140232 VO+UE Natürliche Ressourcen - Fluch oder Segen? (2008W)
Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung
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An/Abmeldung
Hinweis: Ihr Anmeldezeitpunkt innerhalb der Frist hat keine Auswirkungen auf die Platzvergabe (kein "first come, first served").
- Anmeldung von Mo 22.09.2008 10:00 bis Do 02.10.2008 23:59
- Abmeldung bis So 05.10.2008 23:59
Details
max. 25 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch
Lehrende
Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert
- Mittwoch 15.10. 17:00 - 20:00 (ehem. Seminarraum Internationale Entwicklung Afrikawissenschaften UniCampus Hof 5 2Q-EG-05)
- Mittwoch 12.11. 17:00 - 20:00 (ehem. Seminarraum Internationale Entwicklung Afrikawissenschaften UniCampus Hof 5 2Q-EG-05)
- Mittwoch 26.11. 17:00 - 20:00 (ehem. Seminarraum Internationale Entwicklung Afrikawissenschaften UniCampus Hof 5 2Q-EG-05)
- Mittwoch 03.12. 17:00 - 20:00 (ehem. Seminarraum Internationale Entwicklung Afrikawissenschaften UniCampus Hof 5 2Q-EG-05)
- Mittwoch 14.01. 17:00 - 20:00 (ehem. Seminarraum Internationale Entwicklung Afrikawissenschaften UniCampus Hof 5 2Q-EG-05)
- Mittwoch 21.01. 17:00 - 20:00 (ehem. Seminarraum Internationale Entwicklung Afrikawissenschaften UniCampus Hof 5 2Q-EG-05)
- Mittwoch 28.01. 17:00 - 20:00 (ehem. Seminarraum Internationale Entwicklung Afrikawissenschaften UniCampus Hof 5 2Q-EG-05)
Information
Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung
Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel
Benotet werden die Referate, die je nach Wunsch in 2er Gruppen oder alleine gehalten werden, die Koreferate und das Handout zum Referat. Zu den einzelnen Referaten sollte bis spätestens eine Woche vor dem Referatstermin ein Treffen mit der LVleiterin vereinbart, sowie das Handout abgeliefert werden. Ausserdem wird jedeR Studierende ein Koreferat halten.
Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab
Ziel der Lehrveranstaltung ist es, Studierenden die unterschiedlichen Effekte und Auswirkungen eines Überflusses an natürlichen Ressourcen zu vermitteln, und mögliche Lösungsansätze zu diskutieren. Methodisch wird in der Lehrveranstaltung Wert auf das Erarbeiten, Verstehen und Vermitteln wissenschaftlicher Fachliteratur gelegt. Ein weiteres Ziel ist es, die Studierenden mit ökonomischen Sichtweisen und Argumentationen vertraut zu machen.
Prüfungsstoff
Kurze Einführung in die Thematik durch die LV leiterin. Darauffolgend Vorträge von Studierenden, Koreferate und allgemeine Diskussion der Themen.
Literatur
Vorwiegend Fachliteratur aus politikwissenschaftlichen sowie ökonomischen Fachzeitschriften. Die benötigten Artikel werden in einem Handapparat zur Verfügung gestellt.
Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis
T III
Letzte Änderung: Mo 07.09.2020 15:34
Eine ähnliche These, wenn auch weniger paradox, wird von Wissenschaftern vertreten deren Forschung darauf hindeutet, dass ressourcenreiche Länder öfter unter gewaltsamen Konflikten leiden als solche, die als ressourcenarm gelten. Arbeiten von Collier und Hoeffler (2004), Ross (2004) und anderen finden, dass gewisse Ressourcen Bürgerkriege auslösen, und oft die finanzielle Unterstützung bieten, die Rebellengruppen brauchen um gegenwärtige Regierungen militärisch herauszufordern.
Die erwähnten Forschungergebnisse, führten dazu, dass heutzutage immer öfter von dem "Fluch der natürlichen Ressourcen" gesprochen wird. In der Lehrveranstaltung werden potentielle Gründe für den Fluch vorgestellt und kritisch evaluiert. Dabei wird chronologisch vorgegangen, und eine grosse Bandbreite von Argumenten beleuchtet. Im speziellen wird über die strukturellen Theorien der 1950er Jahre, über die berühmte "Dutch Disease" Hypothese bis zu dem sogenannten "indirekten" Erklärungsansatz (der auf der Annahme eines negativen Einflusses von Ressourcen auf Institutionen beruht) ein Überblick über die Diskussion bis zum heutigen Tage gegeben.
Ausserdem wird die Lehrveranstaltung eine weitere Facette des Fluchs der natürlichen Ressourcen beleuchten, den - wie eingangs erwähnt - Zusammenhang zwischen Ressourcenreichtum und der Dauer und Inzidenz von gewaltsamen Konflikten. Hier wird darauf eingegangen wie genau der Zusammenhang aussieht, welche Motivationen einem solchen Zusammenhang zugrundeliegen und ob alle Arten von Ressourcen die selbe Auswirkung auf Konfliktdauer und -inzidenz haben.
Die Fluch-diskussion hat mittlerweile auch in Politikdebatten Eingang gefunden, und die Forschung resultiert in Politikempfehlungen sowie konkreten Initiativen zum Beispiel der Weltbank. Auch diese werden in der Lehrveranstaltung im Detail vorgestellt, deren potentieller Erfolg diskutiert und, wo möglich, evaluiert.