Universität Wien FIND

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135813 KO KO: Autor*innen der Weltliteratur als Figuren (2020W)

Strategien der Literarisierung, Fiktionalisierung, Mythisierung und Ikonisierung

Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung

An/Abmeldung

Hinweis: Ihr Anmeldezeitpunkt innerhalb der Frist hat keine Auswirkungen auf die Platzvergabe (kein "first come, first serve").

Details

max. 32 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

Vom 4.11. bis auf Widerruf findet das Seminar digital statt.

Donnerstag 01.10. 09:45 - 11:15 Seminarraum 2 Sensengasse 3a 1.OG
Donnerstag 08.10. 09:45 - 11:15 Seminarraum 2 Sensengasse 3a 1.OG
Donnerstag 15.10. 09:45 - 11:15 Seminarraum 2 Sensengasse 3a 1.OG
Donnerstag 22.10. 09:45 - 11:15 Seminarraum 2 Sensengasse 3a 1.OG
Donnerstag 29.10. 09:45 - 11:15 Seminarraum 2 Sensengasse 3a 1.OG
Donnerstag 05.11. 09:45 - 11:15 Seminarraum 2 Sensengasse 3a 1.OG
Donnerstag 12.11. 09:45 - 11:15 Seminarraum 2 Sensengasse 3a 1.OG
Donnerstag 19.11. 09:45 - 11:15 Seminarraum 2 Sensengasse 3a 1.OG
Donnerstag 26.11. 09:45 - 11:15 Seminarraum 2 Sensengasse 3a 1.OG
Donnerstag 03.12. 09:45 - 11:15 Seminarraum 2 Sensengasse 3a 1.OG
Donnerstag 10.12. 09:45 - 11:15 Seminarraum 2 Sensengasse 3a 1.OG
Donnerstag 17.12. 09:45 - 11:15 Seminarraum 2 Sensengasse 3a 1.OG
Donnerstag 07.01. 09:45 - 11:15 Seminarraum 2 Sensengasse 3a 1.OG
Donnerstag 14.01. 09:45 - 11:15 Seminarraum 2 Sensengasse 3a 1.OG
Donnerstag 21.01. 09:45 - 11:15 Seminarraum 2 Sensengasse 3a 1.OG
Donnerstag 28.01. 09:45 - 11:15 Seminarraum 2 Sensengasse 3a 1.OG

Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Autor*innen der Weltliteratur als Figuren: Strategien der Literarisierung, Fiktionalisierung, Mythisierung und Ikonisierung
Im Verlauf des Kanonisierungsprozesses können einige Autor*innen selbst zu literarischen oder filmischen Figuren werden – und zwar nicht nur in Biographien oder sogenannten Biopics, sondern als Teil von fiktionalen Narrativen. Es werden dann biographisch spannende oder skandalöse Momente hervorgehoben, Inkohärenzen zwischen Biographie, Werk und kultureller Bedeutung eingeebnet oder betont. Als Figuren können Autor*innen sowohl sakralisiert oder demontiert werden. Egal mit welcher Intention, immer folgt die Fiktionalisierung einer realhistorischen Person mit Blick auf eine Funktion: Sie kann einen Bedarf nach einer nationalkulturellen Orientierungsfigur stillen, aber ebenso den Personenkult ad absurdum führen. Sie kann auch unterhalten, was zum Beispiel in Hörspielen geschieht, in denen Oscar Wilde mit Mycroft Holmes, Edgar Allan Poe mit Alexandre Dupin oder die Gebrüder Grimm Kriminalfälle lösen. Sie kann aber auch dazu dienen, eine politische Position zu stärken – sei es zum Zweck der Machterhaltung oder Subversion. letzteres lässt sich in den Neuen Medien und insbesondere in Sozialen Netzwerken beobachten, wenn etwa Virginia Woolf oder Sappho zu Ikonen der feministischen oder LGBTQ+-Bewegung werden. Die Idee des Seminars ist es, Funktionalisierung dieser Art nicht als widerrechtliche Vereinnahmung zu diskreditieren, sondern das Phänomen als eine kulturelle Praxis, die den Weltliteraturkanon bestätigt oder gar erzeugt, systematisch in den Blick zu bekommen. Wir nehmen dazu eine doppelte Perspektive ein: Zum einen wird es darum gehen, mit Hilfe narratologischer Figurenanalyse das Phänomen der fiktionalisierten Autor*innen in einzelnen Texten bzw. in größeren transfiktionalen Zusammenhängen zu untersuchen und zum anderen darum, ihre Funktion im jeweiligen Text und damit auch kulturellem Kontext zu bestimmen. Die Literaturanalysen sollen von explorativen Studien zur Verwendung von Autor*innen in den Sozialen Medien begleitet werden.

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Anwesenheit, Mitarbeit, regelmäßige Lektüre und Essay

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Prüfungsstoff

Literatur

wird zu Beginn des Semesters bei Moodle bereitgestellt

Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

MA M1

Letzte Änderung: Mo 02.11.2020 18:49