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Jetzt impfen lassen für ein sicheres Miteinander im Herbst!

Um allen Angehörigen der Universität Wien einen guten und sicheren Semesterbeginn zu ermöglichen, gibt es von Samstag, 18. September, bis Montag, 20. September die Möglichkeit einer COVID-19-Impfung ohne Terminvereinbarung am Campus der Universität Wien. Details unter https://www.univie.ac.at/ueber-uns/weitere-informationen/coronavirus/.

Achtung! Das Lehrangebot ist noch nicht vollständig und wird bis Semesterbeginn laufend ergänzt.

130079 VO VO Lit. Wechselbeziehungen: Transgression, Translation, Transformation. (2016W)

Exophone Literatur heute am Beispiel von Yoko Tawada

Zur Autorin: Noch als Studentin kam Yoko Tawada Anfang der 80er Jahre nach Deutschland, wo sie bis heute lebt. Parallel zu ihrem Studium der Germanistik, das sie 2000 mit einer Dissertation über “Spielzeug und Sprachmagie in der europäischen Literatur. Eine ethnologische Poetologie” (erschienen 2000) bei Sigrid Weigel abschloß, begann sie literarische Texte – Gedichte, Essays, Prosa, mehrere Romane, Theaterstücke, ein Hörspiel – zu publizieren. Ihr erstes Buch erschien 1987 in einer zweisprachigen Ausgabe in Tübingen, ihr erstes Buch in Japan kam 1991 heraus. Heute hat Tawada in beiden Sprachen jeweils mehr als zwanzig Bücher veröffentlicht, die in beiden Ländern mit renommierten Literaturpreisen ausgezeichnet wurden (http://yokotawada.de). In Japan erhielt sie bereits 1993 den Akutagawa-Preis und zuletzt 2013 den Yomiuri-Literaturpreis. In Deutschland wurden ihr u.a. der Adelbert-von-Chamisso-Preis (1996), die Goethe-Medaille (2005) und soeben der Kleist-Preis, eine der höchstdotierten literarischen Auszeichnungen im deutschen Sprachraum, zuerkannt. Die Preisverleihung findet am 20.11. in Berlin statt.

Details

Sprache: Deutsch

Prüfungstermine

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

3.10. Androgynie und gender
10.10. Dritter Raum
17.10. Eisenbahn
24.10. Europa
31.10. Exophonie
7.11. Geschichte
14.11. Hybridisierung
21.11. Intertextualität
28.11. Kolonialismus und Postkolonialismus
5.12. Medien
19.12. Schriftbildlichkeit
9.1. Tiere
16.1. Übersetzung
23.1. Wasser
30.1. Klausur

Montag 03.10. 13:15 - 14:45 Hörsaal 42 Hauptgebäude, 2.Stock, Stiege 7
Montag 10.10. 13:15 - 14:45 Hörsaal 42 Hauptgebäude, 2.Stock, Stiege 7
Montag 17.10. 13:15 - 14:45 Hörsaal 42 Hauptgebäude, 2.Stock, Stiege 7
Montag 24.10. 13:15 - 14:45 Hörsaal 42 Hauptgebäude, 2.Stock, Stiege 7
Montag 31.10. 13:15 - 14:45 Hörsaal 42 Hauptgebäude, 2.Stock, Stiege 7
Montag 07.11. 13:15 - 14:45 Hörsaal 42 Hauptgebäude, 2.Stock, Stiege 7
Montag 14.11. 13:15 - 14:45 Hörsaal 42 Hauptgebäude, 2.Stock, Stiege 7
Montag 21.11. 13:15 - 14:45 Hörsaal 42 Hauptgebäude, 2.Stock, Stiege 7
Montag 28.11. 13:15 - 14:45 Hörsaal 42 Hauptgebäude, 2.Stock, Stiege 7
Montag 05.12. 13:15 - 14:45 Hörsaal 42 Hauptgebäude, 2.Stock, Stiege 7
Montag 12.12. 13:15 - 14:45 Hörsaal 42 Hauptgebäude, 2.Stock, Stiege 7
Montag 09.01. 13:15 - 14:45 Hörsaal 42 Hauptgebäude, 2.Stock, Stiege 7
Montag 16.01. 13:15 - 14:45 Hörsaal 42 Hauptgebäude, 2.Stock, Stiege 7
Montag 23.01. 13:15 - 14:45 Hörsaal 42 Hauptgebäude, 2.Stock, Stiege 7

Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Exophones Schreiben kann man wie die deutsch schreibende Autorin Tawada Yoko als ein “Heraustreten aus der Muttersprache” bezeichnen, oder, etwas weniger emphatisch, als Entscheidung für die Adoption einer anderen, nicht 'nativen' Sprache (wobei die erste, die 'Muttersprache', keineswegs aufgegeben werden muß). Es ist kein neues, in der zeitgenössischen Literaturlandschaft aber besonders beachtetes Phänomen. Aus literaturwissenschaftlicher Perspektive stellt es eine Entscheidung dar, die nicht nur für AutorInnenbiographien von Bedeutung ist. Sie erfordert ein Überdenken und Anpassen auch der facheinschlägigen Klassifizierungen, unserer Lesarten und Begrifflichkeiten, Feststellungen und Zuordnungen von literarischen Texten – und sie erfordert die Auseinandersetzung mit sprach- und kulturüberschreitenden Denkformen, Sichtweisen und Ausdrucksmöglichkeiten.
Um dies zu verdeutlichen und einzuüben wird in jeder Vorlesungsstunde jeweils ein einschlägiger Begriff im Zentrum stehen, der theoretisch eingeführt und am Beispiel der Werke der auf Japanisch und auf Deutsch schreibenden Autorin Yoko Tawada untersucht wird. Auf diese Weise werden paradigmatisch Themen und Motive, Formen und Verfahren, Konzepte und Begründungen exophoner Literatur heute dargestellt.
Zu den (deutschsprachigen) Werken Tawadas werden Übersichtsdarstellungen auf moodle gestellt, die der Einführung dienen. In der Vorlesung wird neben der eigenständigen Lektüre der Texte Tawadas auch die Kenntnisnahme dieser Darstellungen vorausgesetzt.
Das Vorlesungsskript wird nicht auf moodle zugänglich sein. Der Besuch der Vorlesung bleibt unabdinglich.

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Die Vorlesung wird mit einer schriftlichen Prüfung abgeschlossen. Der Besuch der Vorlesungseinheiten ist Voraussetzung für das erfolgreiche Bestehen der Klausur. In der Klausur werden 8 Fragen jeweils zu einer der 14 Vorlesungseinheiten gestellt, die zusammenhängend beantwortet werden müssen. Vor der Prüfungsanmeldung muß ein schriftlich angefertigtes Stundenprotokoll (eine Seite) abgegeben werden.

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Der regelmässige Besuch der Vorlesungseinheiten wird vorausgesetzt. Grundkenntnisse des Gesamtwerks von Yoko Tawada sind unabdinglich, um die in den einzelnen Einheiten diskutierten Konzepte nachverfolgen zu können.Die Bearbeitung der in der Klausur gestellten Fragen muß argumentativ vollständig, sachlich richtig, sprachlich korrekt und stilistisch angemessen sein (keine Stichpunkte).

Prüfungsstoff

In der Klausur wird der Stoff der Vorlesungseinheiten geprüft. Er umfaßt neben der Textkenntnis der Primärtexte Tawadas die an diesen Beispielen jeweils behandelten (theoretischen) Konzepte.

Literatur


Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

BA M4, EC

Letzte Änderung: Mo 07.09.2020 15:34