Universität Wien FIND

Auf Grund der COVID-19 Pandemie kann es bei Lehrveranstaltungen und Prüfungen auch kurzfristig zu Änderungen kommen. Informieren Sie sich laufend in u:find und checken Sie regelmäßig Ihre E-Mails.

Lesen Sie bitte die Informationen auf https://studieren.univie.ac.at/info.

100085 UE Theorien und Methoden der Literatur- und Kulturwissenschaften (2020W)

3.00 ECTS (2.00 SWS), SPL 10 - Deutsche Philologie
Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung

An/Abmeldung

Hinweis: Ihr Anmeldezeitpunkt innerhalb der Frist hat keine Auswirkungen auf die Platzvergabe (kein "first come, first served").

Details

max. 42 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

ACHTUNG: AB 3. NOVEMBER 2020 werden (vorerst) sämtliche Termine auf den Online-Modus umgestellt; weitere Hinweise über die Moodle-Plattform / das Moodle-Forum.

HINWEIS: Die Übung ist im Hybridmodus geplant: Nur nach Möglichkeit, d.h. entsprechen der Teilnehmerzahl und der aktuellen Covid 19-Maßnahmen, wird es als Präsenzveranstaltung stattfinden, wenn aber nötig, dann aufgeteilt in zwei Gruppen, die alternierend online und in persona am Seminar teilnehmen, oder gänzlich online. Um den Verlauf des Semesters gemeinsam planen zu können, beschränkt sich die erste Sitzung (Vorbesprechung) noch auf eine Online-Schaltung; bitte nutzen Sie hierzu den Collaborate-Button auf Moodle.

Dienstag 06.10. 09:45 - 11:15 Hörsaal 41 Gerda-Lerner Hauptgebäude, 1.Stock, Stiege 8
Dienstag 13.10. 09:45 - 11:15 Hörsaal 41 Gerda-Lerner Hauptgebäude, 1.Stock, Stiege 8
Dienstag 20.10. 09:45 - 11:15 Hörsaal 41 Gerda-Lerner Hauptgebäude, 1.Stock, Stiege 8
Dienstag 27.10. 09:45 - 11:15 Hörsaal 41 Gerda-Lerner Hauptgebäude, 1.Stock, Stiege 8
Dienstag 03.11. 09:45 - 11:15 Digital
Dienstag 10.11. 09:45 - 11:15 Digital
Dienstag 17.11. 09:45 - 11:15 Digital
Dienstag 24.11. 09:45 - 11:15 Digital
Dienstag 01.12. 09:45 - 11:15 Digital
Dienstag 15.12. 09:45 - 11:15 Digital
Dienstag 12.01. 09:45 - 11:15 Digital
Dienstag 19.01. 09:45 - 11:15 Digital
Dienstag 26.01. 09:45 - 11:15 Digital

Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Literarische Texte sind nicht bloß durch formale Qualitäten ausgezeichnet, durch einen reflexiven Sprachgebrauch oder einen fiktionalen Darstellungsmodus. Die Forschung der letzten Jahre und Jahrzehnte hat besonders das ‚Wissen der Literatur‘ in den Vordergrund gerückt. Denn zur Beschreibung etlicher Texte prägend und entscheidend ist ebenso die Art und Weise, wie sie bestimmte Wissensformen aufnehmen, bearbeiten und kommunizieren, um damit zur Ausbildung oder auch Kritik an bestimmten Erkenntnistraditionen und -kulturen, an historischen, politischen oder pädagogischen Vorstellungen beizutragen.

Einerseits können literarische Texte theologische, politische, juristische und ökonomische Diskurse aufgreifen oder die Geltung und Genese naturwissenschaftlicher Kenntnisse reflektieren; andererseits sind an der Ausbildung des theologischen, politischen und institutionell oder disziplinär etablierten Wissens immer schon gewisse Gattungsmuster sowie bestimmte rhetorische, narrative und ästhetische Mittel beteiligt. Deshalb betrifft die Poetologie des Wissens (die ‚Lehre von der Verfertigung von Wissensformen‘) die Formulierung etablierter Kenntnisse ebenso wie die Entwicklung literarischer Schreibweisen – Literatur und Wissen greifen von jeher ineinander.

Das Seminar soll das ‚Wissen der Literatur‘ theoretisch und methodologisch thematisieren, indem es zunächst in Forschungsprogramme wie die der Diskursanalyse (Michel Foucault) oder Metaphorologie (Hans Blumenberg) einführt; indem es dann einige wissensgeschichtliche Modellanalysen diskutiert; und indem es zuletzt Texte von Goethe und Stifter bis hin zu Kafka und Musil in wissenspoetologischer Perspektive untersucht.

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Erwartet wird – neben der aktiven und regelmäßigen Teilnahme – die Mitwirkung in einer Expertengruppe, die den Stoff einer Sitzung aufbereitet und präsentiert; mindestens eine Respondenz zur Präsentation einer anderen Expertengruppe; und nach Semesterende eine knappe, essayistische Hausarbeit mit einem Thema nach Absprache.

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

- regelmäßige und aktive Teilnahme
- Lektüre und Vorbereitung entsprechend des Arbeitsplans
- Impulsreferat und Teilnahme in Expertengruppe mit Diskussionsleitung
- zudem (aktive) Teilnahme an einer Respondentengruppe
- Essay (nach Absprache über Thema und Umfang)

- aktive Teilnahme, Input/Expertengruppe und Essay werden für die Gesamtnote zu gleichen Teilen gewichtet

Prüfungsstoff

Semesterprogramm

Literatur

Der Hauptteil der Texte wird nach Möglichkeit über Moodle bereitgestellt

Literaturhinweis: Joseph Vogl, „Einleitung“, in: Ders. (Hg.), Poetologien des Wissens um 1800, München 1999, S. 7-16.

Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

Letzte Änderung: Di 02.11.2021 14:28