Universität Wien FIND

Kehren Sie für das Sommersemester 2022 nach Wien zurück. Wir planen Lehre überwiegend vor Ort, um den persönlichen Austausch zu fördern. Digitale und gemischte Lehrveranstaltungen haben wir für Sie in u:find gekennzeichnet.

Es kann COVID-19-bedingt kurzfristig zu Änderungen kommen (z.B. einzelne Termine digital). Informieren Sie sich laufend in u:find und checken Sie regelmäßig Ihre E-Mails.

Lesen Sie bitte die Informationen auf https://studieren.univie.ac.at/info.

100181 PS Neuere deutsche Literatur: Experiment und Literatur, 1800-1900 (2009W)

4.00 ECTS (2.00 SWS), SPL 10 - Deutsche Philologie
Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung

An/Abmeldung

Hinweis: Ihr Anmeldezeitpunkt innerhalb der Frist hat keine Auswirkungen auf die Platzvergabe (kein "first come, first served").

Details

max. 40 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

Freitag 09.10. 16:30 - 20:00 (ehem.Übungsraum 4 Germanistik Hauptgebäude, 2.Stock, Stiege 5)
Freitag 06.11. 16:30 - 20:00 (ehem.Übungsraum 1 Germanistik Hauptgebäude, 2.Stock, Stiege 9)
Samstag 07.11. 10:00 - 13:00 (ehem.Übungsraum 1 Germanistik Hauptgebäude, 2.Stock, Stiege 9)
Samstag 19.12. 10:00 - 13:00 (ehem.Übungsraum 1 Germanistik Hauptgebäude, 2.Stock, Stiege 9)
Samstag 19.12. 14:00 - 17:30 (ehem.Übungsraum 1 Germanistik Hauptgebäude, 2.Stock, Stiege 9)
Freitag 15.01. 16:30 - 20:00 (ehem.Übungsraum 1 Germanistik Hauptgebäude, 2.Stock, Stiege 9)
Samstag 16.01. 10:00 - 13:00 (ehem.Übungsraum 1 Germanistik Hauptgebäude, 2.Stock, Stiege 9)

Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Experimentieren meint eine Haltung des Probierens. Kontrolliert zielt dieses zugleich performative und repräsentative Verfahren auf das unentdeckte, ungeahnte und namenslose Zukünftige. Dabei erweist sich das "Experiment"; aus kulturgeschichtlicher, epistemologischer und vor allem poetologischer Perspektive als ein wesentliches Instrument neuzeitlicher Wissensproduktion. Das Experiment beobachtet nicht die Welt, sondern viel mehr bedeutet Experimentieren zu beobachten, wie die Welt beobachtet wird.
Wenn unter diesen Prämissen der Schauplatz Literatur zum Labor wird, Schriftsteller zu Experimentatoren und ihre Protagonisten zu variablen Parametern transformieren, wenn politische, soziale und kulturelle Hypothesen in Gedankenexperimenten inszeniert und protokolliert werden, dann stellt sich die Frage, welche fiktionalen, rhetorischen und narrativen Strategien dies überhaupt ermöglichen. Diese Themenkomplexe werden in der LV untersucht, wobei neben ausgewählten literarischen ebenso literatur-, medien- und kulturtheoretische Texte erarbeitet werden.

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Mitarbeit, Referat und schriftliche PS-Arbeit

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Prüfungsstoff

Diskursanalyse, Medientheorie und -geschichte

Literatur

Folgende literarische Werke werden im Mittelpunkt der Lehrveranstaltung stehen und sollen verbindlich gelesen werden:
Johann Wolfgang Goethe: Die Wahlverwandtschaften. Ein Roman. Stuttgart: Reclam 1999. (=RUB 7385)
E.T.A. Hoffmann: Meister Floh. Ein Märchen in sieben Abentheuern zweier Freunde. Stuttgart: Reclam 2002. (= RUB 365)
Georg Büchner: Woyzeck. Studienausgabe. Stuttgart: Reclam 1999. (RUB=18007)
Mary Shelley: Frankenstein oder Der moderne Prometheus. Stuttgart: Reclam 1995. (RUB=8357) / Mary Shelley: Frankenstein, or The modern Prometheus. London u.a.: Pinguin classics 2002.
Gottfried Keller: Das Sinngedicht. Frankfurt a.M.: Insel 2000. (=it 2708)
Gustave Flaubert: Bouvard und Pécuchet. Frankfurt a.M.: Insel 1996. (=it 1861)

Zur Einführung wird empfohlen:
Nicolas Pethes: Literatur- und Wissenschaftsgeschichte. Ein Forschungsbericht. In: Internationales Archiv für Sozialgeschichte der deutschen Literatur. Bd. 28/H. 1 (2003), S. 181-213.

Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

(I 1231, I 2900)

Letzte Änderung: Mo 07.09.2020 15:32