Universität Wien FIND

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170222 PS Proseminar "Narrativität in Theater, Film und Medien" (2021S)

Drama und Dramaturgie im 20. Jahrhundert

Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung
DIGITAL

An/Abmeldung

Details

max. 40 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch

Lehrende

Termine

Die LV findet bis auf Weiteres DIGITAL statt!

Termine:
Vorbesprechung:
FR 26.03.2021 16.45-20.00
Block I:
FR 21.05.2021 16.45-20.00
SA 22.05.2021 10.00-15.30
Block II:
FR 18.06.2021 16.45-20.00
SA 19.06.2021 10.00-15.30


Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Das Ziel der Lehrveranstaltung ist es, einen Überblick über bedeutende dramatische Werke, Dramaturgien und Autor*innen des 20. Jahrhunderts zu geben, diese historisch und dramentheoretisch einzuordnen und zu analysieren.

Der erste Teil ist ein historischer Abriss und vermittelt zunächst Grundlagenwissen zur Dramentheorie von Aristoteles (Poetik), Corneille (La doctrine classique) und Lessing (Hamburgische Dramaturgie). Im zweiten Teil vertiefen wir die Positionen anhand der Lektüre von Dieter Kafitz' Grundzüge einer Geschichte des deutschen Dramas von Lessing bis zum Naturalismus (1989) und Peter Szondis Theorie des modernen Dramas (1880-1950) (1963). Wir behandeln Kafitz' Darstellungen zur historischen Herausbildung des Dramas und setzen uns kritisch mit Szondis Theorie der Absolutheit des Dramas auseinander. Die Ausführungen zur Analyse des Gefüges Figur – Handlung – Dialog von Kafitz werden um Auszüge aus Manfred Pfisters Grundlagenwerk Das Drama (1977) ergänzt, um gemeinsam methodisches Handwerkszeug für die Dramenanalyse zu erarbeiten.
Die erlernten Theorien und Analysewerkzeuge kommen im dritten Teil der Veranstaltung zur Anwendung: Ausgewählte Werke des Naturalismus' (z.B. Gerhart Hauptmann, Henrik Ibsen), der historischen Avantgarden (z.B. Maurice Maeterlinck, Else Lasker-Schüler), des epischen Theaters Bertolt Brechts über das absurde Theater (z.B. Samuel Beckett oder Eugène Ionesco) hin zum Dokumentartheater der 1960er und 1970er Jahre (z.B. Peter Weiss, Rolf Hochhuth) und zum postdramatischen Theater (z.B. Peter Handke, Heiner Müller, Elfriede Jelinek) werden behandelt. Die Lektüre und Diskussion der Dramen aus dem 20. Jahrhundert werden ergänzt um die Auseinandersetzung mit Ausschnitten aus Hans-Thies Lehmanns Postdramatisches Theater (1999) und Erika Fischer-Lichtes Überlegungen zur Entliterarisierung und Retheatralisierung, die mit der Entdeckung der Zuschauer*innen ab 1900 einhergehen. Beide Positionen eröffnen weitere kritische Perspektiven in der Auseinandersetzung mit Dramen bzw. Theatertexten und Dramaturgien des 20. Jahrhunderts.

Das Seminar ist ein Lektürekurs: Mindestens neun Dramen bzw. Theatertexte werden gelesen und vor dem Hintergrund der erarbeiteten theoretischen Positionen systematisch beschrieben, analysiert und diskutiert. Ziel ist es, Inhalte und Kennzeichen der Dramen sowie der Dramaturgie theoretisch und analytisch erfassen sowie historisch einordnen zu können.

Die Studierenden können nach erfolgreichem Abschluss des Seminars
- verschiedene Dramentheorien (u.a. Aristoteles, frz. Klassik, Lessing, Szondi) und theatertheoretische Positionen wiedergeben, in ihren historischen Kontext einordnen und voneinander unterscheiden.
- Dramen und Theatertexte (des 20. Jahrhunderts) in ihre sozio-historischen und kulturellen Kontexte einordnen.
- Dramen und Theatertexte (des 20. Jahrhunderts) und die jeweils spezifische Dramaturgie systematisch beschreiben und mit Hilfe der erlernten Analysemethoden analysieren und kritisch miteinander vergleichen bzw. voneinander abgrenzen.
- ausgewählte Autor*innen des 20. Jahrhunderts erkennen und in ihrem sozio-historischen Kontext einordnen.
- das erlernte Wissen präsentieren, in der Gruppe diskutieren und kritisch reflektieren.

Methoden: Referate, angeleitete Gruppendiskussionen und Gruppenarbeiten, Think-Pair-Share, Placemat

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

!NEU! ÄNDERUNG: Es gibt zwei zu erbringende Teilleistungen:
1) Referat inkl. Diskussionsfragen (während des Blockseminars; 25%)
2) NEU Schriftliche Seminararbeit (12-15 Seiten Fließtext; im Anschluss an das Blockseminar; Abgabefrist 31.07.2021; 75%)

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Alle oben ausgeführten Teilleistungen müssen für einen positiven Abschluss positiv bestanden werden.

»Die Endnote ergibt sich aus dem Durchschnitt der gewichteten Einzelleistungen, wobei jede Einzelleistung erbracht werden muss. Werden eine oder mehrere Einzelleistungen nicht erbracht oder negativ beurteilt, kann die Gesamtnote nicht positiv sein (führt zur Abwertung).«

Prüfungsstoff

folgt in der Literaturliste und dem Seminarplan

Literatur

Die finale Literaturliste wird den Teilnehmer*innen nach Vergabe der Fixplätze zugeschickt.
Soweit es finanziell möglich ist, wird darum gebeten, die Dramen und Theatertexte zu erwerben. Bei Schwierigkeiten werden diese natürlich auf Anfrage zur Verfügung gestellt. Die weitere wissenschaftliche Literatur wird im Semesterapparat auf Moodle bereitgestellt.

Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

Letzte Änderung: Mi 21.04.2021 11:26