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170515 UE Radiophoner Raum zwischen Elektromagnetismus, Kampf & Kunst (2018S)

Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung

Anmeldung: Die selbstständige Anmeldung über u:space innerhalb der Anmeldephase zu Semesterbeginn ist für die Teilnahme an dieser Lehrveranstaltung verpflichtend. Eine nachträgliche Anmeldung ist nicht möglich. Die Anmeldezeiten entnehmen Sie bitte unserer Homepage unter https://spl-tfm.univie.ac.at/studium/

Anwesenheitspflicht in der ersten Einheit: Studierende, die der ersten Einheit unentschuldigt fern bleiben, verlieren ihren Platz in der Lehrveranstaltung. Studierende von der Warteliste können nachrücken.

Plagiate: Prüfungsleistungen und Prüfungszugänge, die durch das Verwenden unerlaubter Hilfsmittel oder durch absichtsvolles Plagiieren erlangt werden, werden laut Satzung der Universität Wien (§13, §74) nicht beurteilt, sondern im Sammelzeugnis untilgbar mit (X) bewertet. Dies ist auch nach bereits erfolgter Benotung rückwirkend möglich, wenn sich der Tatbestand des Plagiats erst im Nachhinein erweisen sollte. Als Plagiat gilt die absichtsvolle und undeklarierte Übernahme von fremdem geistigen Eigentum ohne Angabe der Quelle; der Begriff des Plagiats umfasst dabei wörtliche Zitate ebenso wie übersetzte Übernahmen und Paraphrasen.

Weitere Infos zum Studium finden Sie unter https://spl-tfm.univie.ac.at/

Details

max. 30 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

Da durch diese Übung 5 ECTS erworben werden können setzt sie sich aus 13 Sitzungen sowie 2 Exkursionen zusammen. Die Exkursionen finden am Samstag, den 21. April von 10 bis 13h und am Freitag, den 27. April von 14 bis 18h statt. Für die Führung am 27. April durch den ORF (FM4 und Ö1) müssen die Studierenden jeweils einen Selbstkostenbeitrag von 5 Euro leisten.

Freitag 09.03. 13:15 - 16:30 Seminarraum 2 2H415 UZA II Rotunde
Freitag 20.04. 09:45 - 13:00 Seminarraum 2 2H415 UZA II Rotunde
Samstag 21.04. 15:00 - 20:00 Seminarraum 2 2H415 UZA II Rotunde
Sonntag 22.04. 09:00 - 16:30 Seminarraum 2 2H415 UZA II Rotunde
Samstag 28.04. 10:00 - 13:45 Seminarraum 2 2H415 UZA II Rotunde

Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Ziele:

Ziel der Übung ist es, dass die Studierenden lernen das Einzelmedium Radio, seine Verfahren der Inszenierung von Wahrnehmung und die Machtverhältnisse im radiophonen Raum bzw. in unterschiedlichen, radiophonen Räumen von den Rändern her zu beschreiben, zu analysieren, zu verstehen und zu hinterfragen.

Inhalte:

Die Übung ist als Einführung in die Geschichte, Theorie und Ästhetik des Einzelmediums
Radio und seiner Räume konzipiert. Im Gegensatz zum heutzutage dominierenden Verständnis von Radio als Begleitmedium - oft im Falle von Privatsendern als "Dudelfunk" bezeichnet und von Marktforschern zur sog. "Mood Control" der Hörer_innen perfektioniert - beschäftigt sich die Übung mit dem künstlerischen und politisch-subversiven Potential des Mediums und verfolgt dabei einen erweiterten Radiobegriff.

Vor dem Hintergrund einer Einführung in die physikalischen Grundlagen des Radios und der elektromagnetischen Wellen stehen einerseits theoretisch-künstlerische Texte von bspw. Welimir Chleknikov, Bertolt Brecht und Frantz Fanon im Zentrum des Seminars und andererseits konkrete, v.a. künstlerische, Beispiele wie der einstige Piratensender Radio Caroline, der italienische freie Sender Radio Alice, das Radioballett des Hamburger Künstlerkollektives LIGNA und Very-Low-Frequency-Installationen des australischen Künstlerpaares Haines & Hinterding, die mittels Radio medienökologische Fragen erforschen.

Integraler Bestandteil der Übung sind zwei Exkursionen: Die erste Exkursion am 21. April geht zu Orange 94.0 (Freies Radio Wien), die zweite am 27. April in den ORF. In beiden Fällen wird das Seminar vor Ort durch die Expertise der Radiomacherinnen Lale Rodigarkia-Dara (Orange 94.0) und Elisabeth Zimmermann (Ö1 Kunstradio/ORF) bereichert.

Methoden:

Methodisch stehen ein Close Listening von akustischen Werken, ein Close Reading sowie die Diskussion von künstlerischen, historischen und theoretischen Texten im Plenum und unterschiedliche Arten der Gruppenarbeit im Vordergrund. Durch den Besuch der beiden Radiostationen wird dabei besonderer Wert auf eine Verbindung von Theorie und Praxis gelegt.

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Die Leistungskontrolle erfolgt sowohl mündlich in Form eines 30minütigen Gruppenreferates also auch schriftlich in Form einer Rezension oder eines Essays. Beide Leistungen werden benotet. Alle Hilfsmittel sind erlaubt, Plagiate jedoch sind natürlich strikt verboten. (s.o.)

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Die Übung setzt die Bereitschaft der Studierenden voraus, sich das Unsichtbare und kaum Vorstellbare dennoch vorstellen zu können bzw. es zumindest versuchen und erlernen zu wollen.

Mindestanforderung für eine positive Beurteilung ist dabei die erfolgreiche Teilnahme an beiden Leistungskontrollen (Gruppenreferat und Rezension/Essay) sowie eine als positiv bewertete aktive Mitarbeit in den Sitzungen.

Beurteilt wird nach einem Punktesystem. Insgesamt können Sie 120 Punkte erreichen.
Jede der drei Teilleistungen (Mitarbeit, Gruppenreferat, Rezension/Essay) wird mit je max. 40 Punkten bewertet. Limit für die erfolgreiche Absolvierung der Lehrveranstaltung: 61 Punkte.

Im Falle länger dauernder Beeinträchtigungen besteht die Möglichkeit abweichender Prüfungsmethoden. Bitte setzen Sie sich diesbezüglich bei absehbarem Bedarf möglichst vor Beginn der Lehrveranstaltung mit der Dozentin in Verbindung.

Es besteht Anwesenheitspflicht. Ein max. zweimaliges unentschuldigtes Fehlen ist gestattet.

Prüfungsstoff

Der Prüfungsstoff wird in den ersten beiden Sitzungen am 9. März bekanntgegeben und über Moodle zur Verfügung gestellt. Gegenstand der schriftlichen Leistungskontrolle Rezension/Essay wird dabei ein Hörspiel oder eine andere akustische oder audiovisuelle Arbeit sein, die sich die Studierenden in der ersten Sitzung aussuchen. Die mündliche Leistungskontrolle Gruppenreferat bezieht sich jeweils auf ein Thema einer der Sitzungen. Das Konzept und die Literaturliste (mind. 6 Titel) für das Gruppenreferat müssen bis zum 6. April und die Rezensionen und Essays bis zum 13. April an die Dozentin gemailt werden.

Literatur

Einführend:

Hans-Jürgen Krug: Kleine Geschichte des Hörspiels. Konstanz, UVK 2008.

Hans-Jürgen Krug: Radio. Konstanz, UVK 2010.

Weiterführend:

Douglas Kahn, Gregory Whitehead (Hg.): Wireless Imagination. Sound, Radio, and the Avant-Garde. Cambridge, MIT Press 1992.

Wolfgang Hagen: Das Radio. Zur Geschichte und Theorie des Hörfunks – Deutschland/USA. Paderborn, Fink 2005.

Heidi Grundmann u.a. (Hg.): Re-Inventing Radio. Aspects of Radio as Art. Frankfurt/Main, Revolver 2008.

Eine Literaturliste wird in der ersten Sitzung verteilt.

Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

Letzte Änderung: Fr 31.08.2018 08:42