Universität Wien FIND

140391 SE VM1 / VM7 - Frauenbewegungen und Geschlechterverhältnisse in Lateinamerika (2017S)

Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung
SGU

An/Abmeldung

Details

max. 25 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

Donnerstag 16.03. 12:00 - 14:00 Seminarraum SG1 Internationale Entwicklung, Sensengasse 3, Bauteil 1
Donnerstag 23.03. 12:00 - 14:00 Seminarraum SG1 Internationale Entwicklung, Sensengasse 3, Bauteil 1
Donnerstag 30.03. 12:00 - 14:00 Seminarraum SG1 Internationale Entwicklung, Sensengasse 3, Bauteil 1
Donnerstag 06.04. 12:00 - 14:00 Seminarraum SG1 Internationale Entwicklung, Sensengasse 3, Bauteil 1
Donnerstag 27.04. 12:00 - 14:00 Seminarraum SG1 Internationale Entwicklung, Sensengasse 3, Bauteil 1
Donnerstag 04.05. 12:00 - 14:00 Seminarraum SG1 Internationale Entwicklung, Sensengasse 3, Bauteil 1
Donnerstag 11.05. 12:00 - 14:00 Seminarraum SG1 Internationale Entwicklung, Sensengasse 3, Bauteil 1
Donnerstag 18.05. 12:00 - 14:00 Seminarraum SG1 Internationale Entwicklung, Sensengasse 3, Bauteil 1
Donnerstag 01.06. 12:00 - 14:00 Seminarraum SG1 Internationale Entwicklung, Sensengasse 3, Bauteil 1
Donnerstag 08.06. 12:00 - 14:00 Seminarraum SG1 Internationale Entwicklung, Sensengasse 3, Bauteil 1
Donnerstag 22.06. 12:00 - 14:00 Seminarraum SG1 Internationale Entwicklung, Sensengasse 3, Bauteil 1

Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Die LV legt eine feministische Perspektive auf Staatsbildung und Staatlichkeit (unter Einfluss des Kolonialismus und Dekolonisierung) und untersucht anhand konkreter Fallbeispiele wie Staatsdiskurse und Staatsapparate vergeschlechtlichte Subjekte erst herstellen.

Der Staat ist kein Ort jenseits gesellschaftlicher Machtverhältnisse. Geschlechterverhältnisse sind für die Ausformung von Staatsprojekten und strukturen konstitutiv und müssen daher sowohl in den theoretischen Überlegungen als auch in der empirischen Untersuchung berücksichtigt werden. Geschlechterverhältnisse sind nach R.W. Connell von Re-/Produktions- und Arbeitsverhältnissen, Machtverhältnissen sowie emotionalen Verhältnissen abhängig, weshalb den Bereichen Markt, Staat und Familie sowie ihrer staatlichen Organisation große Bedeutung für das vorherrschende Geschlechterregime zukommt.

Die Lateinamerikaforschung nimmt Bedacht auf länderspezifische Differenzen in der historischen Entwicklung von Staatlichkeit. Wie Geschlechterverhältnisse Staat und Nation konstituieren und welche Geschlechterregime sich in der staatlichen Organisation ausbilden, blieb jedoch in den wissenschaftlichen Studien häufig außen vor. Mittlerweile gibt es jedoch viele Studien, die sich diesen Fragen widmen. Ziel des Seminars ist es daher, anhand konkreter Fallbeispiele aus Lateinamerika zu untersuchen, wie weit einerseits Geschlechterordnungen konstitutiv für die staatliche Organisation sind und andererseits staatliche Politiken wieder strukturierend auf die Geschlechterverhältnisse zurückwirken.

Auch der Rolle und Organisation der Frauenbewegungen in ausgewählten Länderbeispielen wird als wesentlichem politischem Akteur Aufmerksamkeit geschenkt. Welche Erfolge können Frauenbewegungen für sich verbuchen, welchen Herausforderungen mussten und müssen sie sich heute stellen? Der Frage nach Ressourcenausbeutung sowie verteilung und ihren geschlechtsspezifischen Auswirkungen kommt in den empirischen Fallbeispielen ebenfalls Bedeutung zu. Das Thema der Frauenbewegungen steht wiederum auch im Zusammenhang mit der Frage nach transnationalem Aktivismus.

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Lektüre, Referat, Seminararbeit

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Prüfungsstoff

Literatur


Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

VM1, VM7

Letzte Änderung: Mo 20.03.2017 15:23