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110196 SE Sprachwissenschaftliches Seminar (MA) - Französisch (2019W)

Contact de langues à Maurice/ Sprachkontakt auf Mauritius

6.00 ECTS (2.00 SWS), SPL 11 - Romanistik
Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung

Voraussetzungen laut Studienplan:
MA: s. Studienplan; Lehramt (Master): keine
Lehramt (Diplom): Absolvierung der Sprachbeherrschung/ I. Studienabschnitt und der Sprachwissenschaft / I. Studienabschnitt

Details

max. 25 Teilnehmer*innen
Sprache: Französisch

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

Donnerstag 17.10. 09:15 - 10:45 Seminarraum ROM 7 (3B-O1-16A) UniCampus Hof 8
Donnerstag 24.10. 09:15 - 10:45 Seminarraum ROM 7 (3B-O1-16A) UniCampus Hof 8
Donnerstag 31.10. 09:15 - 10:45 Seminarraum ROM 7 (3B-O1-16A) UniCampus Hof 8
Donnerstag 07.11. 09:15 - 10:45 Seminarraum ROM 7 (3B-O1-16A) UniCampus Hof 8
Donnerstag 14.11. 09:15 - 10:45 Seminarraum ROM 7 (3B-O1-16A) UniCampus Hof 8
Donnerstag 21.11. 09:15 - 10:45 Seminarraum ROM 7 (3B-O1-16A) UniCampus Hof 8
Donnerstag 28.11. 09:15 - 10:45 Seminarraum ROM 7 (3B-O1-16A) UniCampus Hof 8
Donnerstag 05.12. 09:15 - 10:45 Seminarraum ROM 7 (3B-O1-16A) UniCampus Hof 8
Donnerstag 12.12. 09:15 - 10:45 Seminarraum ROM 7 (3B-O1-16A) UniCampus Hof 8
Donnerstag 09.01. 09:15 - 10:45 Seminarraum ROM 7 (3B-O1-16A) UniCampus Hof 8
Donnerstag 16.01. 09:15 - 10:45 Seminarraum ROM 7 (3B-O1-16A) UniCampus Hof 8
Donnerstag 23.01. 09:15 - 10:45 Seminarraum ROM 7 (3B-O1-16A) UniCampus Hof 8
Donnerstag 30.01. 09:15 - 10:45 Seminarraum ROM 7 (3B-O1-16A) UniCampus Hof 8

Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Neben einer der berühmtesten Briefmarken der Welt, 170 Kilometern Sandstrand und wunderschönen Korallenriffen bietet Mauritius eine äußerst faszinierende Situation des Kultur- und Sprachkontakts: Nach der Entdeckung der unbewohnten Insel durch die Araber und Portugiesen wurde sie zunächst von den Niederländern besetzt, anschließend von den Franzosen kolonisiert, dann von den Engländern in Besitz genommen und schließlich 1968 unabhängig. Die Mehrheit der Bevölkerung stammt jedoch nicht von europäischen Kolonisten ab, sondern von aus Afrika und Madagaskar deportierten SklavInnen sowie ArbeitsmigrantInnen aus Indien. Heute leben hier auf kleinstem Raum friedlich Hindus, Moslems und Christen zusammen. Alle Mauriciens sind zumindest dreisprachig: Das französisch basierte Kreol ist die allgemein verwendete Verkehrssprache, und in der Schule lernen die Kinder von der ersten Klasse an die beiden ehemaligen Kolonialsprachen Englisch und Französisch. Daneben spricht man dort auch zahlreiche Herkunftssprachen, etwas das aus Indien stammende Bhojpuri.
Im Rahmen des Seminars werden wir diese sehr komplexe Sprachkontaktsituation aus politischer, soziologischer und linguistischer Perspektive analysieren. Im Zentrum stehen dabei die Charakteristika des Französischen und Kreols von Mauritius. Wir werden uns dem Thema zunächst über die Lektüre einer Auswahl wissenschaftlicher Publikationen annähern und in PowerPoint-Präsentationen zu den einzelnen Themen vertiefen. Am 12. und 13. Dezember werden wir Gelegenheit haben, die herausgearbeiteten offenen Fragen im Rahmen eines das Seminar begleitenden Workshops zu diskutieren, zu dem ForscherInnen aus verschiedenen Ländern, insbesondere aus Mauritius selbst, nach Wien kommen werden. Nach dieser Erfahrung entwickeln die Studierenden ihre eigenen Forschungsfragen, die sie dann in ihren Seminararbeiten bearbeiten.
Ziel des Seminars ist es, die theoretischen und methodischen sprachwissenschaftlichen Kenntnisse der Studierenden am Beispiel der Sprachsituation von Mauritius zu vertiefen und insbesondere ihre interkulturelle Kompetenz auszubauen und ein Verständnis für die Dynamik sprachlicher Systeme in Kontaktsituationen zu entwickeln. Indem sie an einem wissenschaftlichen Workshop teilnehmen, bringen sie sich auch selbst in den aktuellen internationalen Forschungsdiskurs ein. Im Rahmen ihrer Hausarbeiten können sie schließlich ihre eigenen Forschungsfragen untersuchenIm Rahmen ihrer Hausarbeiten können sie schließlich ihre eigenen Forschungsfragen untersuchen, indem sie eigene empirische Studien durchführen.

In das Seminar integriert ist ein Workshop mit internationalen ForscherInnen am 12./13.12.2019. Am 21.11., 28.11. und 5.12 findet dagegen kein Seminar statt.

Begleitend zum Seminar findet im Rahmen des Programms "Aktives Studieren" ein "Ambulantes Tutorium" zum Thema "Wissenschaftliches Schreiben auf Französisch" statt.

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Referat (40%)
single choice-Klausur über 5 zu lesende Texte (20%)
Hausarbeit (40%)

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Benotungsschema:
‒ 85-100% : 1
‒ 70-84% : 2
‒ 60-70% : 3
‒ 50-60% : 4
‒ Minimum : 50%

Prüfungsstoff

DeGraff, Michel (2003) : „Against Creole Exceptionalism“, in : Language 79. 2 : 391-410 (http ://web.mit.edu/linguistics/people/faculty/degraff/degraff-lang-79-02.pdf).
McWhorter, John H. (2001) : „The world’s simplest grammars are creole grammars“, Linguistic Typology 5.2-3, 125-166.
Baker, Philip / Kriegel, Sibylle (2013) : „Mauritian Creole“, in : Michaelis, Susanne / Maurer, Philippe / Haspelmath, Martin / Huber, Magnus (eds.) : Survey of Pidgin and Creole Languages, Volume II : Portuguese-based, Spanish-based, and French-based languages, Oxford : Oxford University Press, 250-60 (https://apics-online.info/surveys/55).
Stein, Peter (2017) : „Le multilinguisme mauricien et son evolution sur quatre décennies“, in: Cahiers Internationaux de Sociolinguistique 12, 71-96.
Bosquet-Ballah, Yannick (2012) : „L’environnement graphique mauricien : entre diglossie, contact et fusion des langues”, in: Langues créoles, mondialisation et education. Actes du 13e colloque du CIEC, Maurice, 311-340.

Literatur

Carpooran, Arnaud (2015) : Guide Créole mauricien, Assimil.
Fischer, Magnus / Lehwald, Sarah / Michel, Oswaldo (2016) : Ki pe dir?: Sprachführer Mauritius-Kreol (http://www.kipedir.com).
Trudgill, Peter (2011) : Sociolinguistic Typology : Social Determinants of Linguistic Complexity, Oxford : OUP.
Kriegel, Sibylle (ed.) : Grammaticalisation et réanalyse. Approche de la variation créole et française, Paris: CNRS Editions.
Baker, Philip / Fon Sing, Guillaume (2007) (eds.) : The making of Mauritian Creole, London : Battlebridge Publications.
Carpooran, Arnaud [2009] (22011) : Diksioner Kreol, Mauritius: Edision Tex Kreol.
Baker, Philip / Hookoomsing, Vinesh (1987), Diksyoner kreol morisyen / Dictionary of Mauritian Creole / Dictionnaire du créole mauricien, Paris : L’Harmattan.

Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

Master: MAR 01/03/05/06/07/08/09 a/b; Lehramt (Diplom): 691-F; Lehramt (Master): UF MA F 02

Letzte Änderung: Fr 19.07.2019 18:07