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144021 VU Diskursive Theologie II (kalam) (2021W)

Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung
VOR-ORT

An/Abmeldung

Hinweis: Ihr Anmeldezeitpunkt innerhalb der Frist hat keine Auswirkungen auf die Platzvergabe (kein "first come, first served").

Details

max. 50 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

Samstag 18.12. 09:45 - 18:15 Seminarraum i2/3 (islam) Schenkenstraße 8-10 EG
Sonntag 19.12. 09:45 - 18:15 Seminarraum i2/3 (islam) Schenkenstraße 8-10 EG

Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Ziele
Die Studierenden können am Ende der Veranstaltung die Ursachen der Krise des Kalām, die durch die Begegnung mit der europäischen Moderne erst sichtbar geworden wurden, differenziert betrachten und einige zeitgenössischen Konzepte sowohl für die Überwindung dieser Krise als auch die Begründung eines modernen Kalām kennenlernen.

Inhalte
Die Vorlesung beschäftigt sich mit der Entwicklung des Kalām in der Moderne. Zuerst wird die unstabile Position dieser Disziplin im Wissenschaftskanon der Islamische Theologie im Laufe ihre Entwicklung diskutiert. Einigen führenden muslimischen Gelehrten hatten z.B. ein sehr ambivalentes Verhältnis zu dieser Disziplin. Der Grund dafür lag zum Teil darin, dass der Kalām im Lauf seiner Entwicklung eine ständige Änderung seines Selbstverständnisses, der Sprache, Fragen und Methoden erlebt hat. Diese Veränderungen waren nicht nur die Folgen eines gewissermaßen natürlichen erkenntnistheoretischen Prozesses, sondern auch durch den politischen und sozialen Kontext geprägt und bedingt. Die Tendenzen zur Verdammung der Beschäftigung mit der wurden auf der Ebene der Bildungsinstitutionen durch die Entstehung der Madrasa als Institution begleitet, in der Kalām nicht als Hauptdisziplin des Curriculums fungierte. Anschließend werden die Auswirkung von unterschiedlichen Bildungsreformen in der islamisch geprägten Welt ab dem 19. Jh. auf die Rehabilitierung und die Lehre des Kalām im neuen gegründeten Bildungsstätten und modernen Universitäten näher beleuchtet. Zuletzt werden vier konzeptionelle Theorien einiger wichtiger zeitgenössischer islamischer Denker aus dem Bereich des modernen oder Neo- Kalām vorgestellt.

Methode
Vortrag/Textlektüre/Diskussionen

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Teilleistung 1: Mitarbeit und Vorbereitung der Lesetexte
Teilleistung 2: Schriftliche Arbeit (Details dazu in der VU)

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Beurteilung der Beteiligung an der Diskussion und Vorbereitung der Lesetexte sowie eine positiv bewertete schriftliche Arbeit . Die Arbeit ist bis 30. April 2022 abzugeben

Prüfungsstoff

Details siehe Moodle.

Literatur

al-Ǧābirī, Muḥammad ʻĀbid (2009a): Kritik der arabischen Vernunft. Die Einführung = Naqd al-ʼaql al-ʼarabi. 1. Aufl. Berlin: Perlen-Verl.

Benzine, Rachid (2012): Islam und Moderne. Die neuen Denker.Berlin: Verlag der Weltreligionen.

Karimi, A. M.: Hingabe. Grundfragen der systematisch-islamischen Theologie. Reihe: Rombach Wissenschaften. Freiburg 2015.

Lamptey, Jerusha Tanner (2014): Never wholly other. A Muslima theology of religious pluralism.Oxford: Oxford University Press

Nagel, T.: Geschichte der islamischen Theologie. Von Mohammed bis zur Gegenwart, 1994.

Rahman, Fazlur (1982): Islam & modernity. Transformation of an intellectual tradition. Chicago: University of Chicago Press

Sorūš, ʻAbd al-Karīm (1998): The Evolution and Devolution of Religious Knowledge. In: Charles Kurzman (Hrsg.): Liberal Islam. A source book. New York: Oxford University Press, S. 244–251.

Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

PM 03.3A

Letzte Änderung: Do 26.08.2021 15:27