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Achtung! Das Lehrangebot ist noch nicht vollständig und wird bis Semesterbeginn laufend ergänzt.

160131 PS Ekphrasis. (Über) Bilder schreiben. (2010W)

Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung

Details

max. 30 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

Freitag 15.10. 15:00 - 18:00 Seminarraum 2 Sensengasse 3a 1.OG
Freitag 29.10. 15:00 - 18:00 Seminarraum 2 Sensengasse 3a 1.OG
Freitag 12.11. 15:00 - 18:00 Seminarraum 2 Sensengasse 3a 1.OG
Freitag 26.11. 15:00 - 18:05 Seminarraum 2 Sensengasse 3a 1.OG
Freitag 10.12. 15:00 - 18:05 Seminarraum 2 Sensengasse 3a 1.OG
Freitag 14.01. 15:00 - 18:00 Seminarraum 2 Sensengasse 3a 1.OG
Freitag 28.01. 15:00 - 18:00 Seminarraum 2 Sensengasse 3a 1.OG

Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

: Ekphrasis: von altgriechisch: ekphráso - genau erzählen, genau beschreiben.
Ekphrasis ist eine Beschreibungskategorie der antiken Rhetorik und im Mittelalter unter der Bezeichnung descriptio loci et naturae eine beliebte kleine, aber selbständige literarische Gattung. Sie meint die verbal ausführliche, klare und deutliche, der rhetorischen Kunst gemäße, ästhetische und poetische Beschreibung eines (in der Regel visuellen) Kunstobjekts (z.B. eines Bildes). Ekphrastisch beschrieben werden können ebenfalls visuelle Erregungen des Geistes mit hohen bildhaften Anteilen wie Erinnerungen, Träume, Phantasien und Vorstellungen. Im Zuge postmoderner Neuverwendungen hat sich Ekphrasis als transmediale Visualisierungsstrategie neu etabliert.
Das Proseminar wird die Figur der Ekphrasis, hier im engeren Sinne als literarische Bildbeschreibung von realen oder imaginären Kunstwerke zu verstehen, hinsichtlich ihrer Bedeutung für die Inszenierung von Literarizität analysieren. Vermittels literarischer Verfahren wie etwa der Fiktionalisierung oder der Narrativierung unterwirft die Ekphrasis überlieferte Muster der Bildbeschreibung einem Transformationsprozess, den sie zugleich auch kritisch reflektiert.

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Mitarbeit, Referat, schriftliche Abschlussarbeit.

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Die StudentInnen sollen am Ende der LV die Begriffsgeschichte und -diskussion von ‚Ekphrasis' kennen sowie einen Überblick über die Entwicklung der literarischen Gattung von der Antike bis zur Gegenwart gewonnen haben. Sie sollen außerdem in der Lage sein, die literarischen Ausdrucksmittel und - Funktionen exphrastischer Verfahren zu erkennen und kritisch zu reflektieren.

Prüfungsstoff

Wir werden im Zuge eines close reading von Werken insbesondere des 20. Jahrhunderts einerseits die sprachlichen Mittel untersuchen, mit deren Hilfe ein Dichter beschriebene Gegenstände für den Leser zu visualisieren vermag; andererseits werden wir die Frage nach der literarischen Funktion derartiger Exkurse für die Gesamtintention des jeweiligen Romans stellen.

Literatur

Pflichtlektüre: wird in der LV bekannt gegeben.

Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

Diplomstudium VL 131, VL 130
BA M4

Letzte Änderung: Mo 07.09.2020 15:35