Universität Wien

160006 PS Mozart 1791: Biographie, Werke, Mythen (2019S)

Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung

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Hinweis: Ihr Anmeldezeitpunkt innerhalb der Frist hat keine Auswirkungen auf die Platzvergabe (kein "first come, first served").

Details

max. 25 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

  • Mittwoch 13.03. 10:45 - 12:15 Seminarraum 1 Musikwissenschaft UniCampus Hof 9, 3A-O1-31
  • Mittwoch 20.03. 10:45 - 12:15 Seminarraum 1 Musikwissenschaft UniCampus Hof 9, 3A-O1-31
  • Mittwoch 27.03. 10:45 - 12:15 Seminarraum 1 Musikwissenschaft UniCampus Hof 9, 3A-O1-31
  • Mittwoch 03.04. 10:45 - 12:15 Seminarraum 1 Musikwissenschaft UniCampus Hof 9, 3A-O1-31
  • Mittwoch 10.04. 10:45 - 12:15 Seminarraum 1 Musikwissenschaft UniCampus Hof 9, 3A-O1-31
  • Mittwoch 08.05. 10:45 - 12:15 Seminarraum 1 Musikwissenschaft UniCampus Hof 9, 3A-O1-31
  • Mittwoch 15.05. 10:45 - 12:15 Seminarraum 1 Musikwissenschaft UniCampus Hof 9, 3A-O1-31
  • Mittwoch 22.05. 10:45 - 12:15 Seminarraum 1 Musikwissenschaft UniCampus Hof 9, 3A-O1-31
  • Mittwoch 05.06. 10:45 - 12:15 Seminarraum 1 Musikwissenschaft UniCampus Hof 9, 3A-O1-31
  • Mittwoch 12.06. 10:45 - 12:15 Seminarraum 1 Musikwissenschaft UniCampus Hof 9, 3A-O1-31
  • Mittwoch 19.06. 10:45 - 12:15 Seminarraum 1 Musikwissenschaft UniCampus Hof 9, 3A-O1-31
  • Mittwoch 26.06. 10:45 - 12:15 Seminarraum 1 Musikwissenschaft UniCampus Hof 9, 3A-O1-31

Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Mozarts letzte Lebensjahre sind von historiographischen Mythen umrankt und noch heute vermittelt ein großer Teil der populärwissenschaftlichen bzw. fiktionalen Literatur das Bild eines von allen vergessenen, verarmten Künstlers, der 1791 – in Vorahnung seinen nahen Todes – ein Requiem auf dem Sterbebett schreibt. Wie die Musikforschung in den letzten Jahrzehnten gezeigt hat, stimmt diese romantisierende biographische Tradition nicht mit den Informationen überein, die sich aus musikalischen und nicht-musikalischen Quellen extrahieren lassen.
Strittig ist bis heute die Interpretation diverser Werke aus diesem letzten Lebensjahr: Bei der weit verbreiteten sowie umstrittenen Deutung der Zauberflöte als freimaurerische Oper hat man beispielweise deren Verbindungen zur Tradition der Opera buffa und des Volkstheaters ignoriert, und zum Status von La clemenza di Tito als „vera opera“ sind verschiedene Spekulationen angestellt worden, nicht ohne nationalistische Untertöne.
Das Proseminar konzentriert sich auf Mozarts Biographie von 1791 und auf die in diesem Jahr komponierten bzw. vollendeten Werke, mit besonderer Berücksichtigung der Zauberflöte, von La clemenza di Tito, des Requiems, des Klarinettenkonzerts A-Dur KV 622 und des Klavierkonzerts B-Dur KV 595. Neben quellenphilologischen, gattungs- und kulturhistorischen, strukturanalytischen und musikdramaturgischen Aspekten sollen auch metahistoriographische Themen behandelt werden, besonders im Hinblick auf die Konstruktion des Mythos vom ‚musikalischen Genie‘ im 19. Jahrhundert.
Die Lehrveranstaltung möchte den Studierenden anhand des spezifischen Themas einen Einblick in die verschiedenen Instrumente und Methoden musikhistorischer Forschung vermitteln. Durch Diskussionen, Übungen und Referate sollen die TeilnehmerInnen den kritischen Umgang mit der Primär- und Sekundärliteratur erlernen und dabei musikwissenschaftliche Arbeitstechniken erproben, vor allem mit Blick auf die Entwicklung und Formulierung einer musikhistorischen Fragestellung.

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Regelmäßige, aktive Teilnahme an den Übungen, Referat, Verfassen einer Proseminararbeit

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Positiv bewertete Proseminararbeit

Prüfungsstoff

Die für Referat und Proseminararbeit nötigen Literatur und Quellen

Literatur

Die Literatur zu Mozarts letzten Werken ist unüberschaubar und gelegentlich von fragwürdiger Qualität. Die Suche nach adäquater Literatur und deren kritische Bewertung wird auch Gegenstand des Proseminars sein. Eine gute biographische Grundlage bieten Ulrich Konrad, Art. „Mozart, (Johannes Chrystostomus) Wolfgang“, in der MGG2 (vor allem der Abschnitt VII.4 „Mozarts letztes Jahr“) und die entsprechenden Kapitel in Christoph Wolff, „Vor der Pforte meines Glückes“: Mozart im Dienst des Kaisers (1788–1791), Kassel/Stuttgart: Bärenreiter/Metzler 2013.

Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

BA (2016): PRO, HIS-V2, FRE
BA (2011): B03, B07, B08

Letzte Änderung: Mo 07.09.2020 15:35