Universität Wien FIND

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100126 MA Ältere deutsche Literatur: Alexander in der mittellateinischen und mittelhochdeutschen Dichtung (2011W)

8.00 ECTS (2.00 SWS), SPL 10 - Deutsche Philologie
Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung

An/Abmeldung

Details

max. 30 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

Donnerstag 06.10. 17:15 - 18:45 Seminarraum I Germanistik Hauptgebäude, 1.Stock/Unterteilung, Stiege 7a über Stiege 9
Donnerstag 13.10. 17:15 - 18:45 Seminarraum I Germanistik Hauptgebäude, 1.Stock/Unterteilung, Stiege 7a über Stiege 9
Donnerstag 20.10. 17:15 - 18:45 Seminarraum I Germanistik Hauptgebäude, 1.Stock/Unterteilung, Stiege 7a über Stiege 9
Donnerstag 27.10. 17:15 - 18:45 Seminarraum I Germanistik Hauptgebäude, 1.Stock/Unterteilung, Stiege 7a über Stiege 9
Donnerstag 03.11. 17:15 - 18:45 Seminarraum I Germanistik Hauptgebäude, 1.Stock/Unterteilung, Stiege 7a über Stiege 9
Donnerstag 10.11. 17:15 - 18:45 Seminarraum I Germanistik Hauptgebäude, 1.Stock/Unterteilung, Stiege 7a über Stiege 9
Donnerstag 17.11. 17:15 - 18:45 Seminarraum I Germanistik Hauptgebäude, 1.Stock/Unterteilung, Stiege 7a über Stiege 9
Donnerstag 24.11. 17:15 - 18:45 Seminarraum I Germanistik Hauptgebäude, 1.Stock/Unterteilung, Stiege 7a über Stiege 9
Donnerstag 01.12. 17:15 - 18:45 Seminarraum I Germanistik Hauptgebäude, 1.Stock/Unterteilung, Stiege 7a über Stiege 9
Donnerstag 15.12. 17:15 - 18:45 Seminarraum I Germanistik Hauptgebäude, 1.Stock/Unterteilung, Stiege 7a über Stiege 9
Donnerstag 12.01. 17:15 - 18:45 Seminarraum I Germanistik Hauptgebäude, 1.Stock/Unterteilung, Stiege 7a über Stiege 9
Donnerstag 19.01. 17:15 - 18:45 Seminarraum I Germanistik Hauptgebäude, 1.Stock/Unterteilung, Stiege 7a über Stiege 9
Donnerstag 26.01. 17:15 - 18:45 Seminarraum I Germanistik Hauptgebäude, 1.Stock/Unterteilung, Stiege 7a über Stiege 9

Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Alexander der Große hat bereits kurz nach seinem Tode die literarische Imagination fasziniert, Berichte über den Makedonenkönig gehören seitdem (und bis zur Gegenwart) zum Erzählrepertoire. Dabei mischt sich schon in den frühesten Quellen Historisches und Wunderbares, die Eingliederung in die Heilsgeschichte machte Alexander auch für das christliche Mittelalter zu einem akzeptablen Erzählgegenstand. Im Seminar wollen wir uns dem gesamteuropäischen Phänomen Alexander aus zwei Perspektiven nähern.
In der mittellateinischen Literatur ist die Alexandreis des Walter von Châtillon eine der in ihrer Zeit einflussreichsten Versionen und soll in ihrer intertextuellen Faktur im Laufe des Seminars im close reading ausgewählter Passagen ausführlich erarbeitet werden: In gemeinsamer Lektüre, aber auch in Referaten soll aus der Kombination von intra- und intertextueller Betrachtungsweise (Auseinandersetzung Walters mit lateinischen Bezugstexten, im besonderen mit Vergil; Lukan, Curtius) eine literarische Gesamtinterpretation dieses Epos gewonnen werden, die Gegenwartsbezüge mitberücksichtigt.
Die Situation in der mittelhochdeutschen Literatur ist dadurch gekennzeichnet, dass viele Alexanderromane (meist Übersetzungen unterschiedlicher lateinischer Vorlagen) auf sehr unterschiedlichem poetischen Niveau nebeneinander existieren; auch der Umfang der Romane und die überlieferten Episoden variieren extrem. Im Seminar sollen einzelne Kernszenen ausgewählter mittelhochdeutschen Alexanderromane gelesen und analysiert werden (u.a. Rudolfs von Ems Alexander, Der große Alexander), die Auswahl erlaubt entweder den direkten Vergleich mit dem mittellateinischen Text oder ergänzt diesen; jedenfalls wird ein Einblick in die vielfältige mittelalterliche Alexanderüberlieferung ermöglicht.
Das Seminar ist sowohl für Germanisten als auch für Studierende der Latinistik wählbar. STUDIERENDE DER LATINISTIK ERHALTEN FÜR DAS SEMINAR 10 ECTS; SIE MÜSSEN DAFÜR EINE ZUSÄTZLICHE SEMINARARBEIT ABGEBEN.

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Referat / Arbeitsgruppenpräsentation, schriftliche Hausarbeit / Seminararbeit.

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Das Seminar gibt eine Überblick über Höhen und Tiefen der mittelalterlichen Alexanderrezeption. Außerdem ermöglicht es komparatistische Perspektiven auf die komplexe hochmittelalterliche Literatur und ihre Verflechtungen.

Prüfungsstoff

Textanalyse, close reading, gemeinsame Seminardiskussion ausgewählter Textpassagen; Referate / Arbeitsgruppenpräsentationen der Studierenden.

Literatur

Auszüge aus mittelhochdeutschen Alexanderromanen werden zu Beginn der Seminars in einem Reader zur Verfügung gestellt, ebenso ausgewählte Passagen der Alexandreis Walters von Châtillon.

Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

(I 2160, I 2900)

Letzte Änderung: Mo 07.09.2020 15:32