Universität Wien

142080 UE Chinesische buddhistische Texte: Die Jatakas (2021S)

Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung

An/Abmeldung

Hinweis: Ihr Anmeldezeitpunkt innerhalb der Frist hat keine Auswirkungen auf die Platzvergabe (kein "first come, first served").

Details

max. 24 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch

Lehrende

Termine

Di 13:00-14:30, digital (wenn Präsenzlehre möglich: SR 1).

Die Lehrveranstaltung findet über Jitsi statt. Auf Moodle finden Sie den entsprechenden Link.


Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Bevor Siddhārtha Gautama das Erwachen erlangt hat und so zum Buddha geworden ist, strebte er als Bodhisattva für eine unermesslich lange Zeit in den verschiedensten Ländern und in unterschiedlichsten Formen der Wiedergeburt auf das Erwachen hin. Vor diesem Hintergrund entstanden die Wiedergeburtsgeschichten, die sogenannten jātakas, in denen der Buddha seinen Zuhörern jeweils eine Episode aus einem seiner früheren Leben erzählt: Ob als Hase, der sich einem hungrigen Brahmanen als Braten anbieten möchte und dessen Gestalt dann an als Zeichen seiner selbstlosen Freigebigkeit auf der Mondoberfläche zu sehen ist, oder als fliegendes Pferd, das Schiffbrüchige von einer Insel voller schöner Frauen rettet, die in Wahrheit hungrige Dämoninnen sind – Es ist alles möglich und die beliebtesten Geschichten konnten so leicht in einem buddhistischen Kontext wiedererzählt werden. So ist es auch kein Wunder, dass diese jātakas in Literatur und Kunst aller vom Buddhismus geprägten Länder und Kulturen in großer Zahl zu finden sind und sich allseits ebenso großer Beliebtheit erfreuen.
In dieser Lehrveranstaltung lesen wir gemeinsam die zentralen Stellen einiger der bekanntesten Wiedergeburtsgeschichten aus der chinesischen buddhistischen Literatur, vergleichen die verschiedenen Versionen und werfen einen Blick auf deren künstlerischen Darstellungen und kulturellen Einfluss. Im Taishō-Kanon beginnt der Abschnitt der jātakas mit Kāng Sēnghuìs 康僧會früher Übersetzung des Liùdù jí jīng 六度集經 (T 152), das wir auch als Ausgangspunkt nehmen, und erstreckt sich bis hin zu T 183, wobei die Geschichten auch Bestandteil vieler weiterer Texte des Kanons sind wie beispielsweise der Berichte von indienreisenden Mönchen.

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Die Benotung basiert auf Anwesenheit, Mitarbeit und vier kurzen Hausaufgaben.

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Eine gewisse Vertrautheit mit den chinesischen Schriftzeichen bzw. optimalerweise noch Grundkenntnisse in der klassischen chinesischen Schriftsprache. Es wird Übersetzungen und Vokabellisten geben, d.h. wer Interesse am Thema und eine Grammatik bei der Hand hat, sollte (mehr oder weniger) problemlos mitkommen können.

Prüfungsstoff

Literatur


Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

MATB3b (UE c)

Letzte Änderung: Fr 26.02.2021 17:28