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140121 VO VM1 / VM7 - Kritik / Widerspruch / Widerstand (2017W)

SGU

An/Abmeldung

Details

max. 999 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch, Englisch

Prüfungstermine

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

Dienstag 10.10. 18:30 - 20:00 Hörsaal A UniCampus Zugang Hof 2 2F-EG-32
Dienstag 17.10. 18:30 - 20:00 Hörsaal A UniCampus Zugang Hof 2 2F-EG-32
Dienstag 24.10. 18:30 - 20:00 Hörsaal A UniCampus Zugang Hof 2 2F-EG-32
Dienstag 31.10. 18:30 - 20:00 Hörsaal A UniCampus Zugang Hof 2 2F-EG-32
Dienstag 07.11. 18:30 - 20:00 Hörsaal A UniCampus Zugang Hof 2 2F-EG-32
Dienstag 14.11. 18:30 - 20:00 Hörsaal A UniCampus Zugang Hof 2 2F-EG-32
Dienstag 21.11. 18:30 - 20:00 Hörsaal A UniCampus Zugang Hof 2 2F-EG-32
Dienstag 28.11. 18:30 - 20:00 Hörsaal A UniCampus Zugang Hof 2 2F-EG-32
Dienstag 05.12. 18:30 - 20:00 Hörsaal A UniCampus Zugang Hof 2 2F-EG-32
Dienstag 12.12. 18:30 - 20:00 Hörsaal A UniCampus Zugang Hof 2 2F-EG-32
Inst. f. Afrikawissenschaften, Seminarraum 2 UniCampus Hof 5 2M-O1-06
Seminarraum Internationale Entwicklung Afrikawissenschaften UniCampus Hof 5 2Q-EG-05
Dienstag 09.01. 18:30 - 20:00 Hörsaal A UniCampus Zugang Hof 2 2F-EG-32
Dienstag 16.01. 18:30 - 20:00 Hörsaal A UniCampus Zugang Hof 2 2F-EG-32
Dienstag 23.01. 18:30 - 20:00 Hörsaal A UniCampus Zugang Hof 2 2F-EG-32
Dienstag 30.01. 18:30 - 20:00 Hörsaal A UniCampus Zugang Hof 2 2F-EG-32

Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

In der Ringvorlesung setzen wir uns auf theoretischer Ebene mit der Frage, was Kritik sein muss, sowie mit Widerstand und radikalen Subjektformen auseinander und verbinden diese mit praktischen, gelebten Widerstandsformen, die wir kennenlernen und diskutieren werden. Hierzu werden nicht nur Menschen aus dem akademischen Feld sprechen, sondern auch Aktivist*innen und Kollektive.

Wir wollen einen Raum schaffen, in dem eine kritische Auseinandersetzung mit Widerstand stattfinden kann, der unterschiedliche Ansätze stark macht und Kritik, sowie Reflexionen zulässt. Dadurch soll auch der Frage nach Struktur und Handlung nachgegangen werden, um auszumachen, welche Strukturen durch welche Handlungen transformiert werden können und wo Räume für Widerstand auszumachen sind. Außerdem sollen Widersprüche und unterschiedliche Perspektiven (aus beispielsweise postkolonialer, feministischer und ideologiekritischer Sicht) auf widerständige Praxis sichtbar gemacht werden. Mit dem zusätzlichen Fokus auf Methoden werden Möglichkeiten der Umsetzung aufgezeigt - beispielsweise in Form eines Workshops oder einer Performance.

Neben der theoretischen Reflexion über Begriffe wie Kritik, Widerstand und Subjektformen wird im Rahmen der Ringvorlesung eine Auseinandersetzung über entstehende Widersprüche in den eigenen alltäglichen Praxen, unserem Handeln, und unserem eigenen Denken stattfinden. Bei der Beschäftigung mit diesen Themen soll auch auf Fragen nach Identität, Privilegien, Normativität und Gewalt eingegangen werden. Wie können Widersprüche in gesellschaftlichen Strukturen Möglichkeiten für widerständige Praxis bieten? Und wie können Räume aussehen und gestaltet werden, in denen das Individuum auch die eigenen Widersprüche reflektieren und ‘Risse im Subjekt‘ für emanzipatorische Momente nutzbar machen kann?

10.10. Kritisieren, analysieren, widersprechen – eine begriffliche Annäherung
Vortrag Hans Pühretmayer (Wien)

17.10. Feministische Kritik, feministischer Widerstand!
Fanny Müller-Uri (Wien)

24.10. Postkoloniale Widerstände – Widerständige Praxen
Vortrag Vlatka Frketic (Wien)

31.10. Raumaneignung als widerständige Praxis
Podium mit Project.Shelter (Frankfurt), Sylvi Kretschmar (Hamburg), HabiTAT (Linz)

7.11. Handlung mit, in oder gegen den Staat
Podium mit Marion Löffler, Wolfram Schaffar, Elmar Flatschart (Wien)

14.11. Die neoliberal umgebaute Universität und Kämpfe um Wissen
Vortrag Alex Demirovic (Berlin)

21.11. Performance
Stefanie-Lahya Aukongo (Berlin)

28.11. Everyday Rebellion – Creative forms of non-violent Protest
Film und Gespräch mit Arash Riahi (Regie)

05.12. Protest Policing – zwischen Schutz und Repression
Vortrag Angelika Adensamer, Maria Sagmeister (Wien)

12.12. Widerständige Workshops
T.B.A.

09.01. Affektive Arbeit – affektiver Wert?
Vortrag Encarnación Gutiérrez-Rodríguez (Gieben)

16.01. Strategischer Essentialismus – Zur Problematik kollektiver Identitäten in der Linken
Vortrag Jens Kastner (Wien)

23.01. Kritische Bildung als widerständige Praxis
Podium mit Netzwerk für Demokratie und Courage (D), Norina Müller (Wuppertal), Daniela Holzer (Graz)

30.01.Gegen-Expertise – Poulantzas‘ Kritik der Arbeitsteilung als Beitrag zu einer ‚neuen Klassenpolitik‘
Mit Alexander Gallas (Kassel)

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Essay

Die Prüfungsleistung setzt sich zusammen aus einem zweiteiligen Essay bestehend aus 1) einer Auseinandersetzung mit im Rahmen der Vorlesung zur Verfügung gestellter oder eigens recherchierter Literatur und 2) einer Reflexion über eine oder zwei Unterrichtseinheiten. Die Teilabschnitte können, müssen aber nicht zwingend inhaltlich miteinander verknüpft sein. Insgesamt soll der Essay mindestens 5 Seiten umfassen, es gibt jedoch keine maximale Seitenbeschränkung. Eine längere Arbeit wirkt sich weder positiv noch negativ auf die Benotung aus. Ein Startpunkt für die Ausarbeitung könnte beispielsweise ein in der Vorlesung debattierter Begriff oder ein Widerspruch sein, der dann anhand von Literatur, den Debatten und/oder Vorträgen der Vorlesung oder Reflexionen über das eigene Handeln und Denken dargestellt und debattiert oder kritisiert wird. Hier sei nochmals erwähnt, dass eure Argumentation im ersten Abschnitt des Essays im Dialog mit der ausgewählten Literatur entwickelt werden sollte. Setzt euch kritisch mit den in der Vorlesung angesprochenen Theorien, Begriffen und Praxen auseinander. Wichtig ist uns dabei eine gut begründete und eigenständige Argumentation.

Der Essay muss nicht zwangsläufig gängigen Standards des wissenschaftlichen Arbeitens entsprechen. Wenn Literatur zitiert wird, würden wir uns allerdings wünschen, dass ihr diese korrekt zitiert und Verweise auf Literatur/Quellen umfassend in einem an die Arbeit angehängten Quellenverzeichnis auflistet, um eure Argumentation nachvollziehbarer zu machen.

Zudem wünschen wir uns, dass im Kontext der Arbeiten auf einen geschlechtersensiblen und bewussten Umgang mit Sprache geachtet wird, dass also beispielsweise mit Unterstrich oder Stern gegendert wird. Bei Unsicherheiten und Fragen diesbezüglich könnt ihr uns gerne ansprechen. Es wird nicht verlangt, dass jede*r solche formalen Kriterien bereits kennt und beherrscht.

Eine Abgabe vorläufiger Versionen ist bereits während des Semesters möglich, falls Feedback und Anregungen gewünscht sind. Auch können Ideen und Fragen im Verlauf des Semesters gerne mit uns vorbesprochen werden.

Die Abgabe der fertigen Essays erfolgt ausschließlich über Moodle.

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Prüfungsstoff

Literatur

wird auf moodle zu finden sein!

Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

VM1; VM7

Letzte Änderung: Do 05.09.2019 12:52