Universität Wien FIND

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100162 VO Neuere deutsche Literatur: Trümmerliteratur revisited (2012W)

4.00 ECTS (2.00 SWS), SPL 10 - Deutsche Philologie

Details

max. 999 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch

Prüfungstermine

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

Donnerstag 18.10. 15:00 - 16:30 Hörsaal 32 Hauptgebäude, 1.Stock, Stiege 9
Freitag 19.10. 18:00 - 21:30 Hörsaal 31 Hauptgebäude, 1.Stock, Stiege 9
Hörsaal 50 Hauptgebäude, 2.Stock, Stiege 8
Donnerstag 25.10. 15:00 - 16:30 Hörsaal 32 Hauptgebäude, 1.Stock, Stiege 9
Donnerstag 08.11. 15:00 - 16:30 Hörsaal 32 Hauptgebäude, 1.Stock, Stiege 9
Donnerstag 15.11. 15:00 - 16:30 Hörsaal 32 Hauptgebäude, 1.Stock, Stiege 9
Donnerstag 22.11. 15:00 - 16:30 Hörsaal 32 Hauptgebäude, 1.Stock, Stiege 9
Donnerstag 29.11. 15:00 - 16:30 Hörsaal 32 Hauptgebäude, 1.Stock, Stiege 9
Donnerstag 06.12. 15:00 - 16:30 Hörsaal 32 Hauptgebäude, 1.Stock, Stiege 9
Donnerstag 13.12. 15:00 - 16:30 Hörsaal 32 Hauptgebäude, 1.Stock, Stiege 9
Donnerstag 10.01. 15:00 - 16:30 Hörsaal 32 Hauptgebäude, 1.Stock, Stiege 9
Donnerstag 17.01. 15:00 - 16:30 Hörsaal 32 Hauptgebäude, 1.Stock, Stiege 9
Donnerstag 24.01. 15:00 - 16:30 Hörsaal 32 Hauptgebäude, 1.Stock, Stiege 9

Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

"Die ersten schriftstellerischen Versuche unserer Generation nach 1945 hat man als Trümmerliteratur bezeichnet, man hat sie damit abzutun versucht. Wir haben uns gegen diese Bezeichnung nicht gewehrt, weil sie zu Recht bestand: tatsächlich, die Menschen, von denen wir schrieben, lebten in Trümmern, sie kamen aus dem Kriege, Männer und Frauen in gleichem Maße verletzt, auch Kinder. Und sie waren scharfäugig: sie sahen. [...] Wir schrieben also vom Krieg her, von der Heimkehr und dem, was wir im Krieg gesehen hatten und bei der Heimkehr vorfanden: von Trümmern." (Heinrich Böll: Bekenntnis zur Trümmerliteratur, 1952).
Die Vorlesung wird sich genau damit beschäftigen, was die als "Trümmerliteratur" bezeichneten Texte der Jahre unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg an menschlichen und materiellen, emotionalen und moralischen Verwüstungen "gesehen" haben - und was nicht. Und mit der Frage, wie sich über Krieg, Holocaust und Nachkriegselend überhaupt schreiben ließ, welche literarischen Verfahren hier angewandt wurden, welche Traditionen und Modelle fortgesetzt oder neu entworfen wurden. Dazu soll einerseits ein neuer, kritischer Blick auf die klassischen Texte der Nachkriegszeit von Wolfgang Borchert, Heinrich Böll, Alfred Andersch und anderen geworfen werden. Andererseits sollen auch bislang wenig beachtete, vergessene und verdrängte Texte von Autoren wie Robert Neumann, Reinhard Federmann oder Gert Ledig vorgestellt werden.

Achtung: Sondertermin der Vorlesung: Am 19.10.2012 gibt es um 18h im Hörsaal 31 eine Filmvorführung mit anschließendem Gespräch. Gezeigt wird Roberto Rosselinis berühmter Spielfilm "Deutschland im Jahre null" (1947).

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Abschlussprüfung

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Prüfungsstoff

Literatur

Zentrale Literatur:
Heinrich Böll: Der Engel schwieg.
- Wanderer, kommst du nach Spa...
Wolfgang Borchert: Draußen vor der Tür und ausgewählte Erzählungen.
Reinhard Federmann: Chronik einer Nacht.
Elisabeth Langgässer: Der Torso.
Gert Ledig: Vergeltung.
Robert Neumann: Die Kinder von Wien.
Hans Erich Nossack: Nekya / Der Untergang.
Hans Werner Richter: Deine Söhne Europa.
Arno Schmidt: Leviathan oder Die beste der Welten.
- Brand's Haide.
Wolfdietrich Schnurre: Man sollte dagegen sein.
W.G. Sebald: Luftkrieg und Literatur.

Zur Vorbereitung empfohlen:
Heinrich Böll: Bekenntnis zur Trümmerliteratur In: ders.: Werke. Kölner Ausgabe. Band 6: 1952-1953. Hg. von Àrpàd Bernàth i. Zus.arb. m. Annamària Gyuràcz. Köln: Kiepenheuer & Witsch 2007, S. 58-62.
Hans Magnus Enzensberger (Hg.): Europa in Ruinen. Augenzeugenberichte aus den Jahren 1944-1948.

Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

(I 1242, I 2240, I 2900)

Letzte Änderung: Mo 07.09.2020 15:32