Literarische Texte spielen als Medium der Inspiration, der Illustration und der Reflexion eine gewichtige Rolle in Freuds Theoriebildung; als ‚Redekur‘ baut die Psychoanalyse grundlegend auf narrativen Strukturen auf.
Ausgehend von der Auseinandersetzung mit ausgewählten psychoanalytischen Begriffen und ihrem Niederschlag und Weiterentwicklung in anderen Disziplinen werden die vielfältigen Beziehungen zwischen Psychoanalyse und Literaturwissenschaft aufgezeigt.

LV-Ziele: Nach Absolvierung der Lehrveranstaltung haben die Studierenden eine Einführung in ausgewählte Texte und Konzepte von Sigmund Freud erhalten. Sie sind in der Lage, nachzuvollziehen, wie die Erkenntnisse und Methodologie Freuds auch ein (knappes) Jahrhundert nach ihrer Entstehung für gegenwärtige Fragestellungen fruchtbar gemacht werden können. Sie können die Texte selbständig zusammenfassen und auf strukturierte Weise interpretieren, um sie für die eigene Forschungsarbeit zu verwenden.

ReferentInnen und Themenbereiche:

3. Oktober 2017: Daniela Finzi (Sigmund Freud Museum): Einführung und Organisatorisches

10.10.2017: Michael Rohrwasser (Institut für Germanistik): „Vorurteile und Ressentiments gegen psychoanalytische Literaturinterpretationen“

17.10.2017: Wolfgang Müller-Funk (EVSL): „TALKING CURE: DAS ERZÄHLEN“

24.10.2017: Markus Zöchmeister (Sigmund Freud PrivatUniversität): "DAS UNBEWUSSTE"

31.10.2017: Marlen Bidwell-Steiner (Institut für Romanistik): „VERSCHIEBUNG & VERDICHTUNG“

7.11.2017: Stefan Krammer (Institut für Germanistik): „IDENTITÄT“

14.11.2017: Anna Babka, Institut für Germanistik; „AMBIVALENZ. Szenen der Ambivalenz bei Freud, Butler und Bhabha“

21.11.2017: Victor Blüml (Universitätsklinik für Psychoanalyse und Psychotherapie): „TODESTRIEB“

28.11.2017: Christian Huber (Institut für Germanistik): „FALLGESCHICHTE“

5.12.2017: Rainer Köppl (Institut für Theater-, Film- und Medienwissenschaft):
„DAS UNHEIMLICHE“

12.12.2017: Hannes Schweiger (Institut für Germanistik):
„BIOGRAPHISCHE WAHRHEIT“

9.1.2018: Matthias Schmidt (Institut für Germanistik): „FETISCH“

16.1.2018: Ulrike Kadi (Institut für Philosophie): „KONSTRUKTIONEN“

23.1.2018: Konstanze Fliedl (Institut für Germanistik): „(TAG-)TRAUM

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

schriftliche Prüfung

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Prüfungsstoff

Literatur

Zu Vorlesungsbeginn liegt ein Reader, der bei Facultas im NIG erworben werden kann, vor.
Außerdem werden die Vorträge aufgezeichnet und sind via Moodle nachzuhören.

Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

(I 1242, I 2240, I 2900)
Teilnahmevoraussetzung im UF Deutsch Diplom
StEOP (I 1114 + StEOP LehrerInnenbildung)
Zur Äquivalenzliste geht es hier: http://spl-germanistik.univie.ac.at/uploads/media/Aequivalenzliste_LA_UF_Deutsch.pdf

Letzte Änderung: Do 05.09.2019 12:50