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170301 VO Vorlesung zu Theatergeschichte (2021W)

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Details

Sprache: Deutsch

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

Montag 11.10. 13:15 - 14:45 Hörsaal D Unicampus Hof 10 Hirnforschungzentrum Spitalgasse 4
Montag 18.10. 13:15 - 14:45 Hörsaal D Unicampus Hof 10 Hirnforschungzentrum Spitalgasse 4
Montag 25.10. 13:15 - 14:45 Hörsaal D Unicampus Hof 10 Hirnforschungzentrum Spitalgasse 4
Montag 08.11. 13:15 - 14:45 Hörsaal D Unicampus Hof 10 Hirnforschungzentrum Spitalgasse 4
Montag 15.11. 13:15 - 14:45 Hörsaal D Unicampus Hof 10 Hirnforschungzentrum Spitalgasse 4
Montag 22.11. 13:15 - 14:45 Hörsaal D Unicampus Hof 10 Hirnforschungzentrum Spitalgasse 4
Montag 29.11. 13:15 - 14:45 Hörsaal D Unicampus Hof 10 Hirnforschungzentrum Spitalgasse 4
Montag 06.12. 13:15 - 14:45 Hörsaal D Unicampus Hof 10 Hirnforschungzentrum Spitalgasse 4
Montag 10.01. 13:15 - 14:45 Hörsaal D Unicampus Hof 10 Hirnforschungzentrum Spitalgasse 4
Montag 17.01. 13:15 - 14:45 Hörsaal D Unicampus Hof 10 Hirnforschungzentrum Spitalgasse 4
Montag 24.01. 13:15 - 14:45 Hörsaal D Unicampus Hof 10 Hirnforschungzentrum Spitalgasse 4
Montag 31.01. 13:15 - 14:45 Hörsaal D Unicampus Hof 10 Hirnforschungzentrum Spitalgasse 4

Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Titel: Theatrum mundi. Inszenierungs- und Reflexionsformen der Theatermetapher
Formulierungen, die in irgendeiner Weise die Welt als Theater oder das gesellschaftliche Leben als ein Spiel betrachten, sind als Konstanten der Kulturgeschichte zu identifizieren. Mit welchen Begriffen sie operieren, welche Sichtweisen sie pointieren und in welche Visualisierungs- und Inszenierungsformen sie münden, ist jedoch jeweils historisch konkret. Es sind deshalb vor allem auch Differenzen zu beachten zwischen Inszenierungsformen etwa des "Everyman" als einem moralischen Exempel, "Nobody and Somebody" des elisabethanischen Theaters als Schilderung sich ergänzender Ausprägungen a/sozialen Verhaltens oder dem "Großen Welttheater" eines katholischen Dramatikers als einem Raum mit teleologischer Perspektive. In den Kunst- und Wunderkammern als räumlichen Installationen der Weltaneignung und des Staunens, in der "Theatrum"-Literatur als einer Akkumulation und Ordnung von Weltwissen oder in den Weltausstellungen als Demonstrationen imperialistischer Wirtschaftsmacht manifestieren sich vom 16. zum 19. Jahrhundert unterschiedliche Weltbilder. Die "Marionette" als Objekt gewordene Unfreiheit oder Fatalität, die "Schmierenkomödie" als Beschreibungsmodell für unaufrichtige Beziehungen, der "Jahrmarkt der Eitelkeiten" als Transitzone sozialen Aufstiegs oder die soziologische Rollentheorie unterscheiden sich als Reflexionsformen gesellschaftlicher Beziehungen. Die vielen dem Themenfeld zugehörigen Phänomene bleiben aber darüber verbunden, dass sie abstrahierendes und modellhaftes Denken (metaphorisch oder konkret) in theatrale Raumanordnungen bzw. Grundsituationen projizieren.

Die Vorlesung untersucht Inszenierungs- und Reflexionsformen von Theatermetaphern. Als theaterhistoriographische Vorlesung setzt sie dabei einen Schwerpunkt im 17. Jahrhundert, das eine besondere Affinität entwickelt hat, im Rahmen von Theatrum mundi-Modellen zu handeln und zu denken.

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Schriftliche Klausur am Ende des Semesters, drei weitere Prüfungstermine folgen am Anfang, in der Mitte sowie am Ende des darauffolgenden Sommersemesters 2022.

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Studierende kennen und verstehen die Inhalte der Vorlesungen und Pflichtlektüren und können Zusammenhänge im Themenfeld "Theatrum mundi" erkennen und formulieren.

Prüfungsstoff

Die Vorlesungen selbst inkl. der Materialien und Folien sowie die Pflichtlektüren zu jeder Vorlesung, die auf der Lehrplattform zur Verfügung gestellt werden.

Literatur

Eine Bibliographie wird in der Vorlesung zur Verfügung gestellt.

Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

Letzte Änderung: So 03.10.2021 11:28