Universität Wien FIND

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140399 SE T II - Ungleiche Entwicklung (2009W)

Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung

Voraussetzung: Fähigkeit komplexe sozialwissenschaftliche Texte in deutscher und englischer Sprache zu lesen und zu verstehen.

Nähere Informationen im Syllabus beim ersten Treffen.

Termine:
Donnerstag, 15.10.2009, 15:00-18:00
Donnerstag, 05.11.2009, 15:00-18:00
Donnerstag, 19.11.2009, 15:00-18:00
Donnerstag, 03.12.2009, 15:00-18:00
Donnerstag, 17.12.2009, 15:00-18:00
Samstag, 16.01.2010, 09:00-17:00

Ort: Institut für Afrikawissenschaften, SR 1

An/Abmeldung

Hinweis: Ihr Anmeldezeitpunkt innerhalb der Frist hat keine Auswirkungen auf die Platzvergabe (kein "first come, first served").

Details

max. 25 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch

Lehrende

Termine

Zur Zeit sind keine Termine bekannt.

Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Entwicklung zumeist als Prozess verstanden, den "weniger entwickelte" Staaten und Regionen durchlaufen mussten, um ein Stadium zu erreichen, das jenem der "entwickelten" Staaten und Regionen gliche. Die ernüchternden und zwiespältigen Ergebnisse dieses behaupteten Prozesses führten bald dazu, dass diese Vorstellung von neuen Theorien angefochten wurde. Viele Entwicklungstheorien ignorieren oder vernachlässigen den historischen Hintergrund und Ursprung von ungleicher Entwicklung bzw. erklären diesen Zusammenhang nicht. Ungleiche Entwicklung war und ist ein zentrales Thema von Regional- und Entwicklungsforschung.

Globale "Ungleiche Entwicklung" gibt sozialer Ungleichheit im Kapitalismus eine räumliche Dimension. Sie betrachtet Unterschiede, Beziehungen, Prozesse zwischen verschiedenen Entitäten, die ihrerseits aus Prozessen/Entwicklungen bestehen. Wo liegen die Ursprünge ungleicher Entwicklung? Kann man Ungleichheit messen? Wächst Ungleichheit oder wird sie geringer? Erklärungsansätze orthodoxer Ökonomie werden Ansätzen der Polarisation und der radikalen Geographie gegenüber gestellt.

Das Seminar nähert sich der Thematik mit entwicklungstheoretischen, politökonomischen, wirtschaftshistorischen und -geographischen Ansätzen. Diese Erklärungsansätze und Theorien für ungleiche Entwicklung in der Weltwirtschaft und deren gegenwärtige Krisen werden diskutiert.

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

+ Mitarbeit (Präsentation und Diskussion der Texte)
+ Teamarbeit (in den Gruppen)
+ Seminararbeit (Analyse der Texte anhand einer vorgegebenen Fragestellung plus eigene Recherche)
+ Simulation mit verteilten Rollen
+ Durchgehende Anwesenheit (geblockte LV) -> Termine beachten!

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Verstehen wesentlicher Theorien und Erklärungsansätze globaler ungleicher Entwicklung und deren Entstehungskontexte, Erkennen des Zusammenhangs gesellschaftlicher Produktion und Entwicklung einerseits und Wissens- und Theorieproduktion andererseits. Selbstständige Auseinandersetzung mit den Theorien und Kritik der theoretischen Ansätze in einer Seminararbeit.

Prüfungsstoff

Das Seminar Ungleiche Entwicklung verbindet individuelle Arbeit und Gruppenarbeit. Die TeilnehmerInnen werden einander die Fortschritte kommunizieren und präsentieren, auftretende Fragen und Probleme diskutieren. Der LV-Leiter begleitet dies mit thematischen Inputs und kurzen Vorträgen.

Ein wesentlicher Aspekt des Seminars ist das genaue Lesen der Seminarliteratur und die Diskussion und Kommunikation der Inhalte. StudentInnen dieses Kurses werden eine Reihe von Texten lesen, kommunizieren und diskutieren, die aktuelle Themen und Theorien von Wirtschaftsgeographie und Entwicklung erörtern, und dabei Aspekte und Problemstellung von wirtschaftlichen Aktivitäten und sozialräumlicher Entwicklung kennen lernen.

Im letzten Block werden die wichtigsten Thesen und Ergebnisse in Form von Podiumsdiskussionen simuliert/präsentiert.

Am Ende des Seminars steht eine Seminararbeit, in der das Erlernte an einer Problemstellung angewandt wird.

Literatur


Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

T II

Letzte Änderung: Mo 07.09.2020 15:35