Universität Wien FIND

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100196 PS Deutsch als Fremd- und Zweitsprache: Gedächtnisse, Emotionen, Motive im Lernprozess (DaF 3, 7) (2012W)

4.00 ECTS (2.00 SWS), SPL 10 - Deutsche Philologie
Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung

An/Abmeldung

Hinweis: Ihr Anmeldezeitpunkt innerhalb der Frist hat keine Auswirkungen auf die Platzvergabe (kein "first come, first served").

Details

max. 40 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

Donnerstag 04.10. 17:15 - 18:45 (ehem.Übungsraum 4 Germanistik Hauptgebäude, 2.Stock, Stiege 5)
Donnerstag 11.10. 17:15 - 18:45 (ehem.Übungsraum 4 Germanistik Hauptgebäude, 2.Stock, Stiege 5)
Donnerstag 18.10. 17:15 - 18:45 (ehem.Übungsraum 4 Germanistik Hauptgebäude, 2.Stock, Stiege 5)
Donnerstag 25.10. 17:15 - 18:45 (ehem.Übungsraum 4 Germanistik Hauptgebäude, 2.Stock, Stiege 5)
Donnerstag 08.11. 17:15 - 18:45 (ehem.Übungsraum 4 Germanistik Hauptgebäude, 2.Stock, Stiege 5)
Donnerstag 15.11. 17:15 - 18:45 (ehem.Übungsraum 4 Germanistik Hauptgebäude, 2.Stock, Stiege 5)
Donnerstag 22.11. 17:15 - 18:45 (ehem.Übungsraum 4 Germanistik Hauptgebäude, 2.Stock, Stiege 5)
Donnerstag 29.11. 17:15 - 18:45 (ehem.Übungsraum 4 Germanistik Hauptgebäude, 2.Stock, Stiege 5)
Donnerstag 06.12. 17:15 - 18:45 (ehem.Übungsraum 4 Germanistik Hauptgebäude, 2.Stock, Stiege 5)
Donnerstag 13.12. 17:15 - 18:45 (ehem.Übungsraum 4 Germanistik Hauptgebäude, 2.Stock, Stiege 5)
Donnerstag 10.01. 17:15 - 18:45 (ehem.Übungsraum 4 Germanistik Hauptgebäude, 2.Stock, Stiege 5)
Donnerstag 17.01. 17:15 - 18:45 (ehem.Übungsraum 4 Germanistik Hauptgebäude, 2.Stock, Stiege 5)
Donnerstag 24.01. 17:15 - 18:45 (ehem.Übungsraum 4 Germanistik Hauptgebäude, 2.Stock, Stiege 5)
Donnerstag 31.01. 17:15 - 18:45 (ehem.Übungsraum 4 Germanistik Hauptgebäude, 2.Stock, Stiege 5)

Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Schwerpunkt dieser Lehrveranstaltung ist die Beschäftigung mit dem eigenen bewussten und unbewussten Lernen (und Lehren) aus lernpsychologischer Perspektive, u.a. auch dem Lernen und Lehren von Sprachen als individuelle und kollektive Ausdrucksmittel (Idiolekte, personenbezogene Sprachen, Erst-,Zweit-, Familien-, Bildungs- und Fremdsprachen, etc.). Ausgehend von allgemeinen lernpsychologischen Modellen, die sich auf die Informationsverarbeitungs-, Speicherungs- und Abrufprozesse in den Gedächtnissen als auch auf die emotional-körperliche Erinnerung beziehen, wird anhand konkreter Lernerfahrungen und Lerninhalte untersucht, welche Lernvorgehensweisen für das Individuum selbst sinnvolle Verfahren für das eigene Lernen und Lehren, darunter auch das Sprachenlernen, bieten können. Die Lehrveranstaltung beschäftigt sich immer wieder mit der Frage, wie das Sprachenlernen als Ausdrucksmöglichkeit des Individuums und des Kollektivs in den Kontext der ganzen Person als lernendes, (mit)fühlendes Wesen eingebettet ist, wie der Mensch Sprachbedürfnisse entwickelt und wie er sein Sprachhandeln und seine Realität erschafft. Zentrale Themen der Lehrveranstaltung sind die Bereiche Emotionen, Wahrnehmung und Bewusstheit als Lernmotive.

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Unten finden Sie die vorläufigen Vorschläge der Leistungsbeurteilung über die zu Anfang des Semesters dann als Gruppe abgestimmt werden kann. Änderungen sind somit zu Anfang des Semesters, wenn die LV-Leiterin als auch die Mehrheit der TNInnen damit einverstanden ist, durchaus möglich.

Vorschläge für die Leistungsbeurteilung:
-Regelmäßige Teilnahme an den Sitzungen (eine Abwesenheit im Ausmaß von max. 4 UE wird toleriert)
- kollegiales Verhalten gegenüber den anderen SeminarteilnehmerInnen und der LV-Leiterin, die folgende Aspekte beinhalten:
1) Respektvoller Umgang mit den Zeitressourcen von anderen SeminarteilnehmerInnen, der LV-Leiterin und sich selbst (Pünktlichkeit!!- betrifft die Anwesenheit und die pünktliche und vollständige Erledigung von Arbeitsaufträgen)
2) respektvoller Umgang mit anderen Personen bei Gesprächen und Vorträgen ("aktives Zuhören", nicht stören durch andere Tätigkeiten wie Telefonieren, SMSen etc. während andere Sprechen, bei Unzufriedenheit über den Seminarverlauf bei Bedarf Kritik konstruktiv durch Verbesserungsvorschläge einbringen)
3) Aktive Mitarbeit: Einbringen eigener Erfahrungen und Ideen bei Gesprächsrunden/Wortmeldungen, eigene Initiative zeigen, indem Aufgaben im PS übernommen werden (z.B. Moderation von Gesprächsrunden, Protokollieren, Ergebnisse vor dem Plenum zusammenfassen etc.)
- Respektvoller Umgang mit anderen Studierenden und der PS- Leiterin während der Gesprächsrunden (keine "Angriffe" auf "SprecherInnen, achtsames Verhalten in Bezug auf die Sprechzeit, damit jedeR der/die möchte, auch zu Wort kommen kann, andere, ev. mehr zurückhaltende TNInnen ERMUTIGEN auch ihre Erfahrungen und Beobachtungen mit der Gruppe zu teilen, etc.)
-Die pünktliche und vollständige Lektüre von Texten als Nach-und Vorbereitung für die Gesprächs-/Austauschrunden in den einzelnen Sitzungen. Die Lektüre wird per Email versendet
-Die Vorbereitung auf die einzelnen Sitzungen (bei Bedarf Wiederholung der bisherigen Inhalte/gegebenfalls Referieren der Inhalte und Ergebnisse vergangener Sitzungen anhand eigener Notizen;)
-Bei Bedarf/nach Wunsch: kleinere Arbeitsaufträge/Recherchen/Lesetexte zu ausgewählten Themen, die im Laufe des Semesters durchzuführen sind und anschließend in der Lehrveranstaltung referiert werden (Leitung einer Austauschrunde oder Diskussion/ bei Bedarf/Wunsch Kurzreferat zum vorgegebenen Thema, etc.).
- schriftliches "Lesejournal", dass auch währen des Seminars in Paaren oder Gruppen gelesen wird;
- obligatorische Seminar- und Selbstevaluation (einzeln, in Paaren oder in Gruppen)
- schriftliche Arbeit: Lese-Journal zur Selbstbeobachtung in Anlehnung an 4-8 ausgewählte Artikel bzw. Ausschnitte aus Büchern aus der Leseliste im Ausmaß von ca. 15 Seiten zur Selbstbeobachtung und Fremdwahrnehmung, die in 2 Teilen während des Semesters abzugeben ist und von anderen SeminarteilnehmerInnen kommentiert wird;
- pünktliche Evaluation der Lesejournale von anderen TeilnehmerInnen während des Semesters.

Die Zeugnisendnote setzt sich aus allen oben genannten Leistungen (auch dem pünktlichen Erscheinen zu den Sitzungen und der fristgerechten Abgabe aller schriftlichen Aufträge/Lesejournal/Evaluationen der Lesejournale anderer TNInnen) zusammen.

Weitere Vorschläge oder Änderungen sind gerne willkommen. Sprechen Sie mich diesbezüglich oder in individuellen Fällen bitte an!

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Ziel der Lehrveranstaltung ist es, neben der Lektüre von Fachtexten und anschließendem Austausch in Gesprächsrunden, vor allem eine Sensibilisierung für die eigenen Lernprozesse (Sprachlernbewusstheit, Lernaufmerksamkeit, Selbstachtung) durch einen gezielten Beobachtungsprozess zu entwickeln: durch Reflexion und Austausch in der Gruppe und durch kleinere Lernexperimente, Befragungen und Beobachtungen sollen die wichtigsten Funktionsweisen der eigenen (Körper)Gedächtnisse beim bewussten und unbewussten Lernen besser kennen gelernt werden. Die daraus gewonnenen Erkenntnisse können in ein weiteres vertiefendes Studium des Themas, z.B. in wissenschaftliche Arbeiten bzw. die eigene Lern-/Lehrpraxis und Lernberatung im weitesten Sinne einfließen.

Prüfungsstoff

Ein Seminar ist eine Lern- und Lehrveranstaltung um Wissen in kleinen Gruppen interaktiv zu erwerben oder auch zu vertiefen. "Seminar" kommt vom Ausdruck seminare ("säen") oder seminarium ("Baumschule", "Pflanzschule"). Wie in der mittelalterlichen Universitas möchte auch ich heuer als LV-LeiterIn mein Bestes tun, mit Ihnen- den StudentenInnen als gleichberechtigte TeilnehmerInnen - in der wissenschaftlichen Arbeit ein Seminar aufzubauen, indem wir alle "säen" und wie Bäume in die Höhe wachsen können.
So möchte auch ich die TNInnen dieses Seminars dazu einladen, die Arbeitsmethoden und Inhalte gemeinsam mit mir mitzubestimmen und, vor allem zu Anfang des Semesters, eigene Vorschläge einzubringen, wie Sie das Seminar mitgestalten, miterleben und mitbewerten möchten.

Literatur

-Brzezinska, A. (2006): Möglichkeiten des Einsatzes von Mnemotechniken zur Steigerung der Lernleistung beim Fremdsprachenlernen am Beispiel des Genuslernens mit Hilfe von Farbe, Dissertation, Universität Wien
-Lefrancois, G. (2006): Psychologie des Lernens, Springer
-Mazur, J. E. (2006): Lernen und Gedächtnis, Pearson
-Neath, I./ Surprenant, A. (2006): Human memory. An introduction to research, data and theory, Thomson/Wadsworth
-Schermer, F. J. (2006): Lernen und Gedächtnis, Kohlhammer
-Seel, N. M. (2003): Psychologie des Lernens. Lehrbuch für Pädagogen und Psychologen, Ernst Reinhardt
-Sperber, H. (1989): Mnemotechniken im Fremdsprachenerwerb mit Schwerpunkt Deutsch als Fremdsprache, Iudicium
-http://www.hochsensibel.org/dokumente/Broschuere.pdf

Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

(I 1221, I 2436, I 2900)

Letzte Änderung: Mo 07.09.2020 15:32