170514 UE Italienischer Genrefilm der 1960er und 1970er Jahre (2016S)
Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung
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An/Abmeldung
Hinweis: Ihr Anmeldezeitpunkt innerhalb der Frist hat keine Auswirkungen auf die Platzvergabe (kein "first come, first served").
- Anmeldung von Di 16.02.2016 09:00 bis Mi 02.03.2016 23:59
- Abmeldung bis Fr 18.03.2016 23:59
Details
max. 35 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch
Lehrende
Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert
- Samstag 05.03. 09:45 - 14:45 Seminarraum 3 2H467 UZA II Rotunde
- Freitag 22.04. 09:45 - 14:45 Seminarraum 3 2H467 UZA II Rotunde
- Samstag 23.04. 15:00 - 18:15 Seminarraum 3 2H467 UZA II Rotunde
- Donnerstag 02.06. 08:00 - 13:00 Seminarraum 3 2H467 UZA II Rotunde
- Freitag 03.06. 08:00 - 13:00 Seminarraum 3 2H467 UZA II Rotunde
Information
Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung
Kult- und Exploitationkino - damit ist ein Bereich der Filmkultur gemeint, der sich abseits der gängigen Kategorien von Arthouse- und Autorenfilm befindet. Im weitesten Sinn handelt es sich dabei um populäres, (in der filmwissenschaftlichen Wahrnehmung teils) marginalisiertes Kino, das eine Alternative zum Mainstream aus Hollywood und Europa darstellt: Horror, Erotik, Eastern, Science Fiction, Schlagerfilm, Krimi, d. h. sämtliche Traditionen und Genres des globalen Filmmarkts, die man nicht von vornherein mit dem Prädikat des kulturell Wertvollen versehen würde. Gleichzeitig unterliegt der etablierte kinematografische Kanon einem fundamentalen Wandel: Figuren wie Mario Bava oder Jess Franco werden als auteurs gehandelt, Dario Argento präsentiert seinen neuen Film in Cannes. Diese ambivalente Konstellation zwischen Hoch- und Populärkultur wird im Seminar anhand des italienischen Genrekinos der 1960er und 1970er Jahre untersucht. Genrezyklen wie der Peplum, Mondo, Spaghettiwestern oder Giallo stellen das ideale Material dar, die Verwerfungen dieser alternativen Filmgeschichtsschreibung nachzuverfolgen. Filme wie "Mondo cane" (Gualtiero Jacopetti, Franco Prosperi, Paolo Cavara, IT 1962) oder "Der Killer von Wien" (Lo strano vizio della Signora Wardh, Sergio Martino, IT/ES 1971) werden im Hinblick auf ihre narrativen und ästhetischen Wirkungsstrategien sowie genretheoretische Ordnungsversuche analysiert, besonderes Augenmerk gilt aber auch kontextuellen Faktoren. Unterlagen zu Werkgenese und zeitgenössischer Rezeption geraten dabei ebenso in den Blick wie die aktuelle Wahrnehmung unter dem Paradigma des heimkinotauglichen Kultfilms, die durch die "auteur machines" DVD und BluRay geprägt ist.
Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel
regelmäßige aktive Teilnahme an der Lehrveranstaltung, Präsentation eigenständiger Archivrecherchen, Lesekarten, Hausarbeit.
Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab
Die Studierenden erhalten profunde Kenntnis über aktuelle Diskurse von Kult- und Exploitationfilm sowie einen Überblick über die Geschichte des italienischen Genrekinos. Durch die intensive Beschäftigung mit der Thematik, die eigenständige Recherchen inkludiert, sollen die Teilnehmer neben der Berücksichtigung der filmtextuellen Dimension v. a. mit Kontexten (Aufführungssituation, Rezeption in der Filmkritik etc.) und ihrer Erschließung vertraut werden. Die Lehrveranstaltung beleuchtet die Relevanz industrieller Produktions- und Verleihmodi und vermittelt Herangehensweisen, diesem ephemeren Forschungsgebiet filmwissenschaftlich gerecht zu werden.
Prüfungsstoff
Lektüre filmhistorischer Texte, gemeinsame Filmsichtungen, Diskussion der Texte und Filme, selbstständige Bibliotheks- und Archivrecherche.
Literatur
Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis
Letzte Änderung: Sa 02.04.2022 00:21