Universität Wien FIND
Achtung! Das Lehrangebot ist noch nicht vollständig und wird bis Semesterbeginn laufend ergänzt.

140514 SE T III - Wirtschaftliche Entwicklung im Kontext globaler Produktions- und Handelsnetzwerke (2010S)

Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung

Voraussetzungen: VO und PS Grundlagen der Entwicklungsökonomie, Lesen von englischsprachigen Texten

An/Abmeldung

Hinweis: Ihr Anmeldezeitpunkt innerhalb der Frist hat keine Auswirkungen auf die Platzvergabe (kein "first come, first served").

Details

max. 25 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

Montag 08.03. 12:00 - 14:00 (ehem. Seminarraum Internationale Entwicklung Afrikawissenschaften UniCampus Hof 5 2Q-EG-05)
Mittwoch 17.03. 09:00 - 12:00 (ehem. Seminarraum Internationale Entwicklung Afrikawissenschaften UniCampus Hof 5 2Q-EG-05)
Donnerstag 18.03. 12:00 - 15:00 (ehem. Seminarraum Internationale Entwicklung Afrikawissenschaften UniCampus Hof 5 2Q-EG-05)
Donnerstag 10.06. 12:00 - 18:00 (ehem. Seminarraum Internationale Entwicklung Afrikawissenschaften UniCampus Hof 5 2Q-EG-05)
Freitag 11.06. 09:00 - 18:00 (ehem. Seminarraum Internationale Entwicklung Afrikawissenschaften UniCampus Hof 5 2Q-EG-05)

Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Die Weltwirtschaft und besonders die Organisation von globaler Produktion und weltweitem Handel haben sich in den letzten drei Jahrzehnten stark verändert. Einer der zentralen Unterschiede im Vergleich zu früheren Phasen hoher weltwirtschaftlicher Integration ist die Rolle von transnationalen Unternehmen und ihren globalen Produktions- und Handelsnetzwerken. Diese Netzwerke sind durch die zunehmende Fragmentierung und die globale Verlagerung ("outsourcing" & "offshoring") von Produktionsprozessen gekennzeichnet. Die Integration von Entwicklungsländern in diese Netzwerke führte zur Ausweitung ihrer produktiven Kapazitäten, die Wertschöpfung und das Entwicklungsniveau erhöhten sich dadurch aber nicht zwangsläufig.
Netzwerk-zentrierte Ansätze, die auf mehreren Ebenen die Beziehung zwischen Akteuren analysieren und die Bedeutung von Machtstrukturen hervorheben, sind besonders gut geeignet, diese Veränderungen in der globalen Ökonomie zu beleuchten. Es lassen sich mehrere Stränge identifizieren, die sich alle mit Entwicklungsfragen beschäftigen, aber unterschiedliche zentrale Fragestellungen, Methoden und theoretische Bezüge aufweisen: "Commodity Chains", "Global Commodity Chains", "Global Value Chains" und "Global Production Networks". Der Commodity Chain-Ansatz kommt aus der Weltsystemtheorie und ist der breiteste Ansatz, da er die Analyse von ungleichem Tausch, ungleicher Entwicklung und Zentrum-Peripherie-Beziehungen in den Vordergrund stellt. Der "Global Value Chain"-Ansatz ist am anwendungsorientiertesten und beschränkt sich in seiner Analyse weitgehend auf Inter-Firmen Beziehungen sowie Aufstiegsmöglichkeiten von Firmen ("upgrading"). Im Vergleich dazu messen sowohl der "Global Commodity Chains"- als auch der "Global Production Networks"-Ansatz dem institutionellen Umfeld größere Bedeutung bei.
Folgende Fragen werden im Seminar behandelt: Wie hat sich die Organisation von globaler Produktion und weltweitem Handel verändert und was hat das für Auswirkungen auf Entwicklungsländer? Welche unterschiedlichen theoretischen Ansätze gibt es, um diese Veränderungen zu beschreiben und was sind die jeweiligen Stärken und Schwächen? Was bedeutet "upgrading" und ist es ein sinnvolles Konzept um Entwicklung zu analysieren? Wie sind Güterketten bzw. Produktionsnetzwerke in unterschiedlichen Sektoren und Regionen beschaffen und welche Effekte hat das auf Entwicklungsmöglichkeiten?

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

- Ausarbeitung der Basisliteratur: halbseitige Statements zu den fünf Basistexten (20%)
- Ausarbeitung eines Seminararbeits-Proposals
- Präsentation mit Handout (25%)
- Kommentar zu einer anderen Präsentation (5%)
- Seminararbeit (50%)
- Anwesenheit und Mitarbeit
Für eine positive Gesamtbeurteilung muss jede Teilleistung positiv sein.

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Prüfungsstoff

Einzelarbeiten, Präsentationen, Gruppenarbeiten, Input der Lehrenden

Literatur

Basisliteratur und Referatsthemen werden am 1. Termin besprochen

Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

T III

Letzte Änderung: Mo 07.09.2020 15:35