Universität Wien FIND

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100192 SE Masterseminar NdL: Kunst & Obszönität: Queer-feministische Strategien der Erregung (2019S)

6.00 ECTS (2.00 SWS), SPL 10 - Deutsche Philologie
Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung

An/Abmeldung

Hinweis: Ihr Anmeldezeitpunkt innerhalb der Frist hat keine Auswirkungen auf die Platzvergabe (kein "first come, first served").

Details

max. 30 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

Dienstag 05.03. 09:45 - 13:00 Hörsaal 32 Hauptgebäude, 1.Stock, Stiege 9
Dienstag 19.03. 09:45 - 13:00 Hörsaal 32 Hauptgebäude, 1.Stock, Stiege 9
Dienstag 02.04. 09:45 - 13:00 Hörsaal 32 Hauptgebäude, 1.Stock, Stiege 9
Dienstag 09.04. 09:45 - 13:00 Hörsaal 32 Hauptgebäude, 1.Stock, Stiege 9
Dienstag 30.04. 09:45 - 13:00 Hörsaal 32 Hauptgebäude, 1.Stock, Stiege 9
Dienstag 07.05. 09:45 - 13:00 Hörsaal 32 Hauptgebäude, 1.Stock, Stiege 9

Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Als obszön gelten Grenzverletzungen und Tabubrüche, die Ekel oder Scham hervorrufen. Die
Art dieser Tabubrüche variiert dabei nach den jeweiligen sozialen, kulturellen und
historischen Kontexten, in denen sie stattfinden. Als Strategien der Provokation, Kritik und
Subversion findet der gezielte Einsatz von Obszönität insbesondere in der zweiten Hälfte des
20. Jahrhunderts auch Eingang in die Künste sowie in ästhetisch-theoretische Konzepte.
Das Seminar widmet sich dem künstlerischen Einsatz von Obszönität aus queer-feministischer Perspektive. So führt das politische Emanzipationsstreben von Frauen nicht nur zur expliziten Exploration "weiblicher Sexualität" (bspw. Kathy Acker) bzw. zur kritischen
Auseinandersetzung mit Sexualität innerhalb einer patriarchalen Gesellschaft (z.B. Elfriede
Jelinek), sondern auch zum Ausloten tabuisierter Körperprozesse, wie beispielsweise jenem
der Menstruation in der so genannten "Period Art" (z.B. Judy Chicago, Kiki Smith u.a.). Auch
jüngere Arbeiten im Kontext der Queer Art übernehmen Strategien des Obszönen, indem sie
bspw. gezielt abjekte Körper (bspw. Fat Art, Kunst & Transgender) in Szene setzen oder von
alternativen Formen des Begehrens (z.B. Ron Athey, Dennis Cooper) erzählen.
Aufbauend auf Theorien des Obszönen sowie der Analyse ausgewählter Beispiele aus
Literatur, Film, Performance Art und Musik soll deutlich werden, dass das Obszöne nicht nur
ein Bruch mit Normen und Tabus ist, sondern als solcher vor allem auch als ein Darstellungs-und Erkenntnismodus queer-feministischer Kritik verstanden werden muss.

Dem Thema geschuldet werden Beispiele aus den Bereichen Film, Literatur und Performance Art beleuchtet, die explizite Darstellungen von Sexualität und/oder Gewalt beinhalten. Es wird erwartet, dass Sie sich mit solcherart Material auseinandersetzen können und wollen

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

regelmäßige Anwesenheit, aktive Teilnahme, schriftliche/mündliche Teilleistungen, schriftliche Abschlussarbeit.

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Prüfungsstoff

Literatur


Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

(I 2260, I 2900)
Teilnahmevoraussetzung im UF Deutsch Diplom:
1.Abschnitt
Zur Äquivalenzliste geht es hier: https://spl10.univie.ac.at/fileadmin/user_upload/s_spl10/Aequivalenzliste-abWS15.pdf

Letzte Änderung: Mo 07.09.2020 15:32