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110094 SE Landeswissenschaftliches Seminar (BA/ MA) - Rumänisch (2019W)

Ausgewählte Probleme der rumänischen Landeswissenschaft: Ethnische, sprachliche und konfessionelle Strukturen

6.00 ECTS (2.00 SWS), SPL 11 - Romanistik
Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung

Voraussetzungen lt. Studienplan:
BA: Absolvierung der Grund- und Erweiterungsmodule;
MA: s. Studienplan

An/Abmeldung

Details

max. 25 Teilnehmer*innen
Sprache: Rumänisch

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

Montag 14.10. 15:15 - 16:45 Sitzungssaal Romanistik UniCampus Hof 8/9 ROM 14 3G-O1-13
Montag 21.10. 15:15 - 16:45 Sitzungssaal Romanistik UniCampus Hof 8/9 ROM 14 3G-O1-13
Montag 28.10. 15:15 - 16:45 Sitzungssaal Romanistik UniCampus Hof 8/9 ROM 14 3G-O1-13
Montag 04.11. 15:15 - 16:45 Sitzungssaal Romanistik UniCampus Hof 8/9 ROM 14 3G-O1-13
Montag 11.11. 15:15 - 16:45 Sitzungssaal Romanistik UniCampus Hof 8/9 ROM 14 3G-O1-13
Montag 18.11. 15:15 - 16:45 Sitzungssaal Romanistik UniCampus Hof 8/9 ROM 14 3G-O1-13
Montag 25.11. 15:15 - 16:45 Sitzungssaal Romanistik UniCampus Hof 8/9 ROM 14 3G-O1-13
Montag 02.12. 15:15 - 16:45 Sitzungssaal Romanistik UniCampus Hof 8/9 ROM 14 3G-O1-13
Montag 09.12. 15:15 - 16:45 Sitzungssaal Romanistik UniCampus Hof 8/9 ROM 14 3G-O1-13
Montag 16.12. 15:15 - 16:45 Sitzungssaal Romanistik UniCampus Hof 8/9 ROM 14 3G-O1-13
Montag 13.01. 15:15 - 16:45 Sitzungssaal Romanistik UniCampus Hof 8/9 ROM 14 3G-O1-13
Montag 20.01. 15:15 - 16:45 Sitzungssaal Romanistik UniCampus Hof 8/9 ROM 14 3G-O1-13
Montag 27.01. 15:15 - 16:45 Sitzungssaal Romanistik UniCampus Hof 8/9 ROM 14 3G-O1-13

Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Durch die Vereinigung der Fürstentümer Moldau und Walachei im Jahre 1859 entstand der rumänische Staat, der 1862 den Namen Rumänien erhielt und 1878 seine völlige Unabhängigkeit erlangte. Auf seinem Territorium war es immer wieder zu umfangreichen Zuwanderungswellen gekommen: Im neunten und zehnten Jahrhundert Ungarn, im 12. und 13. Jahrhundert Siebenbürger Sachsen, im 13. und 14. Jahrhundert Ruthenen, v.a. im 14. und 15. Jahrhundert Roma, vom 15. bis ins 17. Jahrhundert Serben, vom 16. bis ins 19. Jahrhundert Türken und Tataren, im 18. Jahrhundert Lipowaner und im 18.-19. Jahrhundert Schwaben und Juden. Nach 1878 strebte Rumänien die staatliche Vereinigung aller Rumänen an. Die Grenzen Rumäniens änderten sich bis 1948 mehrmals. Mit der Angliederung der Dobrudscha, Siebenbürgens, von Teilen des Banats, des Kreischgebiets und der Marmarosch, der Bukowina sowie Bessarabiens wurde diese zum Großteil erreicht. Aus einem der ethnisch homogensten Länder Europas wurde damit eines der buntesten, mit innen- und außenpolitischen Spannungen.
Das Seminar versucht nachzuvollziehen, wie es den Rumänen gelungen ist, zum Mehrheitsvolk auf rumänischem Staatsterritorium zu werden. Je nach zu Verfügung stehenden Mehoden und Statistiken werden dabei ethnische, konfessionelle und sprachliche Aspekte separat behandelt.

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Referat (20 Minuten) und Hausübung / Hausaufgabe (10 Seiten)

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

maximal 2 Abwesenheiten

Prüfungsstoff

Literatur

ACHIM, Viorel (1998): Ţiganii în istoria României. Bucureşti.
ARENS, Meinolf u.a. (2002): Unter welchen historischen Umständen wurden die Rumänen zur Mehrheit auf dem Boden ihres heutigen Staates? Ergebnisse einer Kleinen Konferenz. Zeitschrift für Siebenbürgische Landeskunde 25/1, S. 62-71.
BOIA, Lucian (2016): Wie Rumänien rumänisch wurde. Aus dem Rumänischen übersetzt von Andreea Pascaru. Berlin, Frank und Timme.
CONDURACHI, Emil (1989): Daker und Dako-Romanen: Der Ursprung des rumänischen Volkes. In: Österreichische Osthefte 31/3, Wien, S. 311-337.
FÖRSTER, Horst & Josef WOLF: Entwicklung der ethnischen Struktur des Banats 1890-1992. Atlas Ost- und Südosteuropa 2.4-H/R/YU, Wien.
JORDAN, Peter & Karl SCHAPPELWEIN & Sergej TARHOV (1993): Ethnische Struktur des östlichen Europas und Kaukasiens um 1990. Atlas Ost- und Südosteuropa 2.5-01, Wien.
JORDAN, Peter (1998): Romania. In: PAULSTON, Christina Bratt (Hg.): Linguistic Minorities in Central and Eastern Europe. Clevedon u.a. (Multilingual Matters), S. 184-223.
KAHL, Thede (2005): Die muslimische Gemeinschaft Rumäniens. Der Weg einer Elite zur marginalisierten Minderheit. In: Europa Regional 4/05, Leipzig, S. 23-34.
KAHL, Thede (2014). Ethnische, sprachliche und konfessionelle Struktur der Balkanhalbinsel. Handbuch Balkan. P. Himstedt-Vaid, U. Hinrichs and T. Kahl. Wiesbaden, Harrassowitz. Slavistische Studienbücher 23-24: 87-134.
KAHL, Thede (Hg.) (2009). Das Rumänische und seine Nachbarn. Beiträge der Sektion „Sprachwandel und Sprachkontakt in der Südost-Romania“ am XXX. Deutschen Romanistentag. Forum: Rumänien. Berlin, Frank & Timme.
KAHL, Thede; Jordan, Peter (2006). Ethnische Struktur. Rumänien. Raum und Bevölkerung – Geschichte und Geschichtsbilder – Kultur – Gesellschaft und Politik heute – Wirtschaft – Recht – Historische Regionen. T. Kahl, M. Metzeltin and M.-R. Ungureanu. Münster, Wien, New York: 63-87.
KOCSIS, Károly (1990): Sprachenverteilung in Siebenbürgen. Language Distribution in Transylvania. Atlas Ost- und Südosteuropa 2.2-R3, Wien.
KOLAR, Othmar (1989): Die nationalen Minderheiten in Rumänien zwischen 1944 und 1965. Wien (Böhlau).
WAGNER, Ernst (1980): Ungarn (Csangonen) in der Moldau und in der Bukowina im Spiegel neuerer rumänischer Quelleneditionen. In: Zeitschrift für Siebenbürgische Landeskunde 3/1, S. 27-47.
ZSOLT, J. A. and P. LEHEL, Eds. (2009). Procese și contexte social-identitare la minorităţile din România. Cluj-Napoca, Kriterion; Editura Institutului pentru Studierea Problemelor Minorităţilor Naţionale.

Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

Bachelor (2011): PW 47 R, BS 48 R, BS 49 R; Bachelor (2017): BAR 11/14/15 R; Master: MAR 05/06/07/08/09 a/b

Letzte Änderung: Mo 07.09.2020 15:20