Universität Wien
Achtung! Das Lehrangebot ist noch nicht vollständig und wird bis Semesterbeginn laufend ergänzt.

110187 SE Literaturwissenschaftliches Seminar (BA/MA) - Italienisch (2025S)

La frammentazione dell'io: Italo Svevo e Luigi Pirandello

6.00 ECTS (2.00 SWS), SPL 11 - Romanistik
Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung

Voraussetzungen lt Studienplan:
BA: Absolvierung der Grund- und Erweiterungsmodule (Pflichtmodule); Absolvierung des Sprachkurses der Stufe 3 dringend empfohlen
Lehramt: StEOP; Absolvierung der Module Sprach-, Literatur-, Medien- und Landeswissenschaft; Absolvierung des Sprachkurses der Stufe 3 dringend empfohlen
MA: s. Studienplan; Lehramt (Master): keine

An/Abmeldung

Hinweis: Ihr Anmeldezeitpunkt innerhalb der Frist hat keine Auswirkungen auf die Platzvergabe (kein "first come, first served").

Details

max. 25 Teilnehmer*innen
Sprache: Italienisch

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

  • Mittwoch 19.03. 17:15 - 18:45 Seminarraum ROM 1 (3B-EG-15) UniCampus Hof 8
  • Mittwoch 26.03. 17:15 - 18:45 Seminarraum ROM 1 (3B-EG-15) UniCampus Hof 8
  • Mittwoch 02.04. 17:15 - 18:45 Seminarraum ROM 1 (3B-EG-15) UniCampus Hof 8
  • Mittwoch 09.04. 17:15 - 18:45 Seminarraum ROM 1 (3B-EG-15) UniCampus Hof 8
  • Mittwoch 30.04. 17:15 - 18:45 Seminarraum ROM 1 (3B-EG-15) UniCampus Hof 8
  • Mittwoch 07.05. 17:15 - 18:45 Seminarraum ROM 1 (3B-EG-15) UniCampus Hof 8
  • Mittwoch 14.05. 17:15 - 18:45 Seminarraum ROM 1 (3B-EG-15) UniCampus Hof 8
  • Mittwoch 21.05. 17:15 - 18:45 Seminarraum ROM 1 (3B-EG-15) UniCampus Hof 8
  • Mittwoch 28.05. 17:15 - 18:45 Seminarraum ROM 1 (3B-EG-15) UniCampus Hof 8
  • Mittwoch 04.06. 17:15 - 18:45 Seminarraum ROM 1 (3B-EG-15) UniCampus Hof 8
  • Mittwoch 11.06. 17:15 - 18:45 Seminarraum ROM 1 (3B-EG-15) UniCampus Hof 8
  • Mittwoch 18.06. 17:15 - 18:45 Seminarraum ROM 1 (3B-EG-15) UniCampus Hof 8
  • Mittwoch 25.06. 17:15 - 18:45 Seminarraum ROM 1 (3B-EG-15) UniCampus Hof 8

Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Che cosa intendiamo dire quando utilizziamo il pronome ‘io’? Chi è davvero questo ‘io’ a cui facciamo riferimento quasi inconsapevolmente in ogni nostra frase? È un semplice rinvio grammaticale alla persona che parla o qualcosa di più: una sostanza stabile, dotata di un’identità definita? Nella letteratura italiana moderna, le risposte a questo tipo di interrogativo si fanno via via più incerte e problematiche. Italo Svevo e Luigi Pirandello si pongono come figure centrali dell’indagine sulla crisi dell’io che si sviluppa attorno al 1900. Con modalità letterarie distinte, entrambi si dedicano a smantellare un soggetto borghese illuso dalla propria autonomia, trasparenza e razionalità.
Ne La coscienza di Zeno di Svevo, il protagonista-narratore riconosce che le sue azioni siano costantemente guidate da motivazioni inconsce, sempre divergenti dai suoi intenti dichiarati, ma spesso generatrici di risultati inaspettatamente positivi. Mentre il romanzo di Svevo, in linea con la psicanalisi freudiana, rivela la pluralità interiore del soggetto, la frammentazione dell’io nei testi di Pirandello emerge da uno scarto incolmabile tra l’immagine che ciascuno ha di sé e quella che gli altri percepiscono. Sia attraverso il teatro (Sei personaggi in cerca d’autore), sia attraverso il romanzo (Uno, nessuno e centomila), Pirandello descrive l’esistenza umana come un gioco desolante di maschere, privo di una sostanza autentica. L’io, lungi dall’essere una verità celata dietro la maschera, coincide con la maschera stessa: una costruzione fittizia e provvisoria.
Durante questo seminario analizzeremo i tre testi sopra citati, sia dal punto di vista delle tecniche narrative e teatrali impiegate, sia in relazione alle loro implicazioni teoriche, confrontandoci con un momento storico che ha trasformato irreversibilmente il modo di pensare e rappresentare la questione dell’io.

Seminarbeschreibung auf Deutsch
Was meinen wir, wenn wir das Pronomen ‚ich‘ verwenden? Wer verbirgt sich wirklich hinter diesem ‚Ich‘, auf das wir uns unfreiwillig in fast jedem unserer Sätze beziehen? Handelt es sich um einen rein grammatikalischen Verweis auf die Person, die spricht, oder um mehr: eine stabile Substanz mit einer bestimmten Identität? In der italienischen Literatur der Moderne werden die möglichen Antworten auf diese Art von Frage immer unsicherer und problematischer. Italo Svevo und Luigi Pirandello sind zwei Protagonisten bei der Erforschung der Ich-Krise, die sich um 1900 ausprägt. Mit unterschiedlichen literarischen Mitteln widmen sich beide der Infragestellung eines bürgerlichen Selbst, das in der Illusion der eigenen Autonomie, Transparenz und Rationalität lebt.
In La coscienza di Zeno von Svevo bemerkt der Ich-Erzähler und Protagonist, dass er von unbewussten Motiven getrieben ist, die immer von seinen eigentlichen Zielen abweichen, die aber oft ganz unerwartet positive Resultate hervorbringen. Während Svevo in seinem Roman – in Einklang mit der Freud’schen Psychoanalyse – die interne Pluralität des Selbst bloßlegt, resultiert die Fragmentierung des Ich bei Pirandello aus einer Kluft zwischen dem Selbstbild des Subjekts und dessen Wahrnehmung in den Augen der anderen. Sowohl im Medium des Theaters (Sei personaggi in cerca d’autore) als auch in der Gattung des Romans (Uno, nessuno e centomila) stellt Pirandello die menschliche Existenz als eine tragisches Maskenspiel dar, dem jede authentische Substanz fehlt. Das Ich ist nicht die Wahrheit, die sich hinter der Maske verbirgt, sondern fällt mit der Maske selbst zusammen. Es ist daher nichts als eine fiktive und vorläufige Konstruktion.
In diesem Seminar analysieren wir die drei genannten Texte – sowohl auf Ebene der Darstellungstechniken als auch hinsichtlich ihrer theoretischen Implikationen – und setzen uns dabei mit einem historischen Moment auseinander, der die Frage nach dem ‚Ich‘ unumkehrbar verändert hat.

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Leistungen und Gewichtung: Seminar- bzw. Bachelorarbeit (40 Punkte), aktive Mitarbeit im Seminar (20 Punkte), Referat (25 Punkte), Exposé zur Seminar- bzw. Bachelorarbeit (10 Punkte), Response zum Referat einer Kommilitonin/eines Kommilitonen (5 Punkte)

Das Seminar wird vorwiegend auf Italienisch abgehalten, Wortmeldungen im Kurs sind jedoch auch auf Deutsch möglich. Die Seminar- bzw. Bachelorarbeit muss in Einklang mit den Vorgaben des Curriculums in der Zielsprache verfasst werden (siehe https://spl-romanistik.univie.ac.at/studium/studienplaene/).

Zur sprachlichen Endkorrektur der Seminar- bzw. Bachelorarbeit sind KI-Tools wie ChatGPT erlaubt, nicht jedoch zum Verfassen der Arbeit selbst. Zur Sicherung der guten wissenschaftlichen Praxis kann die Lehrveranstaltungsleitung eine mündliche Reflexion der abgegebenen Seminararbeit vorsehen, die erfolgreich zu absolvieren ist. Die genauen Bedingungen zur Verwendung von KI werden im Seminar bekannt gegeben.

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Mindestanforderungen: Regelmäßige Teilnahme (max. 2 Fehlsitzungen), Vorbereitung der Texte und aktive Mitarbeit im Seminar, Abhalten des Referats und einer Response, Abgabe des Exposés, Abgabe der Seminar-/Bachelorarbeit
Benotungsschema: 1 (sehr gut) = 100–86 Punkte; 2 (gut) = 85–71; 3 (befriedigend) = 70–56; 4 (ausreichend) = 55–40

Prüfungsstoff

Italo Svevo, La coscienza di Zeno (1923)
Luigi Pirandello, Sei personaggi in cerca d’autre (1921)
Luigi Pirandello, Uno, nessuno e centomila (1925/26)

Literatur

Bitte beschaffen Sie folgende Ausgaben der Texte. Die Ausgaben werden zu Beginn des Semesters u.a. bei der Buchhandlung facultas (Universitätsstraße 12) erhältlich sein:
Italo Svevo, La coscienza di Zeno: wegen Fragen der Verfügbarkeit wird aktuell noch geklärt welche Ausgabe zur Anschaffung empfohlen wird! (Aktualisierung 27.02.25)
Luigi Pirandello, Sei personaggi in cerca d’autore. A cura di Beniamino Mirisola. Milano: BUR 2018 (ISBN-13: 978-8817099394).
Luigi Pirandello, Uno, nessuno e centomila. A cura di Marziano Guglielminetti. Milano: Mondadori 2016 (ISBN-13: 978-8804668008).

Zur Vorbereitung sind außerdem die folgenden Texte empfohlen:
Gigante, Claudio e Massimiliano Tortora (a cura di), Svevo, Roma: Carocci 2021.
Guglielminetti, Marziano, Pirandello, Roma: Salerno 2006.
Zima, Peter V., Theorie des Subjekts. Subjektivität und Identität zwischen Moderne und Postmoderne, Tübingen: Francke 2017.

Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

BA: BAR 11/14/15 I; LA (BA): UF I 11;
MAR 01/04/05/06/07/08/09 a/b, 03b; LA (MA): UF MA S 02

Letzte Änderung: So 02.03.2025 09:26