Universität Wien

160016 SE Gender- und Liebesdiskurse in der Oper der Gegenwart: drei Fallstudien (2020S)

Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung

An/Abmeldung

Hinweis: Ihr Anmeldezeitpunkt innerhalb der Frist hat keine Auswirkungen auf die Platzvergabe (kein "first come, first served").

Details

max. 20 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

  • Freitag 03.04. 15:00 - 16:30 Seminarraum 1 Musikwissenschaft UniCampus Hof 9, 3A-O1-31 (Vorbesprechung)
  • Freitag 24.04. 15:00 - 18:15 Hörsaal 1 Musikwissenschaft UniCampus Hof 9, 3G-EG-09
  • Freitag 08.05. 15:00 - 18:15 Hörsaal 1 Musikwissenschaft UniCampus Hof 9, 3G-EG-09
  • Freitag 15.05. 15:00 - 18:15 Hörsaal 1 Musikwissenschaft UniCampus Hof 9, 3G-EG-09
  • Freitag 05.06. 13:15 - 18:15 Hörsaal 1 Musikwissenschaft UniCampus Hof 9, 3G-EG-09
  • Freitag 19.06. 13:15 - 18:15 Hörsaal 1 Musikwissenschaft UniCampus Hof 9, 3G-EG-09
  • Freitag 26.06. 13:15 - 18:15 Hörsaal 1 Musikwissenschaft UniCampus Hof 9, 3G-EG-09

Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Die Oper war bereits frühzeitig ein zentraler Gegenstand der musikwissenschaftlichen Genderforschung. Denn auf der Opernbühne wurden und werden so explizit wie in kaum einer anderen musikalischen Gattung die (historisch wandelbaren) Vorstellungen von Geschlechteridentitäten verhandelt. Ein starker Schwerpunkt der Forschung lag dabei zunächst auf Musik des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts, besonders auf Frauenfiguren wie Carmen, Salome oder Mélisande. Und auch wenn sich das Forschungsgebiet in der letzten Zeit thematisch wie methodisch enorm verbreitert hat, sind Opern der jüngeren und jüngsten Vergangenheit noch vergleichsweise selten unter Gender-Vorzeichen untersucht worden. In diese Lücke stößt unser Seminar, das drei relativ aktuelle Werke in den Fokus nimmt. Wir möchten der Frage nachspüren, welches Verständnis von Geschlecht, Liebe und Sexualität sich in diesen Opern widerspiegelt. Den drei zur exemplarischen Betrachtung ausgewählten Werken ist zweierlei gemeinsam: ein starker Bezug auf diese Themen (zwei tragen die „Liebe“ sogar im Titel) und der Rückgriff auf historisch weit zurückliegende, aus unterschiedlichen Epochen stammende Stoffe. Somit stehen sie in einem Spannungsfeld zwischen Aktualität und Historizität, gerade auch in puncto Gender. Den Modus „Blockseminar“ nutzen wir produktiv zur Vertiefung in diese drei Fallstudien und möchten uns jeweils Text und Partitur eingehend widmen.

Die behandelten Werke sind:
– Kaija Saariaho, L’Amour de loin (UA Salzburg 2000, Libretto: Amin Maalouf mit Bezug auf den mittelalterlichen Troubadour Jaufré Rudel),
– Aribert Reimann, Medea (UA Wien 2010, Libretto: Aribert Reimann nach Franz Grillparzer),
– George Benjamin, Lessons in Love and Violence (UA London 2018, Libretto: Martin Crimp nach Christopher Marlowe).

Ziel ist ein reger, ergebnisoffener Austausch über noch weitgehend unbearbeitete Forschungsgegenstände, die die Studierenden selbstständig bearbeiten. Für Fragen zum Seminar stehe ich gerne auch vorab per E-Mail zur Verfügung (benedikt.lessmann@univie.ac.at).

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

– mindestens drei Diskussions-Statements zu gelesenen Texten der Sekundärliteratur, ggf. digital
– Erarbeitung von zwei Szenenanalysen, ggf. mit Überarbeitung
– Peer-Feedback auf eine Szenenanalyse
– Besprechung des Konzepts der schriftlichen Arbeit in einer Sprechstunde, ggf. digital
– Exposé
– Seminar- bzw. Bachelorarbeit (gemäß Institutsrichtlinien)
– Selbststudium (Textlektüre, Befassung mit den Werken usw.)

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Mindestanforderungen:
regelmäßige Anwesenheit, ggf. digital (es wird entschuldigtes Fehlen bei maximal einer Einheit toleriert); alle oben genannten Leistungen müssen erbracht werden (siehe „Art der Leistungskontrolle“); Exposé und schriftliche Arbeit müssen positiv beurteilt sein.

Beurteilungsmaßstab:
– schriftliche Seminar- bzw. Bachelorarbeit (50 % der Note)
– Exposé (20 % der Note)
– Szenenanalyse (20 % der Note)
– Feedback auf eine Szenenanalyse (10 % der Note)
– Diskussionsstatements (werden bei Grenzfällen in die Notengebung einbezogen)

Prüfungsstoff

Gegenstand des eigenen Arbeitsprojekts, das in eine schriftliche Arbeit mündet, sind das jeweils individuell zu studierende Werk (in der Regel mit einer Schwerpunkt-Szene) sowie eigenständig recherchierte Sekundärliteratur zur jeweiligen Fragestellung.

Literatur

Eine Bibliographie mit grundlegenden Texten zur opernbezogenen Genderforschung sowie mit Beiträgen zu den behandelten Komponist*innen/Werken werden im Semesterapparat bzw. über Moodle zur Verfügung gestellt. Anhand der Fragestellung von Referat/schriftlicher Arbeit ist darüber hinaus individuell weitere Literatur zu recherchieren.

Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

BA: BAC
MA: M01, M02, M03, M04, M05, M10, M14, M15

Letzte Änderung: Mo 07.09.2020 15:20