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160097 PR Friedrich Treitschke - Hofoperndramaturg im frühen 19. Jhdt. und sein Nachlaß in der Wien-Bibliothek (2011W)

Dramaturge of the Court Opera House Vienna during the early nineteenth century and his bequest in the Wien-Bibliothek

Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung

Teilnehmerbeschränkung: max. 20 Teilnehmer

Details

max. 20 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

Dienstag 11.10. 10:00 - 11:30 Seminarraum 1 Musikwissenschaft UniCampus Hof 9, 3A-O1-31
Dienstag 18.10. 10:00 - 11:30 Seminarraum 1 Musikwissenschaft UniCampus Hof 9, 3A-O1-31
Dienstag 25.10. 10:00 - 11:30 Seminarraum 1 Musikwissenschaft UniCampus Hof 9, 3A-O1-31
Dienstag 08.11. 10:00 - 11:30 Seminarraum 1 Musikwissenschaft UniCampus Hof 9, 3A-O1-31
Dienstag 15.11. 10:00 - 11:30 Seminarraum 1 Musikwissenschaft UniCampus Hof 9, 3A-O1-31
Dienstag 22.11. 10:00 - 11:30 Seminarraum 1 Musikwissenschaft UniCampus Hof 9, 3A-O1-31
Dienstag 29.11. 10:00 - 11:30 Seminarraum 1 Musikwissenschaft UniCampus Hof 9, 3A-O1-31
Dienstag 06.12. 10:00 - 11:30 Seminarraum 1 Musikwissenschaft UniCampus Hof 9, 3A-O1-31
Dienstag 13.12. 10:00 - 11:30 Seminarraum 1 Musikwissenschaft UniCampus Hof 9, 3A-O1-31
Dienstag 10.01. 10:00 - 11:30 Seminarraum 1 Musikwissenschaft UniCampus Hof 9, 3A-O1-31
Dienstag 17.01. 10:00 - 11:30 Seminarraum 1 Musikwissenschaft UniCampus Hof 9, 3A-O1-31
Dienstag 24.01. 10:00 - 11:30 Seminarraum 1 Musikwissenschaft UniCampus Hof 9, 3A-O1-31
Dienstag 31.01. 10:00 - 11:30 Seminarraum 1 Musikwissenschaft UniCampus Hof 9, 3A-O1-31

Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Beschreibung der Lehrveranstaltung:
Intensive Recherchen in den Quellen zur Geschichte der Wiener Hofoper im ersten Drittel des 19. Jahrhunderts, einer Zeit, als dort u. a. Beethoven und Schubert, aber auch die zu ihren Lebzeiten höchst angesehene Komponisten Adalbert Gyrowetz, Joseph Weigl, Conradin Kreutzer, Franz Lachner u. viele andere wirkten. Einer Zeit, in der zahllose wichtige Werke des 19. Jahrhunderts von italienischen und französischen Komponisten erstaufgeführt wurden, vom Range eines Paer, Rossini, Donizetti, Bellini, Boieldieu, Hérold, Meyerbeer.
Mancher wird sich fragen, ob es denn da heute noch Neuigkeiten zu erkunden gibt, zumal der als "Dichter" vergleichsweise wenig profilierte Friedrich Treitschke 1997 Gegenstand einer germanistischen Dissertation war und als Librettist des Fidelio auch heute noch steter Gegenstand von Recherchen ambitionierter Dramaturgen ist.
Seit wenigen Jahren aber hat sich die Quellenlage zu Treitschke grundlegend gewandelt: In einem Wiener Antiquariat wurde ein großes Konvolut von Manuskripten offeriert, das offenkundig zuvor im Privatbesitz und der Öffentlichkeit nur sehr bedingt zugänglich war. Der Wienbibliothek im Rathaus ist es gelungen, diese Quellen komplett zu erwerben und damit den Bestand der Informationen zur Wiener Hofoper bis 1840 wesentlich zu bereichern.
Treitschke hatte über Jahrzehnte hinweg wesentlichen Einfluss auf das Repertoire der Wiener Hofoper und die Werkgestalt der dargebotenen Opern. Treitschke wirkte hier nicht nur als Verwaltungsbeamter, sondern vielmehr als eine Art Dramaturg, der zahlreiche Libretti verfasste, arrangierte, einrichtete oder fremdsprachige übersetzte. All dies lässt sich bestens aufzeigen an dem erst seit kurzem wieder zugänglichen Nachlass von Treitschke in der Wienbibliothek. Weiters kann auf zahlreiche Korrespondenzen an und über Treitschke sowie auch das umfangreich vorhandene Aufführungsmaterial des Kärntnertortheaters in der Musiksammlung der ÖNB und im Österreichischen Theatermuseum zurückgegriffen werden.
Die Studierenden werden unmittelbar mit den Originalquellen konfrontiert und lernen, diese zu erschließen und auszuwerten (es werden auch Transkriptionen und Editionen erarbeitet).

Gewünschte Vorkenntnisse:
Vertrautheit mit dem Libretto der endgültigen Fassung des Fidelio, Lesefähigkeit von Handschriften (wird aber auch geübt)

Kontakt: gerrit.waidelich(at)univie.ac.at

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Art des Zeugniserwerbs:
Mündliche Mitarbeit in der Lehrveranstaltung, eigener Vortrag eines Referates, schriftliche Hausarbeit.

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Prüfungsstoff

Didaktik:
Praktikum zum Erlernen von grundlegenden wissenschaftlichen Arbeitstechniken, Edition und Transkription (aus deutscher Kurrentschrift)

Literatur

Literatur (u. a.):
# Ulrike Arbter, Georg Friedrich Treitschke, Beethovens dritter "Fidelio"-Librettist, Diss. (maschinschriftlich) Wien 1997.
# Helga Lühning, Leonore und Fidelio. Ein synoptischer Vergleich. - Zur Entstehungsgeschichte von Leonore und Fidelio. Zeittafel. - B oder H? Über Beethovens Revisionen des Quartetts "Er sterbe", in: Internationales Beethoven-Fest 1997. Das Buch zum Programm. Bonn 1997.
# Dies. (Hrsg.), Leonore oder der Triumph der ehelichen Liebe. Eine Oper in zwei Aufzügen. Libretto von Joseph Sonnleithner und Stephan von Breuning. [Außerdem zugleich:] Fidelio. Eine Oper in zwei Aufzügen. Libretto von Joseph Sonnleithner […]. Mit einem Nachwort von Dörte Schmidt, Stuttgart: Reclam 2009.
# Till Gerrit Waidelich, Conradin Kreutzers Die beiden Figaro (Wien 1840). Anknüpfungen an ältere Muster und aktuelle Tendenzen der Opéra "comique" und "buffa" bei der Fortsetzung eines bewährten Sujets, in: Irmlind Capelle (Hrsg.), Albert Lortzing und die Konversationsoper in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts: Bericht vom Roundtable aus Anlaß des 200. Geburtstages von Albert Lortzing am 22. und 23. Oktober 2001 in der Lippischen Landesbibliothek Detmold im Auftrag der Albert-Lortzing-Gesellschaft e.V., München 2004, S. 173-214.
# Christine Martin (Hrsg.), Operneinlagen: Einlagen für Das Zauberglöckchen von Louis Joseph Ferdinand Hérold - D 723, in: Neue Schubert-Ausgabe, Serie II, Bd. 18, Kassel 2010

Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

B07, B20; M01, M03, M04, M05, M12, M17; § 10 (7), § 12 (7)

Letzte Änderung: Mo 07.09.2020 15:35