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160139 VO Einführung in die Theorie des Sprachwandels (2020W)

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Details

Sprache: Deutsch

Prüfungstermine

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

Dienstag 06.10. 13:30 - 15:00 Digital
Dienstag 13.10. 13:30 - 15:00 Digital
Dienstag 20.10. 13:30 - 15:00 Digital
Dienstag 27.10. 13:30 - 15:00 Digital
Dienstag 03.11. 13:30 - 15:00 Digital
Dienstag 10.11. 13:30 - 15:00 Digital
Dienstag 17.11. 13:30 - 15:00 Digital
Dienstag 24.11. 13:30 - 15:00 Digital
Dienstag 01.12. 13:30 - 15:00 Digital
Dienstag 15.12. 13:30 - 15:00 Digital
Dienstag 12.01. 13:30 - 15:00 Digital
Dienstag 19.01. 13:30 - 15:00 Digital
Dienstag 26.01. 13:30 - 15:00 Digital

Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Ziel der Lehrveranstaltung ist es, den Studierenden durch eine epistemologisch fundierte Übersicht der wesentlichen Ansätze zur Beschreibung und Erklärung sprachgeschichtlicher Vorgänge zu einem reflektierten Verständnis der Möglichkeiten und Grenzen der Sprachwandelstheorie zu verhelfen.
Den Inhalt der Lehrveranstaltung bildet, ausgehend von einer wissenschaftstheoretischen Einleitung, eine systematische Durchsicht der theoretischen Strömungen der Sprachwandelsforschung, ausgehend von den Anfängen im 19. Jahrhundert bis zu den zeitgenössischen soziolinguistischen, kontaktlinguistischen, gebrauchsbasierten und grammatiktheoretischen Modellen, mit besonderer Berücksichtigung interdisziplinärer Verknüpfungen.
In den historischen Theorievergleich werden sämtliche Phänomenbereiche des Sprachwandels einbezogen: Lautwandel, morphologischer Wandel, syntaktischer Wandel, Bedeutungswandel sowie komponentenübergreifende Prozesse wie Grammatikalisierung und Metatypie.
Die Methode der Vermittlung dieser Inhalte besteht in mündlichem Vortrag (Videoübertragung über die Lernplattform Moodle), begleitet durch visuelle Darstellungen sowie Textpassagen und ergänzt durch Literaturverweise.

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Schriftliche Prüfung nach dem Semesterende.
Zwei Termine werden im Februar angeboten, weitere im Verlauf des Sommersemesters 2021.
Die Prüfung wird auf Grund der geltenden Maßnahmen zur Infektionsvermeidung in digitaler Form im Rahmen der Moodle-Lernplattform durchgeführt.
Aus einem Fragenpool sind 10 gleichmäßig gewichtete Fragen auszuwählen und in einer Bearbeitungszeit von 90 Minuten durch Direkteingabe zu beantworten.
Hilfsmittel sind nicht erlaubt.
Die Bearbeitungszeit ist in ein Zeitfenster von 120 Minuten eingebettet, um die technischen Voraussetzungen für die Teilnahme zu gewährleisten (Verbindungsaufbau, Einwählen in die Lernplattform).
Bei technischen Problemen ist sofortige Kontaktaufnahme mit dem Lehrveranstaltungsleiter erforderlich. Die diesbezüglichen Kontaktdaten werden eine Woche vor der Prüfung auf der Lernplattform bekanntgegeben.
In der letzten Semesterwoche findet zur Sicherstellung des ordnungsgemäßen Ablaufs eine Probeprüfung statt.
Im Übrigen gelten die auf der Homepage des Instituts für Sprachwissenschaft bekanntgegebenen Richtlinien für digitale Prüfungen:
https://linguistik.univie.ac.at/studium/digitale-pruefungen/

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Beurteilt wird reflektiertes Verständnis der wesentlichen Epochen der Forschungesgeschichte und ihrer wichtigsten Vertreter sowie die Fähigkeit zur Einordnung der in der Lehrveranstaltung besprochenen Ansätze in den forschungsgeschichtlichen Kontext sowie in allgemeine wissenschaftsgeschichtliche Zusammenhänge.
Das Hauptgewicht liegt auf der Aktivierung von Präsenzwissen und Referenzwissen, das in eigenständiger Gedankenführung zu formulieren ist.
Die Beurteilung der Prüfungsleistung erfolgt nach einem Punktesystem, wobei die Notenskala mit Zehnerschritten der Punktereihe korreliert:
100 – 91 Punkte = sehr gut
90 – 81 Punkte = gut
80 – 71 Punkte = befriedigend
70 – 61 Punkte = genügend
60 – 0 Punkte = nicht genügend

Prüfungsstoff

Die Prüfungsfragen beziehen sich auf den gesamten Inhalt der Lehrveranstaltung, insbesondere die Anwendung theoretischer Konzepte auf empirische Problemstellungen.
Geprüft wird die Fähigkeit zur kritischen Kommentierung von Aussagen aus der Forschungspraxis.
Geprüft wird ferner die Fähigkeit, in der Fachliteratur vertretene Positionen zu referieren und die wissenschaftsgeschichtliche Stellung ihrer Urheberinnen und Proponentinnen zu charakterisieren.

Literatur

Jean Aitchison (2013, 4th edition). Language Change: Progress or Decay? Cambridge: Cambridge University Press.
Motives for Language Change. Edited by Raymond Hickey (2003). Cambridge: Cambridge University Press.
Rudi Keller (2014, 4. Auflage). Sprachwandel: Von der unsichtbaren Hand in der Sprache. Bern: Francke / Stuttgart: UTB.
Don Ringe & Joseph Eska (2013). Historical Linguistics. Toward a Twenty-First Century Reintegration. Cambridge: Cambridge University Press.
Competing Models of Linguistic Change. Evolution and beyond. Edited by Ole Nedergaard Thomsen (2006). Amsterdam / Philadelphia: John Benjamins Publishing Company.
The Handbook of Historical Sociolinguistics. Edited by Juan Manuel Hernández-Campoy and Juan Camilo Conde-Silvestre (2012). Malden MA etc.: Wiley-Blackwell.
The Handbook of Language Variation and Change.
Edited by J.K. Chambers and Natalie Schilling. Second Edition (2013). Malden MA etc.: Wiley-Blackwell.

Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

MA1-M5
MA4-M1

Letzte Änderung: Mi 21.04.2021 14:08