Universität Wien FIND

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100211 SE DaF/Z: Selbstermächtigender Unterricht aus herrschaftskritischer Perspektive (2019S)

6.00 ECTS (2.00 SWS), SPL 10 - Deutsche Philologie
Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung

An/Abmeldung

Hinweis: Ihr Anmeldezeitpunkt innerhalb der Frist hat keine Auswirkungen auf die Platzvergabe (kein "first come, first served").

Details

max. 35 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

Dienstag 05.03. 15:00 - 16:30 Seminarraum 1 Tiefparterre Hauptgebäude Stiege 9 Hof 3
Dienstag 19.03. 15:00 - 16:30 Seminarraum 1 Tiefparterre Hauptgebäude Stiege 9 Hof 3
Dienstag 26.03. 15:00 - 16:30 Seminarraum 1 Tiefparterre Hauptgebäude Stiege 9 Hof 3
Dienstag 02.04. 15:00 - 16:30 Seminarraum 1 Tiefparterre Hauptgebäude Stiege 9 Hof 3
Dienstag 09.04. 15:00 - 16:30 Seminarraum 1 Tiefparterre Hauptgebäude Stiege 9 Hof 3
Dienstag 30.04. 15:00 - 16:30 Seminarraum 1 Tiefparterre Hauptgebäude Stiege 9 Hof 3
Dienstag 07.05. 15:00 - 16:30 Seminarraum 1 Tiefparterre Hauptgebäude Stiege 9 Hof 3
Dienstag 14.05. 15:00 - 16:30 Seminarraum 1 Tiefparterre Hauptgebäude Stiege 9 Hof 3
Dienstag 21.05. 15:00 - 16:30 Seminarraum 1 Tiefparterre Hauptgebäude Stiege 9 Hof 3
Dienstag 28.05. 15:00 - 16:30 Seminarraum 1 Tiefparterre Hauptgebäude Stiege 9 Hof 3
Dienstag 04.06. 15:00 - 16:30 Seminarraum 1 Tiefparterre Hauptgebäude Stiege 9 Hof 3
Dienstag 18.06. 15:00 - 16:30 Seminarraum 1 Tiefparterre Hauptgebäude Stiege 9 Hof 3
Dienstag 25.06. 15:00 - 16:30 Seminarraum 1 Tiefparterre Hauptgebäude Stiege 9 Hof 3

Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Inhalte und Ziele
Blickt man_frau auf das Feld DaF/Z, so fällt auf, dass verschärfte Integrations- und Migrationspolitiken großen Einfluss auf die Gestaltung und Organisation von DaF/Z-Kursen nahmen bzw. nehmen (Stichwort: Wertekurse/-prüfungen). Im Zentrum des Deutschunterrichts – wie er sich in den vom ÖIF entwickelten und empfohlenen Materialien und Curricula widerspiegelt – steht die Alltagsbewältigung und ein erzieherischer Gestus, der zur Integration mahnt und häufig mittels defizitärer Zuschreibungen arbeitet. In diesem Seminar soll der Frage nachgegangen werden, wie widerständiger, herrschaftskritischer Unterricht trotz der vorherrschenden Rahmenbedingungen möglich ist und wodurch er sich definiert.
Um dies beantworten zu können wird auf das Konzept der Selbstermächtigung zurückgegriffen. Folgende Fragen stehen dabei im Vordergrund: Was bedeutet Selbstermächtigung? Welche Verwendungskontexte und Ansätze gibt es? Was bedeutet kritischer, selbstermächtigender DaF/Z-Unterricht und wie kann er im Kontext von immer restriktiver werdenden Rahmenbedingungen umgesetzt werden? Wie schafft man_frau es als DaF/Z-Lehrende nicht selbst Ungleichverhältnisse und hierarchische Machtverhältnisse zu reproduzieren?
Ziel der Lehrveranstaltung ist eine kritische Auseinandersetzung mit dem Thema sowie die Entwicklung einer eigenen Fragestellung auf Basis einer bewussten Positionierung als DaF/Z-Lehrende/Forschende.

Methoden
Die Lehrveranstaltung versteht sich als forschungsbegleitend und prozessorientiert, das heißt neben der theoretischen Auseinandersetzung stehen die Entwicklung und Erforschung eigener Fragestellungen im Vordergrund.
Aufbauend auf der Lektüre migrationspädagogisch, postkolonial und feministisch verorteter Texte soll eine eigene Fragestellung entwickelt werden und dieser in der Empirie im Rahmen kleinerer Forschungsarbeiten in Projektgruppen nachgegangen werden. Der Forschungsprozess wird im und durch das Seminar begleitet, das heißt u.a. die Studierenden unterstützen sich in der Entwicklung ihrer Ideen, geben sich gegenseitig Peer-Feedback und präsentieren sowie diskutieren die Ergebnisse im Seminar. Die im Rahmen des Seminars durchgeführten empirischen Arbeiten/Erhebungen bilden den Ausgangspunkt für die SE-Arbeit.

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

- Anwesenheit und Teilnahme (maximal zwei Fehleinheiten)
- Lektüre der Texte und dazugehörige Schreibaufgaben (Reflexionen, Formulieren von Fragen, eigene Positionierung zu Themen etc.)
- Durchführung einer kleinen empirischen Forschung und Präsentation vorläufiger Ergebnisse
- (darauf aufbauende) Seminar-Arbeit

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

- Interesse und Neugier am Thema sowie Bereitschaft zur kritischen Auseinandersetzung
- 50% Seminar-Arbeit
- 25% Gruppenprojekt/Präsentation
- 25% Schreibaufgaben und Partizipation am Unterrichtsgeschehen

Prüfungsstoff

Literatur

Castro Varela, María do Mar; Heinemann, Alisha M. B. (2017): Ambivalente Erbschaften. Verlernen erlernen! In: Trafo.K. (Hrsg.): Strategien für Zwischenräume. Ver_Lernen in der Migrationsgesellschaft. (Schulheft 1/2017).
Freire, Paulo (1996): Pädagogik der Unterdrückten, Hamburg: Reinbeck.
hooks, bell (1994): Teaching to Transgress, New York, London: Routledge.
Knappik, Magdalena/ Thoma, Nadja (2015): Sprache und Bildung in Migrationsgesellschaften: Machtkritische Perspektiven auf ein prekarisiertes Verhältnis, Bielefeld: transcript Verlag.
maiz (2014): Deutsch als Zweitsprache. Ergebnisse und Perspektiven eines partizipativen Forschungsprozesses, Linz: Eigenverlag.
Mecheril, Paul/ Castro Varela, Maria/ Dirim, Inci/ Kalpaka, Anita/ Melter, Claus (2010): Migrationspädagogik, Weinheim/Basel: Beltz Verlag.
Riegel, Christine (2016): Bildung - Intersektionalität - Othering. Pädagogisches Handeln in widersprüchlichen Verhältnissen, Bielefeld: Transcript Verlag.
Rose, Nadine (2012): Migration als Bildungsherausforderung. Subjektivierung und Diskriminierung im Spiegel von Migrationsbiographien, Bielefeld: Transcript Verlag.

Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

Letzte Änderung: Mo 07.09.2020 15:32