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160034 PS Einführung in die ethnomusikologische Genderforschung (2019W)

Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung

An/Abmeldung

Hinweis: Ihr Anmeldezeitpunkt innerhalb der Frist hat keine Auswirkungen auf die Platzvergabe (kein "first come, first served").

Details

max. 25 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

Dienstag 08.10. 10:45 - 12:15 Hörsaal 2 Musikwissenschaft UniCampus Hof 9, 3G-EG-01
Dienstag 15.10. 10:45 - 12:15 Hörsaal 2 Musikwissenschaft UniCampus Hof 9, 3G-EG-01
Dienstag 22.10. 10:45 - 12:15 Hörsaal 2 Musikwissenschaft UniCampus Hof 9, 3G-EG-01
Dienstag 29.10. 10:45 - 12:15 Hörsaal 2 Musikwissenschaft UniCampus Hof 9, 3G-EG-01
Dienstag 12.11. 10:45 - 12:15 Hörsaal 2 Musikwissenschaft UniCampus Hof 9, 3G-EG-01
Dienstag 19.11. 10:45 - 12:15 Hörsaal 2 Musikwissenschaft UniCampus Hof 9, 3G-EG-01
Dienstag 26.11. 10:45 - 12:15 Hörsaal 2 Musikwissenschaft UniCampus Hof 9, 3G-EG-01
Dienstag 03.12. 10:45 - 12:15 Hörsaal 2 Musikwissenschaft UniCampus Hof 9, 3G-EG-01
Dienstag 10.12. 10:45 - 12:15 Hörsaal 2 Musikwissenschaft UniCampus Hof 9, 3G-EG-01
Dienstag 17.12. 10:45 - 12:15 Hörsaal 2 Musikwissenschaft UniCampus Hof 9, 3G-EG-01
Dienstag 07.01. 10:45 - 12:15 Hörsaal 2 Musikwissenschaft UniCampus Hof 9, 3G-EG-01
Dienstag 14.01. 10:45 - 12:15 Hörsaal 2 Musikwissenschaft UniCampus Hof 9, 3G-EG-01
Dienstag 28.01. 10:45 - 12:15 Hörsaal 2 Musikwissenschaft UniCampus Hof 9, 3G-EG-01

Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Durch die Methode der ethnographischen Feldforschung und folglich der Analyse von Musik und Tanz als sozio-kulturelle Handlungen waren Geschlechterfragen von Beginn an fester Bestandteil der Ethnomusikologie. Während durch eurozentrische Wissenschaftspraxis häufig die Binarität der Kategorien Männer* und Frauen* unhinterfragt blieben und schichtweg deren musikalische Handlungen beschrieben wurden, waren dafür bereits von Anfang an auch intersektionelle Ansätze zu verzeichnen. Geschlecht wird also als untrennbar von ethnischer und nationaler Zugehörigkeit, Alter, Generation und anderen Differenzierungskategorien verstanden.
In diesem Proseminar soll anhand ausgewählter ethnomusikologischer und ethnochoreologischer Texte und Themen, die von den Teilnehmenden präsentiert werden, die Anwendungen von Geschlechtertheorien in der Ethnomusikologie sowie Theorien und Methoden der ethnomusikologischen Geschlechterforschung gemeinsam erarbeitet und diskutiert werden. Mögliche Themenbereiche sind beispielsweise: Musikinstrumente, Musikgenre oder Gesangstile und wie diese einem Geschlecht zugeordnet werden, oder an sich vergeschlechtlicht konzipiert werden; Liedtexte, anhand derer Geschlechterbilder (re)produziert werden; die Performativität von Geschlecht durch musikalische oder tänzerische Praxis; vergeschlechtlichte Handlungsräume; Geschlecht jenseits einer eurozentrischen Geschlechterdichotomie. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf den historisch-situierten Kontexten der ethnographischen Beispiele.
Einführend bietet die Lehrveranstaltung einen gemeinsam erarbeiteten Überblick über unterschiedliche Zugänge und Fragestellungen der Frauenforschung, feministischer Wissenschaftstheorie, poststruktureller Theorien, postkolonialer Zugänge, kritischer Männlichkeitsforschung, Queer Theory und Intersektionalitätsforschung.
Ziel der Lehrveranstaltung ist es, Begrifflichkeiten, Normen und gegebene Machverhältnisse zu reflektieren, zu deuten und zu hinterfragen. Wie tragen strukturell verankerte Konstruktionen von Geschlecht, repräsentative Ideale von Weiblichkeit und Männlichkeit oder normative Vorstellungen von Geschlecht, Sexualität oder Ethnizität zur Komposition, Tradierung, Produktion, Etablierung und Ausübung von Musik und Tanz bei? Wie werden diese wiederum durch Musik und Tanz konstruiert?
Während des Semesters wird außerdem das Verfassen der Proseminararbeit prozesshaft in Form von kleinen Übungen im Rahmen des Unterrichts und schriftlichen Aufgaben begleitet (Literaturrecherche, Erarbeiten der Forschungsfrage und der Struktur der Arbeit, Lese- und Schreibtechniken, Feedbackmethoden, Zitieren und Paraphrasieren).

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

- Anwesenheit und aktive Teilnahme an Diskussionen
- Vier schriftliche Übungen
- Mündliche Präsentation
- Schriftliche Proseminararbeit

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Anwesenheit, Mitarbeit, schriftliche Übungen, mündliche Präsentation, PS-Arbeit.

Prüfungsstoff

Literatur

Die Literatur wird zu Beginn der LV bekannt gegeben.

Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

BA 2016: PRO, ETH-V1, FRE

Letzte Änderung: Mo 07.09.2020 15:20