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170510 UE Geschichte(n) des Kinos (2018S)

Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung

Anmeldung: Die selbstständige Anmeldung über u:space innerhalb der Anmeldephase zu Semesterbeginn ist für die Teilnahme an dieser Lehrveranstaltung verpflichtend. Eine nachträgliche Anmeldung ist nicht möglich. Die Anmeldezeiten entnehmen Sie bitte unserer Homepage unter https://spl-tfm.univie.ac.at/studium/

Anwesenheitspflicht in der ersten Einheit: Studierende, die der ersten Einheit unentschuldigt fern bleiben, verlieren ihren Platz in der Lehrveranstaltung. Studierende von der Warteliste können nachrücken.

Plagiate: Prüfungsleistungen und Prüfungszugänge, die durch das Verwenden unerlaubter Hilfsmittel oder durch absichtsvolles Plagiieren erlangt werden, werden laut Satzung der Universität Wien (§13, §74) nicht beurteilt, sondern im Sammelzeugnis untilgbar mit (X) bewertet. Dies ist auch nach bereits erfolgter Benotung rückwirkend möglich, wenn sich der Tatbestand des Plagiats erst im Nachhinein erweisen sollte. Als Plagiat gilt die absichtsvolle und undeklarierte Übernahme von fremdem geistigen Eigentum ohne Angabe der Quelle; der Begriff des Plagiats umfasst dabei wörtliche Zitate ebenso wie übersetzte Übernahmen und Paraphrasen.

Weitere Infos zum Studium finden Sie unter https://spl-tfm.univie.ac.at/

Details

max. 30 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch

Lehrende

Termine

Alle Sitzungen sind 4 Stunden lang und finden im Unsichtbaren Kino 3 des Österreichischen Filmmuseums statt. Für die Teilnahme an der Lehrveranstaltung ist ein Beitrag von 20,- Euro zu entrichten, der Saalmiete, Kopientransport und technsiche Vorbereitung beinhaltet. Freitag, 23. März, 12 bis 16 Uhr
Dienstag, 10. April, 11 bis 15 Uhr
Dienstag, 17. April, 12 bis 16 Uhr
Dienstag, 24. April, 12 bis 16 Uhr
Dienstag, 8. Mai, 12 bis 16 Uhr


Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Das Kino – der uns umschließende, abgedunkelte Raum, die Leinwand vor uns, die Projektoren im Rücken – ist historisch betrachtet nicht die einzige Form, Filme zu sehen, doch aber die dominante. Von den Varieté-Vorführungen der frühen Jahre, über Ladenkinos bis hin zu Kinopalästen mit denen der Film „sesshaft“ wurde; durch die diversen Kinokrisen der 1950er Jahre bis in die Gegenwart; entlang von Standardisierungsversuchen oder alternativen Gegenentwürfen wie etwa Stan VanDerBeeks Movie-Drome oder dem Unsichtbaren Kino von Peter Kubelka – die Frage, wie Filme heute, damals und in Zukunft gesehen wurden und werden, orientiert sich immer am Kino als idealen Raum des Films. Wie kein anderes Modell scheint er die dem Film innewohnenden Ästhetiken und Zeitlichkeiten vermitteln zu können.

Die Beschäftigung mit diesem Ort des Filme-sehens verspricht also ein Mehrfaches: 1) Einen Begriff von seinen vermittelnden Qualitäten 2) Eine Erweiterung des Nachdenkens über Filme und ihre Ästhetik um die Dimension des Raums 3) Eine Geschichte des Films entlang seiner Räume 4) Einblicke in die Filmtheorie und ihre Vorstellungen vom Kinoraum.

Das Österreischiche Filmmuseum selbst begreift seine Arbeit des Filme-zeigens und Filme-vermittelns seit 1964 zentral am Kinoraum orientiert. Das Unsichtbare Kino 3 ist die dritte Fassung eines von Peter Kubelka 1969 erstmals umgesetzten "Idealkinos" - die LV wird diesen Ort zu ihrem Ausgangspunkt machen, um von dort entlang von Filmen, Texten, Gesprächen diverse Geschichten des Kinos miteinander ins Verhältnis zu setzen.

Die Lehrveranstaltung ist der Versuch, unterschiedliche diskursive Stränge, die sich um diesen Raum ranken, aufzuzeigen und miteinander in ein Verhältnis zu setzen: Neben Einblicken in die historische Entwicklung soll es um theoretische Diskurse des Kinos (wie etwa die „Apparatus-Theorie“) gehen, soll nach den sozialen Dimension des Kinos gefragt werden (z.B. in Emilie Altenlos Zur Soziologie des Kino), um zugleich entlang des Aspektes der Architektur reflexive Kinoraumentwürfe (das Unsichtbare Kino 3 des Österreichischen Filmmuseums oder das mumok- Kino) als Gegenbewegungen zum Mainstream genauer zu untersuchen. Am Ende soll sichtbar werden, was wir meinen, wenn wir Kino sagen, welche Aspekte daran starr und fixiert scheinen und wie diese in den letzten 125 Jahren verschoben und neu konfiguriert wurden. Zugleich bekommen wir ein Bild davon, wie Institutionen, Filme und Theoretiker/innen diesen Raum denken und in ihre Arbeit integrieren.

Ausgangspunkt aller Reflexionen werden die Filme selbst sein, narrative, dokumentarische und experimentelle Arbeiten, die für diesen speziellen Ort gemacht wurden und oftmals implizit und explizit über diesen nachdenken. Neben dialogisch angelegten Analysen der Filme, sowie spezifischer theoretischer Texte sind Exkursionen ua. ins mumok geplant, wo Gespräche mit der Kuratorin des Kinos dort angedacht sind.

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Kleinere schriftliche Arbeit oder Referat
Mitarbeit während der LV
Anwesenheit

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Zur Teilnahme ist kein spezielles Vorwissen nötig. Neben einer aktiven Mitarbeit wird die abschließende Beurteilung auf Basis der Anwesenheit (4 von 5 Sitzungen), sowie der Leistung beim Referat oder schriftlichen Arbeit getroffen.

Prüfungsstoff

Die Inhalte der LV sollen in der abschließenden, kleineren schriftlichen Arbeit reflektiert und konkret mit einem frei zu wählenden Film in ein Verhältnis gesetzt werden.

Literatur

Die Literatur wird in Anschluss an den ersten Vorbereitungstermin online zur Verfügung gestellt.

Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

Letzte Änderung: Fr 31.08.2018 08:42