Universität Wien FIND

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100175 MA Neuere deutsche Literatur: Die österreichische Literatur im Kalten Krieg. Texte und Kontexte (2010W)

8.00 ECTS (2.00 SWS), SPL 10 - Deutsche Philologie
Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung

An/Abmeldung

Hinweis: Ihr Anmeldezeitpunkt innerhalb der Frist hat keine Auswirkungen auf die Platzvergabe (kein "first come, first served").

Details

max. 30 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

Dienstag 05.10. 15:30 - 17:00 (ehem.Übungsraum 3 Germanistik Hauptgebäude, 2.Stock, Stiege 5)
Dienstag 12.10. 15:30 - 17:00 (ehem.Übungsraum 3 Germanistik Hauptgebäude, 2.Stock, Stiege 5)
Dienstag 19.10. 15:30 - 17:00 (ehem.Übungsraum 3 Germanistik Hauptgebäude, 2.Stock, Stiege 5)
Dienstag 09.11. 15:30 - 17:00 (ehem.Übungsraum 3 Germanistik Hauptgebäude, 2.Stock, Stiege 5)
Dienstag 16.11. 15:30 - 17:00 (ehem.Übungsraum 3 Germanistik Hauptgebäude, 2.Stock, Stiege 5)
Dienstag 23.11. 15:30 - 17:00 (ehem.Übungsraum 3 Germanistik Hauptgebäude, 2.Stock, Stiege 5)
Dienstag 30.11. 15:30 - 17:00 (ehem.Übungsraum 3 Germanistik Hauptgebäude, 2.Stock, Stiege 5)
Dienstag 07.12. 15:30 - 17:00 (ehem.Übungsraum 3 Germanistik Hauptgebäude, 2.Stock, Stiege 5)
Dienstag 14.12. 15:30 - 17:00 (ehem.Übungsraum 3 Germanistik Hauptgebäude, 2.Stock, Stiege 5)
Dienstag 11.01. 15:30 - 17:00 (ehem.Übungsraum 3 Germanistik Hauptgebäude, 2.Stock, Stiege 5)
Dienstag 18.01. 15:30 - 17:00 (ehem.Übungsraum 3 Germanistik Hauptgebäude, 2.Stock, Stiege 5)
Dienstag 25.01. 15:30 - 17:00 (ehem.Übungsraum 3 Germanistik Hauptgebäude, 2.Stock, Stiege 5)

Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Der Systemkonflikt des Kalten Krieges betraf vom Ende des 2. Weltkrieges bis zum Fall des "Eisernen Vorhangs" alle Bereiche des öffentlichen und privaten Lebens in Europa. Der Historiker Bernd Stöver beschreibt ihn als "permanenten und aktiv betriebenen 'Nicht-Frieden', in dem die Auseinandersetzung politisch-ideologisch, ökonomisch, technologisch-wissenschaftlich, kulturell-sozial und militärisch geführt wurde." Auch das Feld der Literatur war vom Kalten Krieg geprägt, besonders in Österreich, das sich genau an der Grenze zwischen den verfeindeten Blöcken befand. Auf die Frage, wie sich die österreichische Literatur mit diesem die Nachkriegszeit so prägenden Phänomen auseinander gesetzt hat, erhielt man in der Literaturgeschichtsschreibung allerdings bislang eine Fehlanzeige. Das hat mit literaturhistorischen Klischees und fest eingeführten Epochenbegriffen ebenso zu tun wie mit spezifischen Kanonisierungsprozessen. Nichtsdestotrotz gab es in Österreich Gedichte, Theaterstücke und Romane, die sich mit dem Kalten Krieg beschäftigt haben. Auf der Basis dieser vergessenen, verdrängten, unterschätzten Texte werden wir im Seminar einen neuen Blick auf die Literatur der Nachkriegszeit werfen und dabei unseren Fokus auf die für diese Epoche so zentralen Diskurse des Kalten Krieges richten.

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Prüfungsstoff

Literatur

Zur Anschaffung empfohlen:
Hansel, Michael; Rohrwasser, Michael (Hg.): Kalter Krieg in Österreich. Literatur - Kunst - Kultur. Wien: Zsolnay 2010.
Stöver, Bernd: Der Kalte Krieg. Geschichte eines radikalen Zeitalters. 1947-1991. München: Beck 2007.

Weitere Literaturhinweise / Primärliteratur (Auswahl):
Milo Dor und Reinhard Federmann: Romeo und Julia in Wien. München: Kindler & Schiermeyer 1954.
Dies.: Internationale Zone. Wien: Picus 1994.
Dies.: Und wenn sie nicht gestorben sind. Wien: Picus 1996.
Reinhard Federmann. Das Himmelreich der Lügner. München: Langen & Müller 1959.
Ernst Fischer: Der große Verrat. Ein politisches Drama in fünf Akten. Wien: Globus 1950.
Rudolf Henz: Die Nachzügler. Graz, Wien: Stiasny 1961.
Robert Neumann: Die Puppen von Poshansk. München: Desch 1952.
Robert Neumann: Die dunkle Seite des Mondes. Wien, München, Basel: Desch 1959.
Manès Sperber: Wie eine Träne im Ozean. Wien: Europa Verlag 1976.
Friedrich Torberg: Die zweite Begegnung. Frankfurt/M.: Fischer 1950.
Hans Weigel: Unvollendete Symphonie. Innsbruck: Österreichische Verlagsanstalt 1951.

Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

(I 2260, I 2900)

Letzte Änderung: Mo 07.09.2020 15:32