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170128 UE Übung "Medienanalyse" (2018S)

Same, Same but Different: Medien und Unterscheidung

Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung

Anmeldung: Die selbstständige Anmeldung über u:space innerhalb der Anmeldephase zu Semesterbeginn ist für die Teilnahme an dieser Lehrveranstaltung verpflichtend. Eine nachträgliche Anmeldung ist nicht möglich. Die Anmeldezeiten entnehmen Sie bitte unserer Homepage unter https://spl-tfm.univie.ac.at/studium/

Anwesenheitspflicht in der ersten Einheit: Studierende, die der ersten Einheit unentschuldigt fern bleiben, verlieren ihren Platz in der Lehrveranstaltung. Studierende von der Warteliste können nachrücken.

Plagiate: Prüfungsleistungen und Prüfungszugänge, die durch das Verwenden unerlaubter Hilfsmittel oder durch absichtsvolles Plagiieren erlangt werden, werden laut Satzung der Universität Wien (§13, §74) nicht beurteilt, sondern im Sammelzeugnis untilgbar mit (X) bewertet. Dies ist auch nach bereits erfolgter Benotung rückwirkend möglich, wenn sich der Tatbestand des Plagiats erst im Nachhinein erweisen sollte. Als Plagiat gilt die absichtsvolle und undeklarierte Übernahme von fremdem geistigen Eigentum ohne Angabe der Quelle; der Begriff des Plagiats umfasst dabei wörtliche Zitate ebenso wie übersetzte Übernahmen und Paraphrasen.

Weitere Infos zum Studium finden Sie unter https://spl-tfm.univie.ac.at/

Details

max. 46 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

Samstag 26.05. 18:30 - 20:00 Hörsaal 2H510 UZA II Rotunde
Freitag 15.06. 09:45 - 16:30 Hörsaal 2H510 UZA II Rotunde
Samstag 16.06. 09:00 - 15:00 Hörsaal 2H510 UZA II Rotunde
Freitag 29.06. 09:45 - 16:30 Hörsaal 2H510 UZA II Rotunde
Samstag 30.06. 09:00 - 15:00 Hörsaal 2H510 UZA II Rotunde

Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Zu Unterscheiden ist ein zentrales Element medialer Funktionsweisen und Bedeutungsgebung. Ausgehend von der Kulturtechnik der Grenzziehung mittels eines Pflugs, der eine Grenze zwischen zwei Feldern zieht und damit eine Unterscheidung der einen von der anderen Seite markiert, über die Buchstaben des Alphabets, die durch ihre Unterschiedlichkeit und die Möglichkeit zur Kombination Bedeutung produzieren, bis zur formallogischen Differenz zwischen 0 oder 1 - bzw. fließendem oder nichtfließendem Strom - als funktionalem Element der Prozessierung im Computer: Zeichensysteme bauen stets maßgeblich auf Unterscheidungen und Kombinationsmöglichkeiten auf. Über die Funktionsweise medialer Formationen hinaus sind Unterscheidungen fundamental für Welterkenntnis und die Herstellung und Aufrechterhaltung von Ordnung - und somit immer auch immanent politisch: Wo wird ein Unterschied gemacht? Welcher Unterschied zählt und wo wird die Grenze des zu Unterscheidenden gezogen? Welche Unterscheidungsmöglichkeiten werden verworfen?
Im Seminar wird der Rolle von Unterscheidungen für mediale Formationen zunächst anhand der Lektüre theoretischer Texte (Barthes, Derrida, Foucault) nachgegangen. Im Anschluss werden konkrete Beispiele und Prozessierungen von Unterscheidungen nachverfolgt: Welche Rolle spielt die Unterscheidung in Debatten zur ›Netzneutralität‹? Welche Unterscheidungen ermöglichen Gesichtserkennung - und welche Unterscheidungen werden durch Gesichtserkennung hervorgebracht? Welches Verhältnis besteht zwischen Unterscheidungen und Regeln in Spiel und Sport? Welche Rolle spielen Unterscheidungen für Konzepte von Staat, Nation und Kultur? Und welche Unterscheidungen machen eigentlich einen Unterschied?

Lernziele:

- Erwerben theoretischer Kenntnis kultureller Basisfunktionen und Kulturtechniken der Grenzziehung
- Kritische Reflexion der Willkürlichkeit bedeutungstragender, kultureller Unterscheidungen
- Kritische Analyse kultureller Regeln, Praxen und Aushandlungen
- Übung kritischer Textlektüre und erlernen analytischer Distanz

Methoden:
Close reading; Referate; Gruppenarbeit; Filmsichtung; forschendes Lernen

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Mögliche Kombinationen zur Leistungskontrolle:

1) Referat/Gruppenpräsentation + Hausarbeit
2) Referat/Gruppenpräsentation + Thesenpapiere zu mind. 2 Texten je Termin
unter Vorbehalt: 3) Thesenpapiere zu mind. 2 Texten je Termin + Hausarbeit

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

In Summe positive Beurteilung der Einzelleistungen. Beurteilungskriterien werden in der ersten Sitzung vorgestellt.

Prüfungsstoff

Themenfelder des Seminars

Literatur

Ein Reader wird über Moodle zur Verfügung gestellt

Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

Letzte Änderung: Fr 31.08.2018 08:42