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Achtung! Das Lehrangebot ist noch nicht vollständig und wird bis Semesterbeginn laufend ergänzt.

100100 PS ÄdL: Althochdeutsch (2019S)

4.00 ECTS (2.00 SWS), SPL 10 - Deutsche Philologie
Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung

Details

max. 35 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

Dienstag 05.03. 13:15 - 14:45 Seminarraum 2 Tiefparterre Hauptgebäude Stiege 9 Hof 3
Dienstag 19.03. 13:15 - 14:45 Seminarraum 2 Tiefparterre Hauptgebäude Stiege 9 Hof 3
Dienstag 26.03. 13:15 - 14:45 Seminarraum 2 Tiefparterre Hauptgebäude Stiege 9 Hof 3
Dienstag 02.04. 13:15 - 14:45 Seminarraum 2 Tiefparterre Hauptgebäude Stiege 9 Hof 3
Dienstag 09.04. 13:15 - 14:45 Seminarraum 2 Tiefparterre Hauptgebäude Stiege 9 Hof 3
Dienstag 30.04. 13:15 - 14:45 Seminarraum 2 Tiefparterre Hauptgebäude Stiege 9 Hof 3
Dienstag 07.05. 13:15 - 14:45 Seminarraum 2 Tiefparterre Hauptgebäude Stiege 9 Hof 3
Dienstag 14.05. 13:15 - 14:45 Seminarraum 2 Tiefparterre Hauptgebäude Stiege 9 Hof 3
Dienstag 21.05. 13:15 - 14:45 Seminarraum 2 Tiefparterre Hauptgebäude Stiege 9 Hof 3
Dienstag 28.05. 13:15 - 14:45 Seminarraum 2 Tiefparterre Hauptgebäude Stiege 9 Hof 3
Dienstag 04.06. 13:15 - 14:45 Seminarraum 2 Tiefparterre Hauptgebäude Stiege 9 Hof 3
Dienstag 18.06. 13:15 - 14:45 Seminarraum 2 Tiefparterre Hauptgebäude Stiege 9 Hof 3
Dienstag 25.06. 13:15 - 14:45 Seminarraum 2 Tiefparterre Hauptgebäude Stiege 9 Hof 3

Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Vermittlung von Grundkenntnissen der althochdeutschen Sprache und Literatur vor dem Hintergrund der klösterlichen Schreibkultur des 8.-11. Jahrhunderts.
Der 'althochdeutsche Tatian' ist eine im 2. Viertel des 9. Jahrhunderts angefertigte althochdeutsche Übersetzung einer ins Lateinische übertragenen Evangelienharmonie des Syrers Tatian. Es handelt sich um ein Leben Jesu, zusammengestellt anhand von Zitaten aus allen vier Evangelien. Der Text ist vollständig erhalten in einer zweispaltig (lat. + ahd.) angelegten Handschrift, die heute in St. Gallen liegt. Da der Lautstand dieses Textes seit dem 19. Jahrhundert die Paradigmen der althochdeutschen Grammatiken und die Ansätze in den Wörterbüchern bestimmt und zudem der Bibeltext leicht verständlich ist, eignet er sich besonders gut als Einstieg ins Althochdeutsche. Im Kurs werden wir ausgewählte Kapitel lesen und uns mit der Grammatik der hochdeutschen Sprache des 8. bis 11. Jahrhunderts vertraut machen; auch der kulturelle Hintergrund und die Überlieferung werden thematisiert.
Gemeinsame Lektüre, Dozentenvortrag

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Regelmäßige mündliche Mitarbeit, Seminararbeit (eigenständig erarbeitete sprachliche Analyse eines Textabschnittes).

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Eine Mittelhochdeutsch-Übung sollte erfolgreich absolviert sein, um am Seminar teilnehmen zu können. Die dort behandelten Begriffe (Ablautreihen, Präteritopräsentien etc.) werden als bekannt vorausgesetzt.
Beurteilt wird, wie kompetent Sie wissenschaftliche Hilfsmittel (Wörterbücher, Grammatiken, kritische Editionen, Digitalisate etc.) verwenden und damit philologisch arbeiten können.

Prüfungsstoff

Literatur

Die Tatian-Ausgabe wird in Auszügen per Moodle bereitgestellt, zur Grammatik gibt es Handouts in den einzelnen Sitzungen.
Einen lehrreichen Vergleich mit anderen Sprachstufen des Deutschen bietet: Wilhelm Braune, Abriss der althochdeutschen Grammatik. Mit Berücksichtigung des Altsächsischen, 15., verb. Auflage bearb. von Ernst A. Ebbinghaus, Tübingen 1989 (Sammlung kurzer Grammatiken germanischer Dialekte. C: Abrisse 1). Als e-book in der UB.
Einführungen ins Ahd.:
Althochdeutsche Literatur. Eine kommentierte Anthologie. Übersetzt, herausgegeben und kommentiert von Stephan Müller, Stuttgart 2007 (RUB 18491).
Stefan Sonderegger, Althochdeutsche Sprache und Literatur. Eine Einführung in das älteste Deutsch. Darstellung und Grammatik. Dritte, durchgesehene und wesentlich erweiterte Auflage, Berlin/New York 2003 (de Gruyter Studienbuch).
Eckhard Meineke unter Mitarbeit von Judith Schwerdt, Einführung in das Althochdeutsche, Paderborn 2001 (UTB 2167).
Althochdeutsche und altsächsische Literatur (De Gruyter Lexikon), hg. v. Rolf Bergmann, Berlin 2013 (als e-book in der UB).

Links:
St. Galler Handschrift, Startseite:
http://www.e-codices.unifr.ch/de/list/one/csg/0056
Beginn des ahd. Textes im Digitalisat:
http://www.e-codices.unifr.ch/de/csg/0056/25/medium
Katalogisat im 'Paderborner Repertorium':
http://www.paderborner-repertorium.de/16961

Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

(I 1232, I 2900)
Teilnahmevoraussetzung im UF Deutsch Diplom:
StEOP (I 1114 + StEOP LehrerInnenbildung)
I 1111; I 1112; I 1117; I 1119
Zur Äquivalenzliste geht es hier: https://spl10.univie.ac.at/fileadmin/user_upload/s_spl10/Aequivalenzliste-abWS15.pdf

Letzte Änderung: Mi 03.07.2019 08:07