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Jetzt impfen lassen für ein sicheres Miteinander im Herbst!

Um allen Angehörigen der Universität Wien einen guten und sicheren Semesterbeginn zu ermöglichen, gibt es von Samstag, 18. September, bis Montag, 20. September die Möglichkeit einer COVID-19-Impfung ohne Terminvereinbarung am Campus der Universität Wien. Details unter https://www.univie.ac.at/ueber-uns/weitere-informationen/coronavirus/.

Achtung! Das Lehrangebot ist noch nicht vollständig und wird bis Semesterbeginn laufend ergänzt.

100160 SE Masterseminar NdL: Österreichische Literatur im Ständestaat und Exil (2021S)

6.00 ECTS (2.00 SWS), SPL 10 - Deutsche Philologie
Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung
DIGITAL

An/Abmeldung

Hinweis: Ihr Anmeldezeitpunkt innerhalb der Frist hat keine Auswirkungen auf die Platzvergabe (kein "first come, first served").

Details

max. 30 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

Freitag 05.03. 09:45 - 11:15 Digital
Freitag 19.03. 09:45 - 11:15 Digital
Freitag 26.03. 09:45 - 11:15 Digital
Freitag 16.04. 09:45 - 11:15 Digital
Freitag 23.04. 09:45 - 11:15 Digital
Freitag 30.04. 09:45 - 11:15 Digital
Freitag 07.05. 09:45 - 11:15 Digital
Freitag 14.05. 09:45 - 11:15 Digital
Freitag 21.05. 09:45 - 11:15 Digital
Freitag 28.05. 09:45 - 11:15 Digital
Freitag 04.06. 09:45 - 11:15 Digital
Freitag 11.06. 09:45 - 11:15 Digital
Freitag 18.06. 09:45 - 11:15 Digital
Freitag 25.06. 09:45 - 11:15 Digital

Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Das literarische Leben in Österreich 1833-1945 war gekennzeichnet durch verschärfte politische Auseinandersetzungen zwischen dem rechten Lager, das sich ab 1933 rasch mit der nazistischen Kulturpolitik arrangierte (und heute (zum Glück vergessen ist und nur am Beginn des Seminars kurz vorgestellt wird) und den liberal-demokratisch gesinnten Autorinnen, die auch im Ständestaat kaum mehr publizieren konnten bzw. zu für die Zensur schwer fassbaren Chiffrierungen greifen musste. Ab 1934 blieben jener österreichischen AutorInnenriege, die zurecht noch heute Interesse beanspruchen, nur mit Exilzeitschriften und –verlage und der erzwungene Gang ins Exil. Die meisten Primärtexte (mit * versehen) sind auf moodle als Digitalisate bereitgestellt.

Texte

01 Mela Hartwig: Die Kündigung. Der Meineid. Das Wunder von Ulm. [1933-66] In.: M.H.: Das Verbrechen. Graz: Droschl 2004.*
02 Joseph Roth: Der Antichrist. Essay. Amsterdam: Allert de Lange 1934.*
03 Maria Lazar: [Esther Grenen]: Leben verboten! Roman [1933]. Wien: DVB Verlag 2020.
04 Maria Lazar [Esther Grenen]: Die Eingeborenen von Maria Blut. [1937]. Wien: DVB Verlag ²2020
05 Hermynia Zur Mühlen: Unsere Töchter, die Nazinen. (ED 1934) Wien: Promedia 2000*
06 Robert Musil: Die Amsel. In: Nachlaß zu Lebzeiten. Zürich: Humanitas Verlag 1936.*
07 Franz Nabl: Der Fund. [1937]. In: F.N.: Der Griff ins Dunkel. Erzählungen. Wien, Darmstadt: deutsche Buchgemeinschaft o. J.*
08 Jura Soyfer: So starb eine Partei. [1935ff] in: J. S. Das Gesamtwerk. Prosa. Hrsg. v. H. Jarka. Wien u.a.: Europa Verlag 1984, S. 94-222.*
09 Maria Leitner: Elisabeth, ein Hitlermädchen. [1937] Erz. Prosa, Reportagen und Berichte. Berlin, Weimar: Aufbau Verl. 1985*
10 Anna Gmeyner: Manja. Roman um fünf Kinder. Amsterdam. Querido Verlag 1938*
11 Veza Canetti: Die Schildkröten [1938]. Frankfurt: Fischer 2011
12 Joseph Roth: Die Kapuzinergruft. Roman. Bilthoven: De Gemeenschap 1938*

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Prüfungsimmanente Lehrveranstaltungen aus dem Angebot der SPL10 sind grundsätzlich anwesenheitspflichtig.

Umfang der Abschlussarbeiten: Seminararbeiten 25 Seiten Haupttext

Prüfungsstoff

w. o.

Literatur

• Christa Gürtler: Erfolg und Verfolgung. Österreichische Schriftstellerinnen 1918-1945. Fünfzehn Porträts und Texte. Salzburg: Residenz 2002
• Hilde Spiel: Eine Einführung. In: Kindlers Literaturgeschichte der Gegenwart. Autoren–Werke–Themen-Tendenzen seit 1945. Die zeitgenössische Literatur Österreichs. Aktualisierte [2.] Ausgabe. 2 Bde.
• Friedbert Aspetsberger: Literarisches Leben im Austrofaschismus. Der Staatspreis. Königstein: Hain 1980.
• Klaus Amann: P.E.N. Politik. Emigration. Nationalsozialismus. Wien, Köln, Graz: Böhlau 1984; Der Anschluß der österreichischen Schriftsteller an das Dritte Reich. Institutionelle und bewußtseinsgeschichtliche Aspekte. Frankfurt: Athenäum 1988.
• Alfred Pfoser: Literatur und Austromarxismus. Wien: Löcker 1980.
• Aufbruch und Untergang. Österreichische Kultur zwischen 1918 und 1938. Hrsg. v. Franz Kadrnoska. Wien: Europa Verl. 1981.
• Österreichische Literatur der dreißiger Jahre. Ideologische Verhältnisse – Institutionelle Voraussetzungen. Fallstudien. Hrsg. v. Albert Berger u. Klaus Amann. Wien, Köln, Graz: Böhlau 1985.
• Macht, Literatur, Krieg. Österreichische Literatur im Nationalsozialismus. Hrsg. v. Uwe Baur, Karin Gradwohl-Schlacher u. Sabine Fuchs. Wien: Köln, Weimar 1998.
• Wendelin Schmidt-Dengler: Ohne Nostalgie. Zur österreichischen Literatur der Zwischenkriegszeit. Wien, Köln, Weimar: Böhlau 2002.
• Klaus Amann: Literaturbetrieb 1938-1945. Vermessungen eines unerforschten Gebietes. In: NS-Herrschaft in Österreich 1938-1945. Hrsg. v. Emmerich Tálos, Ernst Hanisch u. Wolfgang Neugebauer. Wien: Verl. f. Gesellschaftskritik 1988, S. 283-299.
• Literatur der Inneren Emigration aus Österreich. Hrsg. v. Johann Holzner u. Karl Müller. Wien: Döcker 1998
• Alexander Stephan: Die deutsche Exilliteratur 1933-1945. München: C.H. Beck 1979
• Bettina Bannasch und Gerhild Rochus (Hrsg.): Handbuch der deutschsprachigen Exilliteratur. Von Heinrich Heine bis Herta Müller. De Gruyter 2013

Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

Letzte Änderung: Mi 21.04.2021 15:48