Universität Wien FIND

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100094 UE DaZ: Sprachliche Bildung und Sprachförderung (2016W)

3.00 ECTS (2.00 SWS), SPL 10 - Deutsche Philologie
Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung
PH-NÖ

An/Abmeldung

Details

max. 45 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

Mittwoch 05.10. 11:30 - 13:00 (ehem.Übungsraum 2 Germanistik Hauptgebäude, 2. Stock, Stiege 9)
Mittwoch 12.10. 11:30 - 13:00 (ehem.Übungsraum 2 Germanistik Hauptgebäude, 2. Stock, Stiege 9)
Mittwoch 19.10. 11:30 - 13:00 (ehem.Übungsraum 2 Germanistik Hauptgebäude, 2. Stock, Stiege 9)
Mittwoch 09.11. 11:30 - 13:00 (ehem.Übungsraum 2 Germanistik Hauptgebäude, 2. Stock, Stiege 9)
Mittwoch 16.11. 11:30 - 13:00 (ehem.Übungsraum 2 Germanistik Hauptgebäude, 2. Stock, Stiege 9)
Mittwoch 23.11. 11:30 - 13:00 (ehem.Übungsraum 2 Germanistik Hauptgebäude, 2. Stock, Stiege 9)
Mittwoch 30.11. 11:30 - 13:00 (ehem.Übungsraum 2 Germanistik Hauptgebäude, 2. Stock, Stiege 9)
Mittwoch 07.12. 11:30 - 13:00 (ehem.Übungsraum 2 Germanistik Hauptgebäude, 2. Stock, Stiege 9)
Freitag 09.12. 16:45 - 21:00 (ehem.Übungsraum 1 Germanistik Hauptgebäude, 2.Stock, Stiege 9)
Mittwoch 14.12. 11:30 - 13:00 (ehem.Übungsraum 2 Germanistik Hauptgebäude, 2. Stock, Stiege 9)
Mittwoch 11.01. 11:30 - 13:00 (ehem.Übungsraum 2 Germanistik Hauptgebäude, 2. Stock, Stiege 9)
Mittwoch 18.01. 11:30 - 13:00 (ehem.Übungsraum 2 Germanistik Hauptgebäude, 2. Stock, Stiege 9)
Mittwoch 25.01. 11:30 - 13:00 (ehem.Übungsraum 2 Germanistik Hauptgebäude, 2. Stock, Stiege 9)

Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Unumstößlich sind sprachliche Kompetenzen und formale Bildungsabschlüsse miteinander verbunden. Schüler*innen bei der Aneignung sprachlicher Register (wie z. B. Bildungssprache) zu unterstützen, liegt im Verantwortungsbereich von (Deutsch-)Lehrer*innen. Das Ziel der Lehrveranstaltung ist es, gemeinsam und auf Grundlage von einschlägiger Literatur zu Sprache, Sprachaneignung, Schule und Migrationsgesellschaft Angebote zur Sprachvermittlung zu erarbeiten, die zum Bildungserfolg von Schüler*innen beitragen. Zu diesem Zweck setzen sich die Studierenden mit sprachlicher Bildung und Sprachförderung aus migrationspädagogischer Perspektive auseinander.
Angesichts der gesetzlichen Vorgabe, dass prinzipiell die deutsche Sprache die Unterrichtsprache in Österreich ist (vgl. § 16 SchUG Unterrichtssprache), stellen sich für Pädagog*innen bei ihrer Arbeit mit sprachlich heterogenen Lerngruppen folgende Fragen zur Vermittlung deutschsprachlicher Kompetenzen:
1. Wie und wodurch eigenen sich Sprecher*innen (weitere) Sprachen und Register an?
2. Wie kann im Unterricht mit Schüler*innen mit Deutsch als Erstsprache und Schüler*innen, die sich Deutsch als Zweitsprache aneignen, gearbeitet werden, ohne Sprecher*innen zu überhöhen oder zu diskriminieren, sondern deutschsprachlich zu fördern?
3. Welche Bedeutung haben alltags-, bildungs- und fachsprachliche (Deutsch-)Kompetenzen in schulischen Kontexten?
4. Wie und wodurch können die sprachlichen Ressourcen aller Schüler*innen im Klassenverband für den Auf- und Ausbau deutschsprachlicher Kompetenzen genutzt werden?
5. Wie und wodurch kann der Sprachstand im Deutschen diagnostiziert werden?
6. Welche Förderungsbedarfe können von Sprachstandsdiagnosen abgeleitet werden?
7. Wie und wodurch kann deutschsprachliche Förderung im Fachunterricht Platz finden?
8. Welchen Einfluss haben Lehrer*innen auf die Aneignung von Sprache/Register und dem damit verbundenen Bildungserfolg?

Dieser Fragenkatalog bildet die Basis dieser Lehrveranstaltung und wird in Einzelarbeit, Kleingruppenarbeit und im Plenum theoriegeleitet, praxisorientiert sowie zuschreibungsreflexiv aufgearbeitet. Bei einem Minipraktikum ergibt sich die Gelegenheit, erworbene Kenntnisse im Unterricht anzuwenden.

Themenauswahl:

- Kognitionswissenschaftliche und Sozialwissenschaftliche Grundlagen zur Sprachaneignung im Kontext schulischer Bildung
- Bildungssprache, Fachsprache und Register in Schule und in der Migrationsgesellschaft
- Migrationspädagogische Zugänge und methodisch-didaktische Linien
- Durchgängige Sprachbildung
- Diagnoseverfahren, Förderkonzepte, -modelle und -methoden im Überblick
- Erarbeitung von DaZ-Förderplänen

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

- Anwesenheit und Partizipation am Seminargeschehen als Voraussetzung
- Impulsreferate, Präsentationen, diverse Arbeitsaufträge und dokumentierte Vorbereitung von Lektüre
- Abschlussklausur
- Seminararbeit (gerne in Teamarbeit, Abgabetermin: 31. 1. 2017)
- Minipraktikum (Hospitation und Arbeitsaufträge) und einer damit verbundenen Kurzpräsentation

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Um die Lehrveranstaltung positiv abzuschließen, müssen mindestens 60 von 100 Punkten erreicht werden.

Prüfungsstoff

Die Lehrveranstaltung ist prüfungsimmanent. Weiters sind kennengelernte Konzepte, Modelle und Methoden umzusetzen.

Literatur

Literaturhinweise werden auf Moodle bereitgestellt.

Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

(I 1222)
Teilnahmevoraussetzung im UF Deutsch Diplom:
StEOP (I 1114 + StEOP LehrerInnenbildung)
I 1111; I 1112; I 1117
Zur Äquivalenzliste geht es hier: http://spl-germanistik.univie.ac.at/uploads/media/Aequivalenzliste_LA_UF_Deutsch.pdf

Letzte Änderung: Mo 07.09.2020 15:56