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Jetzt impfen lassen für ein sicheres Miteinander im Herbst!

Um allen Angehörigen der Universität Wien einen guten und sicheren Semesterbeginn zu ermöglichen, gibt es von Samstag, 18. September, bis Montag, 20. September die Möglichkeit einer COVID-19-Impfung ohne Terminvereinbarung am Campus der Universität Wien. Details unter https://www.univie.ac.at/ueber-uns/weitere-informationen/coronavirus/.

Achtung! Das Lehrangebot ist noch nicht vollständig und wird bis Semesterbeginn laufend ergänzt.

140404 SE Politisierte Religion und Modernisierung im "postkolonialen" Staat. Indien und Türkei im Vergleich (2007W)

Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung

Lesesaal der Öfse
Erste Sitzung (Vorbesprechung und Einleitung ins Thema): 30.10. 2007, 18-20h
Weitere Blöcke: 30.11. 2007, 13-18h sowie 18.01. 13-20h und 19.01. 2008, 10-18h

Details

max. 25 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch

Lehrende

Termine

Zur Zeit sind keine Termine bekannt.

Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Türkei und Indien sind auf den ersten Blick sowohl hinsichtlich ihrer politischen Kultur als auch ihrer relativen Gewichtes in den internationalen Beziehungen zu unterschiedlich, um einen historischen Vergleich irgendwelche Art anzustellen. Bei genauerem Hinsehen hingegen offenbaren sich Ähnlichkeiten dieser beiden Entwicklungsgesellschaften, die diverse Perspektiven der Modernisierung in der Peripherie veranschaulichen:
" Beide Staaten realisierten von einem echt- bzw. semikolonialen Ausgangspunkt ausgehend staatszentrierte Entwicklungswege, die ein jeweils spezifisches Konzept der gelenkten Entwicklung umzusetzen suchten. Modernisierung bedeutete in beiden Fällen auch aktive Gestaltung eines säkularen Gesellschaftsmodells, auch explizit gegen herrschende eigene religiöse Konventionen und in kontinuierlicher Auseinandersetzung mit der westlichen Moderne.
" Mit dem staatszentrierten Entwicklungsmodell verband sich in beiden Fällen ein Wohlfahrtsanspruch, dem der Staat mit unterschiedlichen interventionistischen Mitteln gerecht zu werden versuchte.
" Die Krise der staatlich zentrierten Modernisierung ging in beiden Fällen mit einen Hochkonjunktur religiös-extremistischer Gruppierungen einher, die nach und nach quasi-staatliche Aufgaben an sich zogen und neue gesellschaftliche Blöcke vertraten, die durch die Krise entstanden waren.

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Die Lehrveranstaltung zielt auf:
" die unterschiedlichen historischen Voraussetzungen für den Weg in die Moderne im 20. Jahrhundert darzustellen;
" die unterschiedlichen, in ihren wesentlichen Motiven aber durchaus vergleichbaren Konzepte von "eigener" Moderne darzustellen;
" Gemeinsamkeiten des (postkolonialen) Nationalstaates mit seinem wirtschaftlichen Selbstverständnis sichtbar zu machen;
" diesen Staat hinsichtlich seines gesellschaftspolitischen Anspruches vor allem in Bezug auf Religion zu verdeutlichen;
" die Konjunktur religiös-extremistischer vor dem Hintergrund sozio-ökonomischer Veränderungen in den 70er bzw. 80er Jahren verständlich zu machen;
" die Dynamiken der Globalisierung in den 90er Jahren bis zur Gegenwart in beiden Gesellschaften zu thematisieren und sowohl die Unterschiede wie auch gemeinsamen Problemstellungen diesbezüglich zu diskutieren.

Prüfungsstoff

" Gemeinsame Lektüre von Primär- und Sekundärquellen während des Semesters
" Kurzreferate der Studierenden zu selbst gewählten Detailthemen
" Kurzimpulse der LV-Leiter
" Problemorientierte Abschlussarbeit der Studierenden
Regelmäßige Teilnahme, Lektüre von Texten, Aktive Teilnahme, Referat, Termingerechte Abgabe der Abschlussarbeit

Literatur

Literaturhinweise und Homepage werden in der ersten Einheit bekannt gegeben¿.

Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

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Letzte Änderung: Fr 31.08.2018 08:51