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100247 PS Sprachwissenschaft: Interaktionale Linguistik (2017W)

4.00 ECTS (2.00 SWS), SPL 10 - Deutsche Philologie
Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung

Details

max. 35 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

Samstag 14.10. 09:45 - 14:45 (ehem.Übungsraum 4 Germanistik Hauptgebäude, 2.Stock, Stiege 5)
Samstag 04.11. 09:45 - 14:45 (ehem.Übungsraum 4 Germanistik Hauptgebäude, 2.Stock, Stiege 5)
Samstag 25.11. 09:45 - 14:45 Hörsaal 31 Hauptgebäude, 1.Stock, Stiege 9
Samstag 16.12. 09:45 - 14:45 (ehem.Übungsraum 4 Germanistik Hauptgebäude, 2.Stock, Stiege 5)
Samstag 20.01. 09:45 - 14:45 (ehem.Übungsraum 5 Germanistik Hauptgebäude, 2.Stock, Stiege 5)

Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Das Proseminar ist ein Praxiskurs zur Interaktionalen Linguistik. Sprache wird traditionell entweder auf der Ebene von Sprecherpopulationen (z. B. Deutschsprechende in Österreich) untersucht oder auf der Ebene der individuellen Kognition (Erwerbs-, Produktions- und Verarbeitungsprozesse). Wir wollen in der LV hingegen die Interaktion als gemeinsames sprachliches Handeln von mindestens zwei Kommunizierenden in den Fokus stellen und beschäftigen uns mit interaktionalen Aspekten mündlicher und schriftlicher Kommunikation. Dabei werden wir einerseits die adressatenorientierte Organisation sprachlicher Äußerungen untersuchen, die gemeinsame Wissensprozesse betreffen (u. a. Thema-Rhema-Strukturen, Modalpartikel). Andererseits werden wir das Etablieren von Sprecherwechsel, teamspezifischen Sprachmustern und Feedbackstrukturen als gemeinsame Interaktionen in verschiedenen Kontexten analysieren.

Methodisch wollen wir zunächst Kommunizierende (ihre „Ausstattung“, Fähigkeiten und Ziele) besser verstehen und modellieren. Hierzu werden wir kleine Kommunikationsagenten konstruieren (Roboter-Workshop), die wir miteinander interagieren lassen (Roboter-Arena). In weiteren Schritten wollen wir sprachliche Handlungsstrategien experimentell evozieren (u. a. Lego-Experiment) und analysieren. Abschließend werden wir das Entstehen von Sprachkonventionen und Sprachwandelprozessen im Rahmen eines Gruppenexperiments untersuchen.

Die Praxisanteile des Proseminars werden von den Studierenden durch Lektüre (ca. 3 Texte pro Blocktermin) vorbereitet und durch Inputreferate in die Präsenzphasen eingebracht. Durch Foren- und Plenumsdiskussion sowie das Führen individueller Forschungstagebücher werden die Inhalte verknüpft. Auf Basis des Forschungstagebuchs und mit Unterstützung/Begleitung der Lehrveranstaltungsleiter werden im Laufe des Kurses individuelle, selbst gewählte Proseminararbeitsthemen entwickelt.

Studierende lernen: i) aktuelle Forschungsliteratur zu finden und damit umzugehen, ii) eigene Forschungsfragen und Hypothesen zu entwickeln, diesen nachzugehen und sich als Akteur/in eines Forschungsprozesses zu verstehen, iii) theoretische Modelle anhand praktisch-experimenteller Erfahrungen zu reflektieren, iv) ein Forschungstagebuch zu führen, v) als Experte/in Inhalte mittels Impulsreferat / Poster anderen zu präsentieren, vi) in der Gruppe zu diskutieren und konstruktives Feedback zu geben, vii) (u. a. durch unterstützende Schreibübungen und Feedback) eine Proseminararbeit zu verfassen.

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Präsenz, Stundenvorbereitung (Textlektüre, Forendiskussion, Online-Forschungstagebuch), aktive Mitarbeit (Impulsreferat, Posterpräsentation), PS-Arbeit

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Für das Bestehen des Kurses müssen mind. 50 % der auf Basis folgender Leistungskomponenten errechneten Punkte erreicht werden:
- Präsenz (obligatorisch; das Fehlen bei max. 1 Blocktermin kann durch eine Zusatzaufgabe kompensiert werden)
- 20 % Stundenvorbereitungen (Textlektüre z. T. auch englischsprachiger Texte, Forendiskussion, Online-Forschungstagebuch)
- 20 % Aktive Mitarbeit (Impulsreferat, Posterpräsentation, Diskussion der gelesenen Texte, Übungen und Experimente)
- 60 % schriftliche PS-Arbeit (über ein individuelles PS-Arbeitsprojekt).
Abgabefrist: 20.3.2018.

Prüfungsstoff

Die im Kurs behandelten Inhalte.

Literatur

Eine detaillierte Literaturliste wird in der LV angegeben.

Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

(I 1233, I 2900)
Teilnahmevoraussetzung im UF Deutsch Diplom:
StEOP (I 1114 + StEOP LehrerInnenbildung)
I 1111; I 1112; I 1117
Zur Äquivalenzliste geht es hier: http://spl-germanistik.univie.ac.at/uploads/media/Aequivalenzliste_LA_UF_Deutsch.pdf

Letzte Änderung: Mi 28.02.2018 12:28