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Achtung! Das Lehrangebot ist noch nicht vollständig und wird bis Semesterbeginn laufend ergänzt.

150035 UE Herausragende Nägel und andere Unbequemlichkeiten (2017W)

Hierarchien und Exklusion im Gegenwartskapitalismus Japans

4.00 ECTS (2.00 SWS), SPL 15 - Ostasienwissenschaften
Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung

An/Abmeldung

Details

max. 25 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

FR 27.10.2017 und SA 28.10.2017
FR 12.01.2018 und SA 13.01.2018

Samstag 28.10. 10:00 - 18:00 Seminarraum Japanologie 2 UniCampus Hof 2 2K-EG-29
Freitag 12.01. 14:15 - 18:00 Seminarraum Japanologie 2 UniCampus Hof 2 2K-EG-29
Samstag 13.01. 10:00 - 18:00 Seminarraum Japanologie 2 UniCampus Hof 2 2K-EG-29

Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Hierarchien und Exklusion sind Merkmale komplexer, kapitalistischer Gesellschaften. Wie aber werden diese erzeugt und abgebaut, erkannt und übersehen, rechtfertig und kritisiert? Ziel dieser Übung ist es, ein sozialwissenschaftliches und theoretisches Instrumentarium zu erarbeiten, welches uns erlaubt einige dieser Fragen am Beispiel des gegenwärtigen Japan zu beantworten. Sie soll einerseits zur Theorie- und Methodenkenntnis der japanologischen Ausbildung beitragen und andererseits für die Komplexität und Vielschichtigkeit der Lebensverhältnisse im gegenwärtigen Japan sensibilisieren.

Im theoretischen Teil der Übung werden wir uns mit drei Ansätzen zur Erklärung sozialer Ungleichheit, Hierarchien und Exklusion befassen: Politische Ökonomie und historischer Materialismus (Karl Marx, Friedrich Engels), immaterielle Kapitalformen (Robert Coleman, Pierre Bourdieu) sowie Stigma und Identitätsmanagement (Erving Goffman, Howard S. Becker, Arlie R. Hochschild). Die Reihenfolge geht dabei vom Abstrakten zum Konkreten, von der Makroökonomie über soziale Klassen, zu Hierarchien und Ausschluss von Gruppen, weiter zu den persönlichen Auswirkungen von Ungleichheit und den individuellen Umgang damit. Ziel ist es, die Unterschiede und Gemeinsamkeiten der Ansätze zu erkennen und ihr Erklärungspotenzial nutzen und hinterfragen zu können.

Im japanologischen Teil der Übung wenden wir uns sozialer Ungleichheit, Hierarchien und Exklusion in Japan und einigen von ihr benachteiligten Gruppen und Individuen zu. Dies geschieht vornehmlich anhand neuerer englisch- und deutschsprachiger sozialwissenschaftlicher Literatur. Wir haben aber auch die Möglichkeit Themen selbst zu identifizieren und (japanischsprachiges) Quellenmaterial zu finden. Ziel ist es, einerseits den empirischen Forschungsstand zu Japan anhand der erarbeiteten Theorien zu überprüfen, sowie andererseits die Theorien anhand der Beispiele auf mögliche Erklärungslücken hin zu testen.

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Die Leistungskontrolle erfolgt anhand der aktiven Teilnahme und einer schriftlichen Arbeit, entweder in Form einer Buchrezension, die auf zwei oder mehr der vorgestellten theoretischen Ansätze zurückgreift, oder einer thematischen These, die sich auf mehrere wissenschaftliche Beiträge zum Thema stützt und diese von der Warte eines theoretischen Ansatzes analysiert. Wortzahl zwischen 5.000 (min) und 9.000 (max).

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Prüfungsstoff

Literatur


Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

JMA M9
JBA M16, Modul Alternative Erweiterungen (für BA)

Letzte Änderung: Fr 15.09.2017 15:08