Universität Wien FIND

170135 PS Proseminar "Filmtheorie" (2018S)

Das szenische Denken des Films

Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung

Anmeldung: Die selbstständige Anmeldung über u:space innerhalb der Anmeldephase zu Semesterbeginn ist für die Teilnahme an dieser Lehrveranstaltung verpflichtend. Eine nachträgliche Anmeldung ist nicht möglich. Die Anmeldezeiten entnehmen Sie bitte unserer Homepage unter https://spl-tfm.univie.ac.at/studium/

Anwesenheitspflicht in der ersten Einheit: Studierende, die der ersten Einheit unentschuldigt fern bleiben, verlieren ihren Platz in der Lehrveranstaltung. Studierende von der Warteliste können nachrücken.

Plagiate: Prüfungsleistungen und Prüfungszugänge, die durch das Verwenden unerlaubter Hilfsmittel oder durch absichtsvolles Plagiieren erlangt werden, werden laut Satzung der Universität Wien (§13, §74) nicht beurteilt, sondern im Sammelzeugnis untilgbar mit (X) bewertet. Dies ist auch nach bereits erfolgter Benotung rückwirkend möglich, wenn sich der Tatbestand des Plagiats erst im Nachhinein erweisen sollte. Als Plagiat gilt die absichtsvolle und undeklarierte Übernahme von fremdem geistigen Eigentum ohne Angabe der Quelle; der Begriff des Plagiats umfasst dabei wörtliche Zitate ebenso wie übersetzte Übernahmen und Paraphrasen.

Weitere Infos zum Studium finden Sie unter https://spl-tfm.univie.ac.at/

Details

max. 46 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

Mittwoch 11.04. 15:00 - 16:30 Hörsaal 2H510 UZA II Rotunde
Mittwoch 18.04. 15:00 - 16:30 Hörsaal 2H510 UZA II Rotunde
Mittwoch 25.04. 15:00 - 16:30 Hörsaal 2H510 UZA II Rotunde
Mittwoch 02.05. 15:00 - 16:30 Hörsaal 2H510 UZA II Rotunde
Mittwoch 09.05. 15:00 - 16:30 Hörsaal 2H510 UZA II Rotunde
Mittwoch 16.05. 15:00 - 16:30 Hörsaal 2H510 UZA II Rotunde
Mittwoch 23.05. 15:00 - 16:30 Hörsaal 2H510 UZA II Rotunde
Mittwoch 30.05. 15:00 - 16:30 Hörsaal 2H510 UZA II Rotunde
Mittwoch 06.06. 15:00 - 16:30 Hörsaal 2H510 UZA II Rotunde
Mittwoch 13.06. 15:00 - 16:30 Hörsaal 2H510 UZA II Rotunde
Mittwoch 20.06. 15:00 - 16:30 Hörsaal 2H510 UZA II Rotunde
Mittwoch 27.06. 15:00 - 16:30 Hörsaal 2H510 UZA II Rotunde
Mittwoch 04.07. 09:45 - 14:45 Hörsaal 2H510 UZA II Rotunde

Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Das Seminar geht aus von einem vor allem in der Psychoanalyse entwickelten Verständnis des Szenischen. Im Traum wird seine Ästhetik am deutlichsten: Durch unsere Träume ziehen sich Szenen, deren manifeste Räumlichkeit und deren Personen sich in einem steten Wandel befinden. Erst in der Traumarbeit des Aufwachens ordnen wir Identitäten zu, wobei es nie ganz sicher ist, an welcher Position eines Traumes man sich befindet und noch weniger, dass man das nur an einer ist. In der Entwicklungspsychologie sind solche szenischen Konstellationen der Raum der Interaktion, aus der heraus das Kind sein Selbst entwickelt. Aber auch unseren Alltag durchziehen Szenen, in denen wir oft eher verschwinden, die eher etwas mit uns machen, als dass wir sie beherrschen oder auch nur überschauen. Mehr als jede andere Ausdrucksform ist es der Film, der seine Szenen nicht nur über die Konstellationen der Personen, sondern über seine Bilder, seine Montagen, seine Kameraeinstellungen, seinen Ton, seine Bewegungen herstellt. Oft durchkreuzen sie die narrative Dimension, desynchronisieren die Abläufe, verdichten Zeiten, verschieben Zeichen. Wir nehmen sie wahr, aber um dies bewusst zu erfahren, braucht es einen Modus der Aufmerksamkeit, der zwischen Zerstreuung und Konzentration oszilliert und den Freud als gleichschwebende Aufmerksamkeit bezeichnet hat. Das Seminar wird entlang einer Reihe von aktuellen Filmen ('Mother', 'Phantom Thread', 'Arrival', 'Shame', 'Mulholland Drive', 'The Act of Killing' und 'Son of Saul') diese szenische Wirklichkeit der Filme beschreiben und dabei auch danach fragen, was es mit dieser gleichschwebenden Aufmerksamkeit auf sich hat und warum Filmkritiker so oft so wenig davon in ihre Besprechungen einfließen lassen können.

Lernziele
Das Seminar führt in die Problematik des szenischen Denkens des Films ein und vermittelt dabei ein Grundverständnis der psychoanalytischen Medientheorie und der Theorie der Aufmerksamkeit.

Begonnen wird das Seminar mit einer Analyse von P.T. Andersons 'Phantom Thread'. Da der Film zur Zeit in den Kinos läuft, wäre es schön, wenn die SeminarteilnehmerInnen die Chance nutzen, ihn sich schon auf großer Leinwand anzusehen.

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Vorstellung von Thesen zum Film (Gruppenarbeit) und Hausarbeit (ca 15 Seiten)

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Die im Seminar besprochenen Filme sollen gesichtet werden. Es wird von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern erwartet, dass sie Thesen zum Szenischen eines der Filme entwickeln und vorstellen. Die Filme wie auch die zu lesende Literatur werden zur Verfügung gestellt.

Vorstellung von Thesen zum Film (Gruppenarbeit) (33%) und Hausarbeit (ca 15 Seiten) (67%)

Prüfungsstoff

Literatur


Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

Letzte Änderung: Fr 31.08.2018 08:42