160061 VO Verismo und Exotismus auf der Musiktheaterbühne um 1900 (2015W)
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Details
Sprache: Deutsch
Prüfungstermine
- Donnerstag 28.01.2016
- Dienstag 01.03.2016 14:00 - 15:30 Hörsaal 2 Musikwissenschaft UniCampus Hof 9, 3G-EG-01
- Montag 25.04.2016 18:00 - 19:30 Hörsaal 1 Musikwissenschaft UniCampus Hof 9, 3G-EG-09
- Montag 20.06.2016 18:00 - 19:30 Hörsaal 1 Musikwissenschaft UniCampus Hof 9, 3G-EG-09
Lehrende
Termine
Donnerstags, 16:00-17:30, HS 1, Institut für Musikwissenschaft
1. Termin: 08.10.2015
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Es gibt an der Musikwissenschaft KEINE Anmeldung für Vorlesungen (VO).
Information
Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung
Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel
MC-Test am Semesterende und an drei weiteren Terminen über ausgewählte Inhalte nach Information auf Moodle.
Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab
Analysen der Darstellung des "Realen" im Verismo und des Fremden im Exotismus in Oper, Operette, Ballett und Musicals um 1900; Alteritätsstudien und Kulturkritik auch im Hinblick auf Integrationsprogramme der Globalisierung
Prüfungsstoff
Historiographie, musikdramaturgische Analyse, Rezeptionsgeschichte.
Literatur
Die Titel werden zu Semesterbeginn auf Moodle mitgeteilt.
Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis
B03, B10; M01, M03, M04, M05, M07; EC EMG 2
Letzte Änderung: Mo 07.09.2020 15:35
Quasi als Pendant dazu florierte der Exotismus, der auf der Musiktheaterbühne eine lange Tradition hat als Machtdemonstration der Kolonialherren. Das bürgerliche Interesse an den Bild- und Klangwelten exotischer Szenarien weckten die Weltausstellungen, und sie erwiesen sich als geeignet zu eskapistischen Fluchten vor der industrialisierten Arbeitswelt. Orientalismus und Japonismus schlugen sich nieder in der Wahl von Opernsujets von Delibes, Massenet, Puccini und Strauss. Bei der Komposition integrierten die europäischen Komponisten Elemente der Musik der Herkunftsländer ihrer fremdkulturellen Szenarien, was – in anderer Weise als Hauers und Schönbergs Atonalität und Dodekaphonie – zur Auflösung der tonalen Harmonik beitrug. Um 1910 erreichte der Orientalismus in Paris einen Höhepunkt. Sergej Djagilevs „Ballets Russes“ lösten mit Rimsky-Korsakovs „Scheherazade“ in Mikhail Fokines Choreografie und Leon Baksts Dekors ein Modefieber aus, bis der Erste Weltkrieg die Phantasmagorie zu dekuvrieren begann.