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160068 VO Mahler. Eine symphonische Topographie (2011W)

Details

Sprache: Deutsch

Prüfungstermine

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

Dienstag 11.10. 15:15 - 16:45 Hörsaal 1 Musikwissenschaft UniCampus Hof 9, 3G-EG-09
Dienstag 18.10. 15:15 - 16:45 Hörsaal 1 Musikwissenschaft UniCampus Hof 9, 3G-EG-09
Dienstag 25.10. 15:15 - 16:45 Hörsaal 1 Musikwissenschaft UniCampus Hof 9, 3G-EG-09
Dienstag 08.11. 15:15 - 16:45 Hörsaal 1 Musikwissenschaft UniCampus Hof 9, 3G-EG-09
Dienstag 15.11. 15:15 - 16:45 Hörsaal 1 Musikwissenschaft UniCampus Hof 9, 3G-EG-09
Dienstag 22.11. 15:15 - 16:45 Hörsaal 1 Musikwissenschaft UniCampus Hof 9, 3G-EG-09
Dienstag 29.11. 15:15 - 16:45 Hörsaal 1 Musikwissenschaft UniCampus Hof 9, 3G-EG-09
Dienstag 06.12. 15:15 - 16:45 Hörsaal 1 Musikwissenschaft UniCampus Hof 9, 3G-EG-09
Dienstag 13.12. 15:15 - 16:45 Hörsaal 1 Musikwissenschaft UniCampus Hof 9, 3G-EG-09
Dienstag 10.01. 15:15 - 16:45 Hörsaal 1 Musikwissenschaft UniCampus Hof 9, 3G-EG-09
Dienstag 17.01. 15:15 - 16:45 Hörsaal 1 Musikwissenschaft UniCampus Hof 9, 3G-EG-09
Dienstag 24.01. 15:15 - 16:45 Hörsaal 1 Musikwissenschaft UniCampus Hof 9, 3G-EG-09
Dienstag 31.01. 15:15 - 16:45 Hörsaal 1 Musikwissenschaft UniCampus Hof 9, 3G-EG-09

Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Im Zentrum der Vorlesung steht das symphonische Werk Gustav Mahlers.
Mahler hat einmal in Bezug auf seine III. Symphonie gesagt (zumindest wird es so recht glaubhaft überliefert), in seinen Symphonien gehe es darum, mit allen (musikalischen) Mitteln der vorhandenen Technik eine Welt aufzubauen. Ebendieses berühmte und allerorten zitierte Diktum eröffne - gleichsam als Motto - zwei Blickrichtungen, denen die Lehrveranstaltung nachspüren möchte: diejenige auf die Mahlersche Welt der Symphonie und diejenige auf die Welt in der Symphonie Mahlers. Um diese Welt(en) zu verorten, werden wir versuchen, uns dem Werk Mahlers aus unterschiedlichen Richtungen zu nähern und dergestalt aus musikhistorischer, kulturwissenschaftlicher, kompositionsgeschichtlicher, musikästhetischer, gattungstheoretischer und geistesgeschichtlicher Perspektive einen Blick auf die einzelnen Werke zu werfen.
Und so werden wir uns mit dem seltsamen Erklingen von Liedern, Hymnen, Märschen, Jahrmarkttändeleien, Dorfkapellen, Fanfaren, Militärsignalen, Naturlauten, Kuckucksrufen, Herdenglocken und Hammerschlägen in den einzelnen Symphonien beschäftigen, um der Frage nach der spezifischen Bedeutung von Mahlers symphonischem Ton nachspüren zu können. Darüber hinaus sollten wir uns der Frage stellen, in welcher Weise die These, Mahlers Symphonien bedeuteten in der Geschichte der Gattung Symphonie einen prägnanten Kulminationspunkt, musikhistoriographisch plausibel begründet werden kann. Und natürlich werden wir uns mit dem erstaunlichen (und in der Musikgeschichte wohl beispiellosen) Faszinosum der Mahler-Renaissance ab 1960 auseinandersetzen, die Geschichte der Mahler-Interpretationen beleuchten und der Bedeutung der Symphonik Mahlers für die Musikgeschichte des Zwanzigsten Jahrhunderts auszuloten versuchen.

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Prüfung am Semesterende (mündlich oder schriftlich)

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Prüfungsstoff

Einführende Vorlesung; Vortrag mit Diskussion.
Anmerkung: Die Vorlesung wird von einem Tutorium unter der Leitung von Kriton K. Lefas begleitet, das donnerstags von 14:00-15:30 Uhr 14-tägig stattfindet. Erster Termin des Tutoriums: 20. Oktober 2011 im Seminarraum des Instituts für Musikwissenschaft.

Literatur

Eine dem Vortragenden sinnvoll erscheinende Auswahl empfehlenswerter Sekundärliteratur wird im Laufe der Lehrveranstaltung erarbeitet und in einem Handapparat bereitgestellt werden. Dennoch vorab einige Hinweise:
- zu biographischen Hintergründen: Jens Malte Fischer, Gustav Mahler. Der fremde Vertraute, aktualisierte Taschenbuchausgabe [dtv] München 2010.
- als eine allererste Heranführung an die einzelnen Symphonien: Renate Ulm (Hg.), Gustav Mahlers Symphonien, Kassel 2001.
- weitergehend zu den einzelnen Werken: Peter Revers (Hg.), Mahler Interpretation, Laaber 2010.
- als aktueller Forschungsüberblick: Bernd Sponheuer und Wolfram Steinbeck (Hg.), Mahler Handbuch, Stuttgart 2010.
Und natürlich gibt es einige ältere, alte und sehr alte Texte, die in der Annäherung an das Phänomen Mahler noch immer ziemlich viel zu denken aufgeben und den Diskurs bis heute prägen. Ein produktives Kraftfeld spannt sich meines Erachtens auch heute noch zwischen den Mahler-Büchern von Paul Bekker (Gustav Mahlers Sinfonien, Berlin 1921), Theodor W. Adorno (Mahler. Eine musikalische Physiognomik, Frankfurt am Main 1960), Hans Heinrich Eggebrecht (Die Musik Gustav Mahlers, München 1982) und Constantin Floros (Gustav Mahler, 3 Bände, Wiesbaden 1977ff.) auf.
Fallweise werden - auch wenn es sich bei dieser Vorlesung nicht um eine e-learning-Lehrveranstaltung in emphatischem Sinne handelt - Materialien auf der Lernplattform "moodle" bereitgestellt werden.

Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

B03 (nach ca. 1600), B10, B17, B18; M01, M03, M04, M05, M07, M14, M15; § 10 (1, 8); § 12 (1, 8); EC EMG 2

Letzte Änderung: Mo 07.09.2020 15:35