Universität Wien

170113 VU "Democracy now!" (2013W)

politische Inszenierungen, Performances und Aktivismus im öffentlichen Raum

Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung

Blocktermine im Schreyvogelsaal am Mi 9.10. 13:45-17, Sa 9.11. 10-14, So 10.11. 10-14, Fr 29.11. 10:15-13:30, Sa 30.11. 16:30-19:30 und So 1.12. 15:30-19:30
Nachbesprechung am Do 12.12. von 15:30-16:30 Uhr im Schreyvogelsaal

An/Abmeldung

Hinweis: Ihr Anmeldezeitpunkt innerhalb der Frist hat keine Auswirkungen auf die Platzvergabe (kein "first come, first served").

Details

max. 50 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch

Lehrende

Termine

Zur Zeit sind keine Termine bekannt.

Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Die Politik als Sphäre des Handelns und der Inszenierung performativer Machtausübung muss immer neu konstruiert und erprobt werden, und in diesem Kontext sind die Stadt, die Bühnen und andere Orte wichtige öffentliche Konflikträume.
Im Kampf um Demokratisierung und Menschenrechte setzen viele politische Gruppen und Aktivisten_innen in ihren vielfältigen öffentlichen Ausdrucks- und Protestweisen verstärkt auf performative Strategien .
Welche Formen von politischer Performance und performativer Subversion entstehen um und nach 68, aber auch in der gegenwärtigen medialisierten Gesellschaft des Spektakels?
Anhand ausgewählter Texte, historischer und aktueller Beispiele werden in der Lehrveranstaltung stufenweise Themenschwerpunkte zu verschiedenen Aktionsformen in öffentlichen Konflikträumen erarbeitet und diskutiert: Von den Situationisten zu den feministischen und queeren Strategien, von autonomen Besetzungsbewegungen zum Aktivismus der globalisierungskritischen Bewegung und aktuellen Occupy- und Refugee-Protesten.

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Texte lesen und diskutieren, Mitarbeit, schriftliche Arbeiten, Referate

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Ziel der Lehrveranstaltung ist es zunächst theoretisches Grundmaterial zur Betrachtung von verschiedenen Aktionsformen in öffentlichen Räumen zu erarbeiten, um dann konkrete Beispiele zu suchen und miteinander in Verhältnis zu setzen.
Dabei geht es wesentlich um den Ausbau der Kenntnisse von erweiterten Theater- und Performancekonzepten.

Prüfungsstoff

In einer einführenden Phase der Lehrveranstaltung treffen bestimmte Begrifflichkeiten wie Performance/Performativität, Aktivismus, Schau-Spiel/Inszenierung, Öffentlichkeit, Demokratie, Interaktion/Konflikt/Raum in einem diskursiven Verhältnis aufeinander. Die unternommenen Begriffsklärungen anhand von Texten ermöglichen Fragen nach Re-/Präsentationen und Konstruktionen von Subjekten, sozialen Beziehungen und räumlichen Handlungsstrategien. Wie ist subversive Performativität möglich? Welchen Stellenwert haben dabei auch queere Praktiken im kulturellen und medialen Raster?
Nach einer einführenden Phase in spezifische Themengebiete in Theorie und Praxis,
haben die TeilnehmerInnen der LVA die Möglichkeit zu spezifischen Themen Referate zu halten oder schriftliche Arbeiten abzugeben.

Literatur


Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

Letzte Änderung: Mo 07.09.2020 15:36