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Achtung! Das Lehrangebot ist noch nicht vollständig und wird bis Semesterbeginn laufend ergänzt.

140214 VO+UE VM3 / VM1 - Energie als globales ungleiches gesellschaftliches Naturverhältnis (2016W)

Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung
NR

An/Abmeldung

Hinweis: Ihr Anmeldezeitpunkt innerhalb der Frist hat keine Auswirkungen auf die Platzvergabe (kein "first come, first served").

Details

max. 25 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

Regelmäßige Teilnahme wird im Sinne aller Teilnehmer_innen erwartet. Abmeldung nur bis zur vorgeschriebenen Anmeldephase möglich, danach wird eine negative Note eingetragen!

Mittwoch 12.10. 15:00 - 18:00 Seminarraum SG1 Internationale Entwicklung, Sensengasse 3, Bauteil 1
Mittwoch 19.10. 15:00 - 18:00 Seminarraum SG1 Internationale Entwicklung, Sensengasse 3, Bauteil 1
Mittwoch 16.11. 15:00 - 18:00 Seminarraum SG1 Internationale Entwicklung, Sensengasse 3, Bauteil 1
Mittwoch 30.11. 15:00 - 18:00 Seminarraum SG1 Internationale Entwicklung, Sensengasse 3, Bauteil 1
Mittwoch 14.12. 15:00 - 18:00 Seminarraum SG1 Internationale Entwicklung, Sensengasse 3, Bauteil 1
Mittwoch 11.01. 15:00 - 18:00 Seminarraum SG1 Internationale Entwicklung, Sensengasse 3, Bauteil 1
Mittwoch 25.01. 15:00 - 18:00 Seminarraum SG1 Internationale Entwicklung, Sensengasse 3, Bauteil 1

Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Im Seminar soll Energie als zentrales Forschungsdesiderat der Entwicklungstheorie beleuchtet werden.
Zuerst wird aufbauend auf das Theorem der gesellschaftlichen Naturverhältnisse ein theoretischer Rahmen erarbeitet, mit dem auch Energie sinnvoll zu erfassen ist. In Folge werden einige wichtige Quellen aus der sozialen Ökologie bzw. dem Ökomarxismus herangezogen werden um die Spezifika des vorherrschenden fossilen Energiesystems aus globaler Perspektive zu betrachten. Dabei wird die Rolle des ungleichen Nord-Südverhältnisses thematisiert werden, allerdings werden auch die Spezifika der Öl-Extraktion und die teils gelingende Organisation peripherer Akteure (OPEC) historisch im Rahmen der Politischen Ökonomie fossiler Energie vermittelt. Über klassische Analysen der ‚Geopolitik des Öls‘ hinaus, die Energie v.a. als Ressource behandeln, soll allerdings in Folge gezeigt werden, dass Energie ein grundlegendes soziales Verhältnis darstellt, welches maßgeblich für die Vermittlung zwischen dem ‚natürlichen‘ und ‚menschlichen‘ Seiten des gesellschaftlichen Naturverhältnisses Verantwortung trägt. Insbesondere erweist sich somit, bestehende Energiesysteme enge Verknüpfungen zu basalen Formen der kapitalistischen und patriarchalen Gesellschaft aufweisen. Der ‚energetische Fix‘ fossiler Energieverhältnisse schafft Abhängigkeiten die ins globale Welt-System eingeschrieben sind und Ungleichheitsverhältnisse letztlich zementieren. Schließlich soll erwogen werden ob und wie eine Transition vom vorherrschenden fossilen Energiesystem hin zu erneuerbaren Systemen möglich ist. Hierfür wird auf Überlegungen aus der Politischen Ökologie zurückgegriffen, aber auch auf die Spezifika des Nord-Süd-Verhältnisses eingegangen eine mögliche Energiewende in Deutschland kann ungleichen Entwicklungspotentialen in China oder Brasilien gegenüberstehen. Ebenso sind auch die Folgen des global ungleichen Energiesystems aus einer integrierten welt-systemischen Perspektive zu betrachten. Letztlich soll den Studierenden der globale Charakter gesellschaftlicher Energieverhältnisse vermittelt werden und somit ein komplexerer Blick auf sozial-ökologische Anliegen der Entwicklungsforschung ermöglicht werden.

1. Block: Einführung in die Theorie der gesellschaftlichen Naturverhältnisses
2. Block: Energie als Vermittlung im Naturverhältnisses
3. Block: Politische Ökonomie fossiler Energie
4. Block: (Fossile) Energieverhältnisse zwischen Zentrum und Peripherie

Methodisch wird ein Mix aus kurzen Inputs, Arbeit in Kleingruppen, sowie Impulsreferaten angestrebt. Da es sich um ein theorielastiges Seminar handelt wird viel Wert auf die Textlektüre und -Besprechung gelegt.

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Gruppenreferate, Mitarbeit, Textzusammenfassungen, Abschlussarbeit

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Beurteilungskriterien sind die Erbringung der Teilleistungen "Textzusammenfassung", "Referat", "Mitarbeit" und "Abschlussarbeit".

Es gilt folgender Beurteilungsmaßstab.

Textzusammenfassungen: 30%
Referat: 30%
Abschlussarbeit: 20%
Mitarbeit: 10%

Pro LV-Block sind durchschnittlich zweit Textzusammenfassungen abzugeben (Abgabe nur vor der Einheit). Mindestanforderung ist die Abgabe von mehr als der Hälfte der Zusammenfassungen, Staffelung der Noten je nach Anzahl der abgegebenen Zusammenfassungen.

Referate finden in Gruppen (mind. zu zweit) statt und sind in Rücksprache mit der LV-Leitung ausführlich vorzubereiten.

Die Abschlussarbeit fällt gemäß dem Format (VO+UE) kurz aus und dient v.a. der eigenständigen Reflexion der LV-Inhalte.

Prüfungsstoff

Literatur

Wird auf Moodle bekanntgegeben.

Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

VM1, VM3

Letzte Änderung: Mi 21.04.2021 13:31