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140534 SE T II - VM2 - VM5 Problemstellungen globaler ungleicher Entwicklung (2012W)

Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung

Achtung: Fuer die Teilnahme am Kurs ist eine Teilnahme in der ersten Einheit erforderlich. Angemeldete StudentInnen muessen sich nach Kenntnisnahme des LV-Syllabus in der ersten Einheit entscheiden, ob sie den Kurs besuchen moechten oder nicht. Sollten sie gegenueber dem LV-Leiter nicht deutlich machen, dass sie den Kurs nicht besuchen moechten, gelten sie als fuer den Kurs angemeldet. Die Frist fuer die Abmeldung vom Kurs gemaeß §8 Abs.2 Satzung der Universitaet Wien (Studienrecht) endet damit am Ende der ersten Einheit.

Details

max. 25 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch, Englisch

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

Donnerstag 11.10. 15:00 - 18:00 Seminarraum SG1 Internationale Entwicklung, Sensengasse 3, Bauteil 1
Donnerstag 18.10. 15:00 - 18:00 Seminarraum SG1 Internationale Entwicklung, Sensengasse 3, Bauteil 1
Donnerstag 08.11. 15:00 - 18:00 Seminarraum SG1 Internationale Entwicklung, Sensengasse 3, Bauteil 1
Donnerstag 22.11. 15:00 - 18:00 Seminarraum SG1 Internationale Entwicklung, Sensengasse 3, Bauteil 1
Donnerstag 06.12. 15:00 - 18:00 Seminarraum SG1 Internationale Entwicklung, Sensengasse 3, Bauteil 1
Samstag 19.01. 09:00 - 17:00 Seminarraum SG1 Internationale Entwicklung, Sensengasse 3, Bauteil 1

Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Entwicklung zumeist als Prozess verstanden, den "weniger entwickelte" Staaten und Regionen durchlaufen mussten, um ein Stadium zu erreichen, das jenem der "entwickelten" Staaten und Regionen gliche. Die ernüchternden und zwiespältigen Ergebnisse dieses behaupteten Prozesses führten bald dazu, dass diese Vorstellung von neuen Theorien hinterfragt wurde. Viele Entwicklungstheorien ignorieren oder vernachlässigen den historischen Hintergrund und Ursprung von ungleicher Entwicklung bzw. erklären diesen Zusammenhang nicht. Ungleiche Entwicklung war und ist ein zentrales Thema von Regional- und Entwicklungsforschung. Globale "Ungleiche Entwicklung" gibt sozialer Ungleichheit im Kapitalismus eine räumliche Dimension. Sie prägt Unterschiede, Beziehungen, Prozesse zwischen verschiedenen Entitäten, die ihrerseits aus Prozessen/Entwicklungen bestehen.

Diese Lehrveranstaltung versucht die Bedeutung und die Möglichkeiten von Entwicklung im Kontext einer internationalen Wirtschaft, die von Ernährungs-, Klima- und Finanzkrisen geprägt ist, theoretisch und empirisch zu verorten. Studierende werden die strukturellen Schwierigkeiten von gesellschaftlicher und volkswirtschaftlicher Planung in einer von Abhängigkeiten zwischen Zentren und Peripherie geprägten globalen Ökonomie anhand einer Beispielregion untersuchen.

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

+ Mitarbeit (Präsentation und Diskussion der Texte)
+ Teamarbeit (in den Gruppen)
+ Seminararbeit (Analyse der Texte anhand einer vorgegebenen Fragestellung plus eigene Recherche)
+ Simulation mit verteilten Rollen
+ Durchgehende Anwesenheit (geblockte LV)

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Die TeilnehmerInnen des Kurses sollen Problemstellungen kennen lernen, mit denen die wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung peripherer Länder in Abhängigkeit einer von strukturellen Ungleichgewichten geprägten Ökonomie konfrontiert ist, und durch eine eigene Forschungsarbeit an einem konkreten Beispiel ein Grundverständnis für die Komplexität einer Entwicklungsplanung erhalten.

Nach Abschluss der Lehrveranstaltung werden die StudentInnen theoretische und empirische Aussagen zu Fragen wirtschaftlicher Entwicklung beurteilen und gegenwärtige Tendenzen internationaler politischer Ökonomie einordnen können. Dies wird im Rahmen einer Seminararbeit anhand einer kurzen Fragestellung unter Diskussion von Fachliteratur trainiert.

Prüfungsstoff

Das Seminar verbindet individuelle Arbeit und Gruppenarbeit. Die TeilnehmerInnen werden einander die Fortschritte kommunizieren und präsentieren, auftretende Fragen und Probleme diskutieren. Der LV-Leiter begleitet dies mit thematischen Inputs und kurzen Vorträgen.

Ein wesentlicher Aspekt des Seminars ist das genaue Lesen der Seminarliteratur und die Diskussion und Kommunikation der Inhalte. StudentInnen dieses Kurses werden eine Reihe von Texten lesen, kommunizieren und diskutieren, die aktuelle Themen und Theorien von Wirtschaftsgeographie und -geschichte bzw. internationaler politischer Ökonomie erörtern.

Eine kleine eigene Forschung zu einem vorgegebenen Thema bildet einen weiteren wichtigen Aspekt des Seminars. Im letzten Block werden die wichtigsten Thesen und Ergebnisse in Form von Podiumsdiskussionen simuliert/präsentiert. Am Ende des Seminars steht eine Seminararbeit, in der das Erlernte an einer Problemstellung angewandt wird.

Literatur

In der ersten Einheit wird ein detaillierter Syllabus ausgehändigt.

Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

T II, T III; VM2, VM5

Letzte Änderung: Fr 31.08.2018 08:51