Universität Wien FIND

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140332 SE T II - TIV - VM1 - VM7 - Politik der Geschlechterverhältnisse in Lateinamerika (2013W)

Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung

An/Abmeldung

Details

max. 25 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

Dienstag 08.10. 18:00 - 20:00 Inst. f. Afrikawissenschaften, Seminarraum 2 UniCampus Hof 5 2M-O1-06
Dienstag 15.10. 18:00 - 20:00 Inst. f. Afrikawissenschaften, Seminarraum 2 UniCampus Hof 5 2M-O1-06
Dienstag 22.10. 18:00 - 20:00 Inst. f. Afrikawissenschaften, Seminarraum 2 UniCampus Hof 5 2M-O1-06
Dienstag 29.10. 18:00 - 20:00 Inst. f. Afrikawissenschaften, Seminarraum 2 UniCampus Hof 5 2M-O1-06
Dienstag 05.11. 18:00 - 20:00 Inst. f. Afrikawissenschaften, Seminarraum 2 UniCampus Hof 5 2M-O1-06
Dienstag 12.11. 18:00 - 20:00 Inst. f. Afrikawissenschaften, Seminarraum 2 UniCampus Hof 5 2M-O1-06
Dienstag 19.11. 18:00 - 20:00 Inst. f. Afrikawissenschaften, Seminarraum 2 UniCampus Hof 5 2M-O1-06
Dienstag 26.11. 18:00 - 20:00 Inst. f. Afrikawissenschaften, Seminarraum 2 UniCampus Hof 5 2M-O1-06
Dienstag 03.12. 18:00 - 20:00 Inst. f. Afrikawissenschaften, Seminarraum 2 UniCampus Hof 5 2M-O1-06
Dienstag 10.12. 18:00 - 20:00 Inst. f. Afrikawissenschaften, Seminarraum 2 UniCampus Hof 5 2M-O1-06
Dienstag 17.12. 18:00 - 20:00 Inst. f. Afrikawissenschaften, Seminarraum 2 UniCampus Hof 5 2M-O1-06
Dienstag 07.01. 18:00 - 20:00 Inst. f. Afrikawissenschaften, Seminarraum 2 UniCampus Hof 5 2M-O1-06
Dienstag 14.01. 18:00 - 20:00 Inst. f. Afrikawissenschaften, Seminarraum 2 UniCampus Hof 5 2M-O1-06
Dienstag 21.01. 18:00 - 20:00 Inst. f. Afrikawissenschaften, Seminarraum 2 UniCampus Hof 5 2M-O1-06
Dienstag 28.01. 18:00 - 20:00 Inst. f. Afrikawissenschaften, Seminarraum 2 UniCampus Hof 5 2M-O1-06

Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Der Staat ist kein Ort jenseits gesellschaftlicher Machtverhältnisse. Geschlechterverhältnisse sind für die Ausformung von Staatsprojekten und strukturen konstitutiv (Sauer 2001) und müssen daher sowohl in den theoretischen Überlegungen als auch in der empirischen Untersuchung berücksichtigt werden. Geschlechterverhältnisse sind nach R.W. Connell von Re-/Produktions- und Arbeitsverhältnissen, Machtverhältnissen sowie emotionalen Verhältnissen abhängig, weshalb den Bereichen Markt, Staat und Familie sowie ihrer staatlichen Organisation große Bedeutung für das vorherrschende Geschlechterregime zukommt.

Die Lateinamerikaforschung nimmt Bedacht auf länderspezifische Differenzen in der historischen Entwicklung von Staatlichkeit (Bernecker et al 1992-1996; Whitehead 1994; Beyhaut 2002; Halperin Donghi 2004), formuliert ihre Ergebnisse aber mit wenigen Ausnahmen (zum Beispiel Joseph/Nugent 2003; González Casanova 2003) nicht als theoretische Befunde. Wie Geschlechterverhältnisse Staat und Nation konstituieren und welche Geschlechterregime sich in der staatlichen Organisation ausbilden, blieb aber auch in dieser Literatur fast immer außen vor. Mittlerweile gibt es jedoch eine nicht zu unterschätzende Zahl Studien, die sich diesen Fragen widmet. Ziel des Seminars ist es daher, anhand konkreter Fallbeispiele aus Lateinamerika zu untersuchen, wie weit einerseits Geschlechterordnungen konstitutiv für die staatliche Organisation sind und andererseits staatliche Politiken wieder strukturierend auf die Geschlechterverhältnisse zurückwirken.

Auch der Rolle und Organisation der Frauenbewegungen in ausgewählten Länderbeispielen wird als wesentlichem politischem Akteur Aufmerksamkeit geschenkt. Welche Erfolge können Frauenbewegungen für sich verbuchen, welchen Herausforderungen mussten und müssen sie sich heute stellen?

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Anwesenheit und aktive Beteiligung an Diskussionen
Präsentation eines Fallbeispiels
Memos
SE-Arbeit

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Kenntnis feministischer Theorien
Anwendung der Theorie auf Fallbeispiele
Kenntnisse zu Politik der Geschlechterverhältnisse und Frauenbewegungen in Lateinamerika
Verständnis für regionale Unterschiede

Prüfungsstoff

• Grundlagentexte werden durch angeleitete Diskussionen und Orientierungsfragen, die individuell oder in Gruppen vorbereitet werden, abschnittsweise erarbeitet.
• individuelle oder Gruppenpräsentationen: dienen für einzelne Studierende als Möglichkeit, ein Fallbeispiel zu vertiefen und ihre Erkenntnisse vor der Gruppe vorzustellen
• PowerPoint-gestützter Input-Vortrag: hier werden von der LV-Leiterin wesentliche Inhalte vermittelt, Debatten vorgestellt und Diskussionen angeregt
• Einsatz von Dokumentationen, Radio-Features und visuellem Material
• Blended learning: Die Lernplattform der Universität Wien wird als ‘Service- und Informationsplattform’ als auch als didaktisches Tool seinen Einsatz finden. Recherchierte Materialien sollen dort zusammengeführt und strukturiert werden.Blended learning (Moodle)

Literatur


Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

T II, T IV, VM1, VM7

Letzte Änderung: Do 29.10.2020 00:22