Universität Wien FIND

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100218 SE DaF/Z: Wissen schafft Sprache. Wissenschaftliches Schreiben und die deutsche Wissenschaftssprache (2020W)

6.00 ECTS (2.00 SWS), SPL 10 - Deutsche Philologie
Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung

An/Abmeldung

Hinweis: Ihr Anmeldezeitpunkt innerhalb der Frist hat keine Auswirkungen auf die Platzvergabe (kein "first come, first served").

Details

max. 35 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

Achtung: Das Seminar wird 14-tägig angeboten, somit kann man nur einmal eine gesamte Sitzung fehlen. Bitte melden Sie sich für das Seminar daher nur an, wenn dies zeitlich für Sie möglich ist.

Mittwoch 14.10. 13:15 - 16:30 Digital
Mittwoch 28.10. 13:15 - 16:30 Digital
Mittwoch 11.11. 13:15 - 16:30 Digital
Mittwoch 25.11. 13:15 - 16:30 Digital
Mittwoch 09.12. 13:15 - 16:30 Digital
Mittwoch 20.01. 13:15 - 16:30 Digital

Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

INHALTE & ZIELE
Theoretische und praktische Auseinandersetzung mit dem wissenschaftlichen Schreiben auf Deutsch, speziell unter dem Aspekt, die Aneignung der Wissenschaftssprache im Schreibprozess zu unterstützen.

Kennenlernen prozessorientierter Ansätze zum wissenschaftlichen Schreiben und Reflexionen des "eigenen Schreibens".

Kennenlernen verschiedener Schreibtechniken und Feedback-Formen in den einzelnen Phasen des Schreibprozesses sowie eine Auseinandersetzung mit Phänomenen der deutschen Wissenschaftssprache.

METHODE
Erarbeitung der Inhalte durch die Lektüre von "Kruse 2007: Keine Angst vor dem leeren Blatt" mit individueller Lektürereflexion (Lektüre wird zur Verfügung gestellt), Lehrendenvortrag, Austausch, Lektürediskussion, Ausprobieren von Strategien etc.

Anschließend werden Überlegungen für Unterstützungsmöglichkeiten (funktional und strategisch) zur Aneignung und zum Verstehen von und dem Umgang mit sprachlichen Phänomenen der Wissenschaftssprache Deutsch unter Berücksichtigung des Schreibprozesses angestellt und in Form eines Papers festgehalten.

Auf Basis anonymisierter Studierendentexte werden
- mögliche (wissenschafts-)sprachliche Schwierigkeiten und/oder Herausforderungen identifiziert und theoretisiert und
- Unterstützungsmöglichkeiten in Form eines Papers erarbeitet (Theoretisierung/Beschreibung des Phänomens und strategische Tipps im Umgang damit).

Parallel zum Seminar wird von der Seminarleiterin (gemeinsam mit Doris Pokitsch) eine Lernplattform (wi_share), als Teil des lehrbasierten Projektes Wissen_schaf(f)t_Sprache aufgebaut, auf der die Ergebnisse aus dem Seminar gesammelt und anderen Studierenden zur Verfügung gestellt werden. Über den Fortschritt wird im Verlauf des Semesters informiert.

Das Seminar wird via BigBlueButton angeboten, auf unterschiedliche Formate (Kleingruppen in Break-Out-Rooms, Inputphasen, Austausch im Plenum, Arbeitsphasen einzeln) wird geachtet. Intensive Schreib- und Lesephasen finden einzeln - nicht digital statt, der Schreibprozess durchläuft Feedback-Schleifen und wird von der Lehrveranstaltungsleiterin unterstützt.

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

- Lektürereflexion (Kruse 2007: Brief an den Autor)
- „Phänomenpaper“: wissenschaftssprachliche Phänomenbeschreibung + funktionale sowie strategische Unterstützungsansätze
- Peer-Feedback
- engagierte Mitarbeit (Lektürediskussion und Lektüreaufgaben - Abgabe auf Moodle, Freude am Ausprobieren von Schreibstrategien und Austausch in Gruppen in Break-Out-Rooms sowie im Plenum)
- Seminararbeit (25 Seiten Haupttext)

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Engagierte Teilnahme am Seminar (eigene Erfahrungen und Ideen willkommen) und regelmäßige Anwesenheit (max. 3 Fehleinheiten auch digital!).
(Achtung: Das Seminar wird 14-tägig angeboten, somit kann man nur einmal eine gesamte Sitzung fehlen. Bitte melden Sie sich für das Seminar daher nur an, wenn dies zeitlich für Sie möglich ist.)
Interesse an der intensiven Auseinandersetzung mit wissenschaftlichem Schreiben (Schreibprozess und Wissenschaftssprache Deutsch).
Interesse an der linguistischen und didaktischen Bearbeitung im Zusammenhang mit der Aneignung der deutschen Wissenschaftssprache im Schreibprozess.
Bereitschaft zur Reflexion und dem Geben und Nehmen von Peer-Feedback.

Punkteverteilung für 6 ECTS (gesamt max. 200 Punkte)
- engagierte Teilnahme am Seminar 15 Punkte
- Lektürereflexion 35 Punkte
- Phänomenpaper (inkl. Peer-Feedback) 50 Punkte
- Seminararbeit 100 Punkte

Notenschlüssel (jeweils für 3 ECTS):
Sehr gut: 100-90 Punkte, Gut: 89-79 Punkte, Befriedigend 78-68 Punkte, Genügend: 67-56 Punkte, Nicht genügend: 55-0 Punkte

Abgabe:
"Phänomenpaper": 3. Februar 2021
Seminararbeit: 18. April 2021

Prüfungsstoff

Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung

Literatur

Wird im Seminar besprochen und einiges zur Verfügung gestellt.

Auswahl:

Ehlich, Konrad (1999): Alltägliche Wissenschaftssprache. Info DaF, 26 (1): 3-24.

Elbow, Peter (1998): Writing with Power. Oxford: University Press.

Grieshammer, Ella (2011) Der Schreibprozess beim wissenschaftlichen Schreiben in der
Fremdsprache Deutsch und Möglichkeiten seiner Unterstützung. In: Kathrin Girgenson (Hrsg.):Schreiben im Zentrum (Reihe Beiträge zur Schreibzentrumsforschung). Frankfurt (Oder): Schreibzentrum der Europa-Universität Viadrina. Verfügbar unter: https://opus4.kobv.de/opus4-euv/files/49/Schreiben_im_Zentrum_3_Ella_Grieshammer.pdf

Kruse, Otte (2007). Keine Angst vor dem leeren Blatt. Ohne Schreibblockaden durchs Studium. Frankfurt, New York: Campus Verlag.

Schade, Günter (2009): Einführung in die deutsche Sprache der Wissenschaften. Ein Lehrbuch für Deutsch als Fremdsprache. Mit Lösungsschlüssel. 13., neu bearbeitete und überarbeitete Auflage. Berlin: ESV.

Schmölzer-Eibinger, Sabine/Bushati, Bora/Ebner, Christoph/Niederdorfer, Lisa (2018; Hrsg.): Wissenschaftliches Schreiben lehren und lernen: Diagnose und Förderung wissenschaftlicher Textkompetenz. Münster u.a.: Waxmann.

Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

Letzte Änderung: Mo 05.10.2020 10:09