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Achtung! Das Lehrangebot ist noch nicht vollständig und wird bis Semesterbeginn laufend ergänzt.

150092 SE Japanologisches Seminar II: Studentenbewegung (2010S)

8.00 ECTS (2.00 SWS), SPL 15 - Ostasienwissenschaften
Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung

An/Abmeldung

Hinweis: Ihr Anmeldezeitpunkt innerhalb der Frist hat keine Auswirkungen auf die Platzvergabe (kein "first come, first served").

Details

max. 25 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

Donnerstag 11.03. 16:45 - 18:15 Seminarraum Japanologie 2 UniCampus Hof 2 2K-EG-29
Donnerstag 18.03. 16:45 - 18:15 Seminarraum Japanologie 2 UniCampus Hof 2 2K-EG-29
Donnerstag 25.03. 16:45 - 18:15 Seminarraum Japanologie 2 UniCampus Hof 2 2K-EG-29
Donnerstag 15.04. 16:45 - 18:15 Seminarraum Japanologie 2 UniCampus Hof 2 2K-EG-29
Donnerstag 22.04. 16:45 - 18:15 Seminarraum Japanologie 2 UniCampus Hof 2 2K-EG-29
Donnerstag 29.04. 16:45 - 18:15 Seminarraum Japanologie 2 UniCampus Hof 2 2K-EG-29
Donnerstag 06.05. 16:45 - 18:15 Seminarraum Japanologie 2 UniCampus Hof 2 2K-EG-29
Donnerstag 20.05. 16:45 - 18:15 Seminarraum Japanologie 2 UniCampus Hof 2 2K-EG-29
Donnerstag 27.05. 16:45 - 18:15 Seminarraum Japanologie 2 UniCampus Hof 2 2K-EG-29
Donnerstag 10.06. 16:45 - 18:15 Seminarraum Japanologie 2 UniCampus Hof 2 2K-EG-29
Donnerstag 17.06. 16:45 - 18:15 Seminarraum Japanologie 2 UniCampus Hof 2 2K-EG-29
Donnerstag 24.06. 16:45 - 18:15 Seminarraum Japanologie 2 UniCampus Hof 2 2K-EG-29

Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Als Beginn der japanischen Studentenbewegung kann man die Einleitung demokratischer Reformen nach 1945 und die Gründung von studentischen Selbstverwaltungsräten ansehen. Der Nationale Studentenverband Zengakuren wird zu einem wichtigen politischen Akteur etwa bei den Protesten gegen die Unterzeichnung des japanisch-amerikanischen Sicherheitsvertrages (Anpo) im Jahr 1960. In den 1960er Jahren führen ideologische Differenzen jedoch zu einer raschen Zersplitterung von Zengakuren und zur Gründung immer neuer Gruppierungen, die sich gegenseitig bekämpfen. Mitte der 1960er Jahre kommt es aufgrund von Studiengelderhöhungen und der sich verschlechternden Situation an den Universitäten zu ersten Studentenprotesten, die sich rasch ausweiten. Am Höhepunkt der Studentenproteste 1968/69 wird an über 100 Hochschulen gestreikt und Barrikaden errichtet. Mit der Gründung von studentischen Kampfkomitees (zenkyôtô) stehen neue Organisationsformen im Mittelpunkt. Die zunehmende Radikalisierung extremistischer Gruppierungen und der Einsatz terroristischer Mittel führen jedoch zu einem tiefsitzenden Misstrauen gegenüber studentischem Aktionismus und zu einer Schwächung der Studentenvertretungen, die auch heute die Situation an den Universitäten kennzeichnen.
Die Studentenproteste der 1960er Jahre werden einen wichtigen Teil des Seminars ausmachen, darüber hinaus soll aber auch die gegenwärtige Situation (etwa die Studentenproteste an der Hôsei Universität) untersucht und Parallelen zur Situation in Österreich gezogen werden.

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Die Leistungsbewertung erfolgt unter Berücksichtigung der regelmäßigen Teilnahme (Anwesenheitspflicht mit Toleranzgrenze bei 80% der Einheiten) und Mitarbeit am Seminar (10%) vor allem unter Berücksichtigung des mündlichen Referats (30%) und der schriftlichen Arbeit (60%), die bis spätestens 30. Juni 2010 abzugeben ist.

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Vermittelt werden soll ein Überblick zum Thema, ein umfassender Einblick in die geschichtliche Entwicklung der japanischen Studentenbewegung bis in die Gegenwart und eine kritische Auseinandersetzung mit den vertretenen ideologischen Standpunkten.

Prüfungsstoff

Einführung in das Thema durch den Seminarleiter.
Arbeiten mit Grundlagentexten: individuelle Vorbereitung und gemeinsame Diskussion; Referate der Teilnehmenden zu ihren Spezialthemen: Absprache des Vortrags (Fragestellung, Hypothese, Struktur, Literaturliste und ggf. auch Präsentation ausgearbeitet in die Sprechstunde, mindestens eine Woche vor dem Referatstermin mitbringen!).
Lehrplattform als Option zur Intensivierung des Austauschs zwischen den Teilnehmenden.

Literatur

Oguma Eiji: 1968 (2 Bd.). Tokyo: Shinyôsha 2009.
Ren Daiko: Kenshô Gakusei undô - Sengoshi no naka no gakusei hanran (2 Bd.). Tokyo: Shakai Hihyôsha 2009.
Suga Hidemi: Kakumeiteki na, amari ni kakumeiteki na - 1968-nen no kakumei shiron. Tokyo: Sakuhinsha 2003.
Kosaka Shûhei: Shisô to shite no Zenkyôtô sedai. Tokyo: Chikuma Shobô 2003.
Shibata Masami und Akane Saburô: Zenkyôtô. Tokyo: Kawade Shobô Shinsha 2003.

Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

JMA M6, JMA M7

Letzte Änderung: Do 29.10.2020 00:22